medienMITTWEIDA-Studenten sammeln Berufserfahrungen

von | 1. Oktober 2014

Das neue Semester hat angefangen und der Studentenalltag ist wieder eingekehrt. In den Semesterferien sind viele in der Heimat oder im Ausland gewesen. Einige nutzten die freie Zeit, um Erfahrungen […]

Das neue Semester hat angefangen und der Studentenalltag ist wieder eingekehrt. In den Semesterferien sind viele in der Heimat oder im Ausland gewesen. Einige nutzten die freie Zeit, um Erfahrungen in Unternehmen oder Projekten zu sammeln. Uns berichten sie über ihre Erlebnisse und Herausforderungen, die sich ihnen stellten.

Bereits vor der Sommerpause berichtete medienMITTWEIDA über fünf Teammitglieder, die ihre semesterfreie Zeit dazu nutzten, um sich weiterzubilden. Nun erzählen sie uns, was ihre Eindrücke waren und wie ihr Berufsalltag aussah.

Arbeit unter Zeitdruck

Lisa Fritsch

Lisa Fritsch machte ein sechswöchiges Praktikum beim Tagesspiegel in Berlin. Dort war sie in der Medienredaktion tätig und konnte auch erste Einblicke in der Community Redaktion und dem Onlinebereich sammeln. Ihr klassischer Arbeitsalltag im Büro ging von 10 bis 18 Uhr. „In der Zeit konnte man viel recherchieren, schreiben und sich nur auf ein Thema konzentrieren.“

Zu Beginn gab es auch Herausforderungen, wie zum Beispiel sich in den Redaktionsalltag einzufinden. „Aber nach und nach habe ich mich sehr gut eingelebt. Die teilweise sehr harte Kritik anzunehmen, musste ich auch erstmal verkraften, aber somit wurden die Artikel immer besser“, berichtet Lisa. Das Praktikum bietet die Möglichkeit, sich einen Eindruck vom Berufsalltag zu machen, wie in Lisas Fall. Sie hatte die Chance, mit Profis zu arbeiten und persönlich auf Interviewpartner aus unterschiedlichen Bereichen wie der Politik, Unternehmen und Organisationen zu stoßen.

Discokugel statt Freizeit

20141001_gr_skrause_Praktikum-JaseminVom klassischen Büroalltag war bei Yasemin Arnold nicht viel zu sehen. Sie machte ihr Praktikum in der ODEON Lounge im Bereich Marketing und Event in Würzburg. Ihr Tagesablauf war durch flexible Arbeitszeiten und Nachtschichten geprägt. „Bürozeiten waren eigentlich von 10 bis 17:30 Uhr, aber auch an einigen Werktagen war der Club geöffnet. Da habe ich auch nachts mit ausgeholfen, wenn Personal gefehlt hatte.“ Auch am Wochenende standen mehrere Events an, die sie begleitet hat. Besonders schätzte sie die vielen Kontakte, die sie in der Gastro-, Event- und Medienbranche von Würzburg und Umgebung knüpfen konnte. Eine neue Erfahrung und gleichzeitig Herausforderung war für Yasemin der Sprung ins kalte Wasser. Viele Aufgaben hat sie alleine bewältigt und konnte daran wachsen. Das Praktikum hat sie in ihrer Freizeit sehr eingeschränkt, jedoch überwiegen die positiven Erfahrungen, die sie mitnehmen konnte. Allerdings sieht sie sich selbst zukünftig nicht in dieser Branche.

Projekt „Detox“

20140929_gr_skrause_Praktikum_ToniEin interessantes Praktikum hatte auch Tony Hegewald. Er gehörte mit zur Crew des Films „Detox„, der während der Semesterferien überwiegend von Studenten gedreht wurde. Tony ist der Pressesprecher des Projektes. „Die Kunst, so viel zu organisieren, dass alles reibungslos funktioniert, bewundere ich. Ich habe viel darüber erfahren, wo und vor allem wie man die ganzen Dinge beschafft, die für einen Dreh so nötig sind, welche Dinge man beachten und wen man fragen oder informieren muss“, berichtet Tony.

Neben seiner Arbeit als Pressesprecher war Tony auch Runner am Set. Zu seinen Aufgaben zählte unter anderem das Auf- und Abbauen der Kulisse, Passanten zu informieren oder kurzfristig Requisiten zu besorgen. Im Büro kamen neue Dinge auf ihn zu. „Es wurden Texte geschrieben, Flyer entworfen und verteilt, Bestellungen gemacht, Wohnungen für unsere Gäste vorbereitet oder Anrufe geführt. Doch auch beim Kaffee- und Essenkochen zu helfen, gehörte zu unseren Aufgaben. Zusammen mit meiner Tätigkeit als Pressesprecher waren die Tage deshalb sehr abwechslungsreich und nie langweilig“, so Tony. Als unerwartete Herausforderung stellte er fest, dass es nicht einfach war, den Menschen und vor allem Journalisten von dem Projekt zu erzählen. „Bei einem ungewöhnlichen Projekt wie unserem entstanden dann schnell Irrtümer in der Berichterstattung.“ Tony bewundert vor allem die Professionalität im Team. Auch auf Unterstützung von außerhalb konnten sich alle verlassen. „Egal ob uns jemand sein Haus oder Requisiten wie eine alte Schreibmaschine zur Verfügung stellte. Es war einfach toll.“

Kommunikation ist alles

20141001_gr_skrause_Praktikum-TomAuch Tom Sipply hatte keine lange Reise nötig. Er war in den Semesterferien für das Medienforum Mittweida 2014 tätig und assistierte dem Leiter des Kongressteams. Seine Aufgabe bestand darin, Referenten für das Medienforum anzuwerben, ob am Telefon oder per E-Mail. Seine kommunikative Art konnte er somit gezielt einsetzen. „Ich bin jemand, der gern den direkten Kontakt sucht und zu den Personen auch hingeht, um sie als Referenten zu gewinnen.“ Er hatte einen ruhigen Arbeitsablauf, der jedoch auch bis spät in die Nacht andauern konnte. Das wichtigste für Tom war die Erkenntnis, dass die Kommunikation im Team entscheidend ist. Sein Ziel ist es, im nächsten Jahr als Leiter des Kongressteams aufzusteigen.

Ein Praktikum in Tansania

20140929_gr_skrause_Praktikum_SophieVom beschaulichen Mittweida hinaus ins weit entfernte Afrika zog es dagegen Sophie Heim. Sie absolvierte ein Medien-/ Marketingpraktikum bei der „EPZA“ in Dar es Salaam, Tansania. Dort war sie im Bereich Promotion mit der Website- und Social Media-Verwaltung und dem Content Management System tätig. Zu ihren Aufgabenfeldern gehörten Präsentationsvorbereitungen und -vorstellungen, Korrektur von Flyern und die Betreuung von Investoren. Die Erfahrungen, die sie sammeln konnte, waren meist positiv. Auch die Kollegen sorgten für ein sehr freundschaftliches Klima. Etwas enttäuschend war die Tatsache, dass die Tansanier nicht so offen für neue Ideen waren. „Leider standen sie möglichen Neuerungen und Verbesserungen meist sehr kritisch gegenüber und ließen viele Vorschläge lieber verfallen, als sich die Arbeit zu machen, das konstruktiv mit Hilfe umzusetzen.“

Sophie musste sich nicht nur an die neue Umgebung gewöhnen, sondern hatte auch des Öfteren mit der Sprache zu kämpfen. „Die größte Herausforderung lag im Unterschied der Arbeitsmoral von vielen Tansaniern, woran man sich, wie auch an alle anderen Besonderheiten, erst gewöhnen muss. Zudem war die Sprachbarriere mit Kisuaheli am Anfang eine der größten Schwierigkeiten“, so Sophie. Ihr Fazit: „Ich würde Tansania aufgrund mehrerer Faktoren kein zweites Mal als Praktikumsort wählen, jedoch bin ich grundsätzlich offen für neue Erfahrungen im Ausland. Gerade im Bereich Medien habe ich in Tansania so einiges dazugelernt.“

Wiedersehen macht Freude

20141001_gr_skrause_Praktikum-Marcus

„Back to the roots“, dachte sich Marcus Kilian und kehrte zurück in seine Heimatstadt München. Er war in den Semesterferien als Werkstudent für den Wort & Bild Verlag in der Rechts- und Onlineabteilung tätig. Aufgrund seiner abgeschlossenen Ausbildung im Verlag war die Wiedersehensfreude groß. „Es ist ein schönes Gefühl, nach Hause zu kommen und die Kollegen wiederzusehen.“ Er konnte im Verlag frei arbeiten und sich auch seine Arbeitszeiten individuell einrichten. Vieles war für ihn vertraut, doch auch neue Aufgaben kamen auf ihn zu. Für die Rechtsabteilung musste er eine Konkurrenzanalyse anfertigen, wobei die Herausforderung darin bestand, den Anforderungen der Juristen gerecht zu werden.

Falls ihr neue Erfahrungen bei einem Praktikum sammeln möchtet: Das Jobportal von medienMITTWEIDA heißt euch herzlich willkommen.

Text: Katerina Krez. Fotos: Sarah Krause.

<h3>Katerina Krez</h3>

Katerina Krez