Interview mit den Machern des neuen Aktkalenders
Franziska Rothe und Violetta Gringersch, Projektleiterinnen des neuen Aktkalenders, im Gespräch mit medien-mittweida.de. Foto: Maria Horschig
Ein ganzes Jahr lang optische Argumente für das Studium in der sächsischen Kleinstadt - der neue Aktkalender 2010/2011 der Hochschule Mittweida soll Monat für Monat zeigen, warum sich das Studieren hier lohnt. Im Gespräch mit Franziska Rothe und Violetta Gringersch, beide Medienmanagementstudentinnen im fünften Semester, erfuhr medien-mittweida.de Details und Hintergünde. Die Projektleiterinnen wissen genau, was sie wollen.
Die Idee eines Aktkalenders an der Hochschule Mittweida ist nicht neu. Warum macht ihr eine Neuauflage?
Violetta: Die Resonanz auf den Kalender, der 2007 präsentiert wurde, war so groß. Manche kannten den Kalender eher als unsere Hochschule. Es ist tolle Promotion für die Hochschule und schafft sehr viel Aufmerksamkeit. Wir wollen mit der Fotografie auch mal einen anderen Bereich unserer Ausbildung präsentieren.
Franziska: Viele Studenten kommen aus dem Gestaltungsbereich und bringen bereits Erfahrungen mit Fotografie und Bildbearbeitung mit. Da will man dann auch mal ein "Produkt" rausbringen. Dieser Kalender vereint wieder alles, was wir im Medienbereich machen. Nicht wie sonst im Eventbereich, sondern auch mal was Neues. Ich lasse mich selbst fotografieren, habe an Workshops teilgenommen und habe in diesem Bereich der Fotografie eine Ausbildung. Ich denke ich habe ein gutes Auge, kreativ zu sein und das gestalterisch umzusetzen.
Wie sieht euer Konzept aus?
Franziska: Der letzte Kalender war sehr bunt und ist draußen in der Natur oder an Orten in der Hochschule fotografiert worden. Das glich ein bisschen dem 90er Jahre Pin-up aus Amerika. Wir gehen in eine noch erotischere Richtung. Es wird detailreich, erotisch und sehr kunstvoll. Die Bilder, die in Szene gesetzt werden, haben eine Verbindung mit der Hochschule. Aber eher mit ein bisschen Nachdenken.
Verratet ihr, wie so ein Kalenderbild aussehen wird?
Franziska: Erotik ist sehr weitgefächerter Begriff. Was wir Frauen als Erotik empfinden, muss für Männer noch lange nicht Erotik sein. Ich denke, wir kommen da auch gut mit unseren Fotografen in Einklang. Es werden Studioaufnahmen, so viel können wir schon verraten.
Violetta: Details werden eine sehr wichtige Rolle spielen. Es werde keine plakativen "Wir essen gern in der Mensa"-Fotos. Wenn wir gern in der Mensa essen, wird es so im Bild versteckt sein, dass man das nicht sofort sieht.
Franziska: Oder man hat dann eben Spagetti auf dem Körper liegen und ist somit ein lebendiges Büfett.
Gibt es in diesem Kalender wieder nur Frauen zu sehen?
Violetta: Wir wollten es mit Männern versuchen, aber wir dachten, Frauen sind eh viel schöner. Die Abnehmer für einen Aktkalender sind hauptsächlich Männer und die schauen sich keine Männer im Kalender an.
Franziska: Bei Männern reduziert sich die Fotografie auf den Waschbrettbauch und das Gesicht. Für mich ist das noch keine Erotik. Bei Frauen gibt es so viele Details, die erotisch sein können: Seien es die Augen, Lippen, Brüste, Beine, der Nacken, das Knie. Man hat viel mehr, was man in Szene setzen kann, als bei einem Mann.
Was macht für euch ein Mädchen zu einem Aktkalender-Mädchen?
Violetta: Wir haben von den Bewerbungen keine Vorauswahl getroffen, da ein Foto auch mal ungünstig getroffen sein kann. Und dann stand das Mädchen im Casting vor dir und du denkst "Wow, das hätte ich nicht gedacht". Es gab echte Überraschungen.
Franziska: Wir haben ja schon Motive im Kopf, wo wir beim Casting geschaut haben, welches Mädchen in welches passt. Aus jeder kann man wirklich etwas Tolles machen. Eigentlich bin ich dafür, dass mehr korpulentere Frauen nackt fotografiert werden. Nur das Problem ist eben manchmal, dass jemand, der ein bisschen kräftiger ist, nicht ganz so offen mit seinem Körper umgehen kann. Wir wollen aber selbstbewusste Frauen, die zu ihrem Körper stehen. Wir haben das beim Casting getestet und gesehen, ob die Mädels selbstbewusst sind. Da sind einige Überraschungen dabei gewesen, womit wir bei den Bewerbungsfotos nicht gerechnet hätten.
Violetta: Die Mädels kommen aus verschiedenen Fakultäten: Medien, Bioinformatik, Facility- und Immobilienmanagement und Multimediatechnik.
Franziska: Bis jetzt gibt es noch keine "BWLerinnen" für den Kalender. Wir hoffen, dass da noch welche kommen. Wir haben noch nicht alle zwölf Mädchen zusammen und suchen also noch. Darum rufen wir auch noch mal Mittweidaer Studentinnen auf, sich unter akt@hs-mittweida.de zu bewerben.
Wieso geht der Kalender von März 2010 bis Februar 2011?
Violetta: Es ist ein Kalender von und mit Studenten. Ein Studentenleben spielt sich nun mal in Semestern ab. Außerdem ist es doch langweilig, dass jeder Kalender jetzt schon raus kommt und von Januar bis Dezember geht. Es sollte einfach etwas Ungewöhnliches sein.
Wir bedanken uns für das Gespräch.
Die Idee eines Aktkalenders an der Hochschule Mittweida ist nicht neu. Warum macht ihr eine Neuauflage?
Violetta: Die Resonanz auf den Kalender, der 2007 präsentiert wurde, war so groß. Manche kannten den Kalender eher als unsere Hochschule. Es ist tolle Promotion für die Hochschule und schafft sehr viel Aufmerksamkeit. Wir wollen mit der Fotografie auch mal einen anderen Bereich unserer Ausbildung präsentieren.
Franziska: Viele Studenten kommen aus dem Gestaltungsbereich und bringen bereits Erfahrungen mit Fotografie und Bildbearbeitung mit. Da will man dann auch mal ein "Produkt" rausbringen. Dieser Kalender vereint wieder alles, was wir im Medienbereich machen. Nicht wie sonst im Eventbereich, sondern auch mal was Neues. Ich lasse mich selbst fotografieren, habe an Workshops teilgenommen und habe in diesem Bereich der Fotografie eine Ausbildung. Ich denke ich habe ein gutes Auge, kreativ zu sein und das gestalterisch umzusetzen.
Wie sieht euer Konzept aus?
Franziska: Der letzte Kalender war sehr bunt und ist draußen in der Natur oder an Orten in der Hochschule fotografiert worden. Das glich ein bisschen dem 90er Jahre Pin-up aus Amerika. Wir gehen in eine noch erotischere Richtung. Es wird detailreich, erotisch und sehr kunstvoll. Die Bilder, die in Szene gesetzt werden, haben eine Verbindung mit der Hochschule. Aber eher mit ein bisschen Nachdenken.
Verratet ihr, wie so ein Kalenderbild aussehen wird?
Franziska: Erotik ist sehr weitgefächerter Begriff. Was wir Frauen als Erotik empfinden, muss für Männer noch lange nicht Erotik sein. Ich denke, wir kommen da auch gut mit unseren Fotografen in Einklang. Es werden Studioaufnahmen, so viel können wir schon verraten.
Violetta: Details werden eine sehr wichtige Rolle spielen. Es werde keine plakativen "Wir essen gern in der Mensa"-Fotos. Wenn wir gern in der Mensa essen, wird es so im Bild versteckt sein, dass man das nicht sofort sieht.
Franziska: Oder man hat dann eben Spagetti auf dem Körper liegen und ist somit ein lebendiges Büfett.
Gibt es in diesem Kalender wieder nur Frauen zu sehen?
Violetta: Wir wollten es mit Männern versuchen, aber wir dachten, Frauen sind eh viel schöner. Die Abnehmer für einen Aktkalender sind hauptsächlich Männer und die schauen sich keine Männer im Kalender an.
Franziska: Bei Männern reduziert sich die Fotografie auf den Waschbrettbauch und das Gesicht. Für mich ist das noch keine Erotik. Bei Frauen gibt es so viele Details, die erotisch sein können: Seien es die Augen, Lippen, Brüste, Beine, der Nacken, das Knie. Man hat viel mehr, was man in Szene setzen kann, als bei einem Mann.
Was macht für euch ein Mädchen zu einem Aktkalender-Mädchen?
Violetta: Wir haben von den Bewerbungen keine Vorauswahl getroffen, da ein Foto auch mal ungünstig getroffen sein kann. Und dann stand das Mädchen im Casting vor dir und du denkst "Wow, das hätte ich nicht gedacht". Es gab echte Überraschungen.
Franziska: Wir haben ja schon Motive im Kopf, wo wir beim Casting geschaut haben, welches Mädchen in welches passt. Aus jeder kann man wirklich etwas Tolles machen. Eigentlich bin ich dafür, dass mehr korpulentere Frauen nackt fotografiert werden. Nur das Problem ist eben manchmal, dass jemand, der ein bisschen kräftiger ist, nicht ganz so offen mit seinem Körper umgehen kann. Wir wollen aber selbstbewusste Frauen, die zu ihrem Körper stehen. Wir haben das beim Casting getestet und gesehen, ob die Mädels selbstbewusst sind. Da sind einige Überraschungen dabei gewesen, womit wir bei den Bewerbungsfotos nicht gerechnet hätten.
Violetta: Die Mädels kommen aus verschiedenen Fakultäten: Medien, Bioinformatik, Facility- und Immobilienmanagement und Multimediatechnik.
Franziska: Bis jetzt gibt es noch keine "BWLerinnen" für den Kalender. Wir hoffen, dass da noch welche kommen. Wir haben noch nicht alle zwölf Mädchen zusammen und suchen also noch. Darum rufen wir auch noch mal Mittweidaer Studentinnen auf, sich unter akt@hs-mittweida.de zu bewerben.
Wieso geht der Kalender von März 2010 bis Februar 2011?
Violetta: Es ist ein Kalender von und mit Studenten. Ein Studentenleben spielt sich nun mal in Semestern ab. Außerdem ist es doch langweilig, dass jeder Kalender jetzt schon raus kommt und von Januar bis Dezember geht. Es sollte einfach etwas Ungewöhnliches sein.
Wir bedanken uns für das Gespräch.
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Kommentar von Maria Horschig | 07.02.10
Da das Motto "Sex sells" nun mal bestätigt ist, bin ich sicher, dass der Kalender seine Abnehmer findet - sei es auf männlicher oder weiblicher Seite. Viele Menschen schauen sich gern schöne Aktfotos von Frauen an.
Ob dieser Kalender nun tatsächlich zum Studieren in Mittweida anregt sei dahin gestellt - Fakt ist allerdings, dass er durch das Konzept (zusätzliche Informationen auf der Rückseite) einen kleinen Teil zur Hochschulwerbung beitragen kann.
Kommentar von Anke | 05.02.10
- Und auch in den Kommentaren scheiden sich die Geister - nicht an einem mangelndem Verständnis für Kunst und Ästethik - sondern an Ideen von vorgestern (die die Mehrheit natürlich gut findet, weil bekannt) und ausbildungsbezogenen Gründen, ein Studium in Mittweida aufzunehmen.
Kommentar von Maria Horschig | 01.02.10
den genauen Veröffentlichungstermin kenne ich leider auch nicht. Auf der Website ist allerdings zu lesen, dass er ab Februar zu erhalten ist, auch über Onlinebestellung. Ein Verkauf ist weiterhin auch auf der Semesterauftaktparty im März geplant.
Aktuelle Infos gibt es auch auf www.hs-mittweida.de/akt.
Viele Grüße, Maria
Kommentar von Sonnenschein | 29.01.10
Kommentar von Mark E. Ting | 25.11.09
@Thomas: Deinen Kommentar kann ich nicht nachvollziehen. Ein Aktkalender hat doch nichts mit Sexismus zu tun und schon gar nicht mit einem verschobenen Frauenbild der Jugend. Ich glaube das Frauenbild in der heutigen Jugend ist ganz gesund. Ich habe die Bilder des Kalenders nicht gesehen, aber wenn die gut gemacht sind und den Spagat zwischen Ästhetik & Erotik hinbekommen, sowie technisch/fotografisch gut umgesetzt wurden ist es Kunst.
Aber bei Kunst scheiden sich sowieso die Geister.
PS: zum Punkt "...soll Monat für Monat zeigen, warum sich das Studieren hier lohnt." --> muss ich zustimmen: auch aus diesem Grund hat sich das Studium in Mittweida gelohnt :)