"Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar" ist der Aufruf von "Reporter ohne Grenzen" (ROG) gegen die Verfolgung, Festnahme, Misshandlung und Tötung zahlreicher Medienmitarbeiter weltweit. Besonders in den Ländern Nordkorea, Kuba, China und Iran ist eine freie Berichterstattung unmöglich. Oftmals werden die Medien benutzt, um die einheimische Bevölkerung zu beeinflussen. Sogenannte "Informationsverträge", finanziert durch Bestechungsgelder, verbreiten gezielt ein bestimmtes positives Bild der Regierung und einzelner Politiker. Die letzte Präsidentschaftswahl in Russland ist ein Beispiel dafür.
Durch die Berichterstattung über Themen wie ökologische Verbrechen, Menschenhandel und andere Missstände riskieren täglich viele Journalisten, Blogger und Aktivisten ihr Leben. Unternehmen, terroristische Netzwerke und Regierungen bedrohen sie. Mit Protestaktionen, Petitionen und Schreiben an Staatschefs kämpft die regierungsunabhängige Menschenrechtsorganisation "ROG" unaufhörlich um die weltweite Aufhebung der Zensur.
130 Korrespondenten, verteilt auf alle Kontinente, liefern Informationen an zahlreiche Büros von "Reporter ohne Grenzen" und ermöglichen Intervention, sowie die Veröffentlichung von Untersuchungsberichten über betroffene Medienmitarbeiter. Dabei vertritt die Organisation eine Beraterfunktion vieler Regierungen und erhielt bereits Auszeichnungen vom europäischen Parlament und der OSZE.
ROG beim Medienforum 2009
"Reporter ohne Grenzen" wird ein Partner des Medienforums 2009, das vom 9. bis zum 12. November an der Hochschule Mittweida stattfindet. Geplant ist ein Panel, welches sich mit der Arbeit von Journalisten im Ausland beschäftigt, in denen Pressefreiheit nicht im Vordergrund steht. Am 11. November 2009 um 11 Uhr lädt ein Vertreter von ROG und viele weitere interessante Gäste im Rahmen des Medienforums zu einer Veranstaltung mit dem Thema "Internationale Pressefreiheit" ein.
Das Medienforum möchte dieses Jahr unter anderem einen Blick auf die Medienlandschaft in den Ländern werfen, in denen Berichterstattung nur unter widrigen Bedingungen möglich ist und Presse- und Meinungsfreiheit oft verletzt werden. "Wir haben uns sehr über die Kooperation mit "Reporter ohne Grenzen" gefreut, da diese sich weltweit für Rechte von Journalisten einsetzen", sagt Annett Bors, Producerin des Medienforums 2009, gegenüber medien-mittweida.de.
Medienforum Mittweida 2010
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