Videospielen im Rentenalter
Viele Menschen denken bei Videospielen zuerst an Kinderspielzeug, außerdem mache es dumm, abgestumpft und gewalttätig. Besonders in der Politik, aber auch in den Medien werden gerne undefinierbare Begriffe wie "Killerspiele" verwendet, meist um die unwissenden Eltern zu verängstigen und für sich zu gewinnen, da es viel leichter ist, als Lösungen für echte Probleme zu finden. Dass Videospiele aber nicht immer nur aus brutalen "Ballerorgien" bestehen und durchaus zu Therapiezwecken genutzt werden können, zeigte eine Pilotstudie im Auftrag der Diakonie Bayern in Deutschlands Seniorenheimen.
Die Diakonie untersuchte die Akzeptanz und die therapeutische Wirkung, sowohl physisch als auch psychisch, beim Spielen von Videospielen. Aufgeteilt in einem Zeitraum von elf Wochen, wurde in drei verschiedenen Pflegeeinrichtungen das Spielen mit der Nintendo Wii unter verschiedenen Aspekten untersucht. Dabei reichte das Alter der 79 Mitglieder der Testgruppe von 53 bis 98 Jahren. Nach den ersten Wochen zeigten sich jedoch nur noch 25 Prozent der Senioren motiviert genug, den Versuch bis zum Schluss fortzuführen. Dabei war ein deutlich geringeres Durchschnittsalter der "Akzeptierer" zu den "Ablehnern", als auch eine leichte Tendenz hinsichtlich eines höheren Schulabschlusses zu erkennen. Mit Hilfe verschiedener Leistungstests wurden daraufhin die Auswirkungen auf Feinmotorik sowie Demenzerscheinung untersucht.
Als Grundlage für diese Studie diente Nintendos Spielekonsole Wii. Eingeführt im Jahr 2006, konnte sie vor allem mit ihrer völlig neuen Art der Spielsteuerung begeistern: Anstatt das Spiel über viele verschiedene Tasten und Tastenkombinationen zu kontrollieren, wird die Wii mit kabellosen und bewegungssensitiven Steuergeräten, sogenannten Wii Remotes, gesteuert, in dem die echten, dem Leben nachempfundene Handbewegung zum Spielen eingesetzt werden.
Erste positive Auswirkungen waren zu erkennen
Zusammenfassend konnte an den Senioren ein positiver Anstieg der kognitiven Fähigkeiten festgestellt werden. Zudem gaben die meisten Senioren an, nach erfolgreichen Spielen besser gelaunt gewesen zu sein. Auch die Therapeutinnen sind von dem Spiel mit der Wii überzeugt: "Wir bieten das Spiel mit der Wii weiterhin regelmäßig an, und es hat sich eine feste Gruppe von Spielerinnen und Spielern etabliert", so Karin Meiler-Bergmann, Heimleiterin eines Alten- und Pflegeheim der Diakonie Hochfranken. Ob es nun aber auch tatsächlich zu einer signifikanten therapeutischen Wirkung kommt, liese sich erst in einer intensiveren und längeren Folgestudie ermitteln. Jedoch scheint sich das Spielen positiv auf die geistigen Fähigkeiten der älteren Menschen auszuwirken.
Eine Seniorenmeisterschaft im Wii Bowling
Die Diakonie Bayern war aber nicht die Erste, die mehr Senioren an die Spielekonsole heranführte. Markus Deindl und Josef Kiener, Studenten an der Hochschule München, gründeten das Projekt "Senioren an die Konsole!" und initiierten in den letzten Jahren die Seniorenmeisterschaft im Wii Bowling. Das Projekt war so erfolgreich, dass auch in diesem Jahr eine Meisterschaft geplant wird: "Es wird zu 90 Prozent wieder eine Meisterschaft dieses Jahr geben, jedoch kann ich noch keine garantierte Zusage machen, da wir momentan in Verhandlungen mit Sponsoren stehen. Sobald wir es sicher wissen, werden wir es sowohl auf unserer Homepage als auch über unseren Newsletter bekannt geben", so Kiener.
Auch die Seniorenheime, waren von der Idee sehr angetan: "Anfangs mussten wir noch sehr viel Überredungsarbeit leisten. Mittlerweile jedoch bewerben sich sehr viele Häuser um die Teilnahme an unserer Meisterschaft", sagt er. Bei diesem Projekt stand aber vermehrt der Kontakt der Senioren mit der neuen Technik im Vordergrund, denn ernsthafte therapeutische Versuche.
Die Diakonie untersuchte die Akzeptanz und die therapeutische Wirkung, sowohl physisch als auch psychisch, beim Spielen von Videospielen. Aufgeteilt in einem Zeitraum von elf Wochen, wurde in drei verschiedenen Pflegeeinrichtungen das Spielen mit der Nintendo Wii unter verschiedenen Aspekten untersucht. Dabei reichte das Alter der 79 Mitglieder der Testgruppe von 53 bis 98 Jahren. Nach den ersten Wochen zeigten sich jedoch nur noch 25 Prozent der Senioren motiviert genug, den Versuch bis zum Schluss fortzuführen. Dabei war ein deutlich geringeres Durchschnittsalter der "Akzeptierer" zu den "Ablehnern", als auch eine leichte Tendenz hinsichtlich eines höheren Schulabschlusses zu erkennen. Mit Hilfe verschiedener Leistungstests wurden daraufhin die Auswirkungen auf Feinmotorik sowie Demenzerscheinung untersucht.
Als Grundlage für diese Studie diente Nintendos Spielekonsole Wii. Eingeführt im Jahr 2006, konnte sie vor allem mit ihrer völlig neuen Art der Spielsteuerung begeistern: Anstatt das Spiel über viele verschiedene Tasten und Tastenkombinationen zu kontrollieren, wird die Wii mit kabellosen und bewegungssensitiven Steuergeräten, sogenannten Wii Remotes, gesteuert, in dem die echten, dem Leben nachempfundene Handbewegung zum Spielen eingesetzt werden.
Erste positive Auswirkungen waren zu erkennen
Zusammenfassend konnte an den Senioren ein positiver Anstieg der kognitiven Fähigkeiten festgestellt werden. Zudem gaben die meisten Senioren an, nach erfolgreichen Spielen besser gelaunt gewesen zu sein. Auch die Therapeutinnen sind von dem Spiel mit der Wii überzeugt: "Wir bieten das Spiel mit der Wii weiterhin regelmäßig an, und es hat sich eine feste Gruppe von Spielerinnen und Spielern etabliert", so Karin Meiler-Bergmann, Heimleiterin eines Alten- und Pflegeheim der Diakonie Hochfranken. Ob es nun aber auch tatsächlich zu einer signifikanten therapeutischen Wirkung kommt, liese sich erst in einer intensiveren und längeren Folgestudie ermitteln. Jedoch scheint sich das Spielen positiv auf die geistigen Fähigkeiten der älteren Menschen auszuwirken.
Eine Seniorenmeisterschaft im Wii Bowling
Die Diakonie Bayern war aber nicht die Erste, die mehr Senioren an die Spielekonsole heranführte. Markus Deindl und Josef Kiener, Studenten an der Hochschule München, gründeten das Projekt "Senioren an die Konsole!" und initiierten in den letzten Jahren die Seniorenmeisterschaft im Wii Bowling. Das Projekt war so erfolgreich, dass auch in diesem Jahr eine Meisterschaft geplant wird: "Es wird zu 90 Prozent wieder eine Meisterschaft dieses Jahr geben, jedoch kann ich noch keine garantierte Zusage machen, da wir momentan in Verhandlungen mit Sponsoren stehen. Sobald wir es sicher wissen, werden wir es sowohl auf unserer Homepage als auch über unseren Newsletter bekannt geben", so Kiener.
Auch die Seniorenheime, waren von der Idee sehr angetan: "Anfangs mussten wir noch sehr viel Überredungsarbeit leisten. Mittlerweile jedoch bewerben sich sehr viele Häuser um die Teilnahme an unserer Meisterschaft", sagt er. Bei diesem Projekt stand aber vermehrt der Kontakt der Senioren mit der neuen Technik im Vordergrund, denn ernsthafte therapeutische Versuche.
Die Seite durchsuchen
Medienforum Mittweida 2010
Karikatur
Multimedia
Video -
"Die Krise ist nicht inhaltlich"
The player will show in this paragraph
Campuskalender
Letzte Kommentare
Nachrichten
BücherWelten Mittweida zu Ein Campus mit Geschichte am 28.07. um 15:41 Uhr
Alexander Maack zu Der Neue im Haifischbecken am 24.07. um 22:26 Uhr
Bildergalerien
Felix zu Kamerun ist Weltmeister am 15.05. um 23:24 Uhr
Felix Bollwahn zu Kamerun ist Weltmeister am 07.05. um 12:06 Uhr
Die Wochenzeitung NOVUM
99drei Radio Mittweida
Medien Mittweida
Bildergalerien
21.06.10
Mitten durch die "gute Stube"
Mitten durch die "gute Stube"
11.06.10
Stadt, Land, Fluss
Stadt, Land, Fluss
Campus-Termine
Es gibt keine nächsten Termine.
RSS-Feeds
Hochschul-Projekte
Gamecast
100 Medienmenschen
Motorsport-Team
Propeller TV







Diesen Artikel kommentieren