Mittweidas Gaststudenten und ihre Kultur
Milch und Kekse stehen sowohl in Spanien als auch in Frankreich als Belohnung für den Weihnachtsmann bereit. Foto: Sebastian Kubatz
Élodie Flores aus Bordeaux
Seit dem Wintersemester 2009/2010 studiert Élodie Logistik an der Hochschule Mittweida. In ihrem Heimatland Frankreich beginnt das Weihnachtsfest - wie auch in Deutschland - am 24. Dezember. Nach einem ganz normalen Arbeitstag findet sich die ganze Familie zuhause ein. "Le réveillon", der Heiligabend, beginnt mit einem großen Festmahl. Anders als hierzulande nehmen sich die Franzosen sehr viel Zeit für dieses Abendessen, sie schlemmen in mehreren Gängen bis spät in die Nacht. "Als Spezialität kommt bei uns immer Gans mit Leberpastete und Austern auf den Tisch", berichtet Élodie.
"Mal abgesehen vom Schnee ist Weihnachten in Frankreich gar nicht so anders als in Deutschland." Jedes Jahr gibt es einen Weihnachtsbaum und auch die leckeren Süßigkeiten dürfen nicht fehlen. "Am meisten freue ich mich auf den Adventskalender mit der Schokolade", so Élodie. Auch Weihnachtsmärkte gibt es in Frankreich. "Leider aber nur wenige in einigen Städten. Bordeaux hat einen sehr schönen", freut sie sich. "In Deutschland sehe ich, wie viele Leute zu Weihnachten ihre Zimmer mit Kerzen und Lichtern schmücken. Das ist in Frankreich nicht so üblich." Das Wetter in Frankreich ist vergleichbar mit Deutschland: "Es ist zwar kalt über Weihnachten, aber für Schnee reicht es meist nicht."
Heiligabend mit Feuerwerk
Nach dem Abendessen gehen Élodie und ihre Familie, wie viele andere Franzosen auch, zur Mitternachtsmesse, der "Messe de Minuit". Im Anschluss an diese Messe veranstalten einzelne Städte ein großes Feuerwerk. Der Morgen des 25. Dezembers wird bei den Kleinen mit viel Spannung erwartet, denn dann gibt es die Geschenke. Pere Noel, wie der Weihnachtsmann in Frankreich genannt wird, kommt in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember durch den Kamin und legt die Geschenke in die Schuhe der Kinder, die dort bereitstehen, oder unter den Weihnachtsbaum. Für seine Arbeit bekommt der Weihnachtsmann in Frankreich ein Glas Milch und Kekse. Diese legen die Kinder am Vorabend auf den Kamin oder unter den Weihnachtsbaum.
Rodrigo, Marina und Borja aus Spanien
Wo Kindern in Deutschland eine Rute für schlechtes Benehmen droht, gibt es vom spanischen Weihnachtsmann "Papa Noel" ein Stück Kohle. "So werden in Spanien die kleinen Kinder vor Weihnachten erzogen", sagt Marina Vázquez de Prade aus Spanien. Seit September 2009 studieren sie und Rodrigo de la Cal Informatik an der Hochschule Mittweida, Borja Aldaz studiert Maschinenbau. Die drei kommen aus Bilbao und Valladolid in Spanien und verbringen die vorlesungsfreie Zeit in ihrer Heimat.
Das Weihnachtsfest beginnt in Spanien am Abend des 24. Dezembers, der "Noche Buena" (heiligen Nacht), wenn sich die Familie daheim zu einem großen Abendessen zusammenfindet. Traditionell wird bei diesem Essen "Jamon Serrano", eine Art Schinken, "Turrón", eine Süßigkeit aus Mandeln, Honig und Zucker, sowie "Marisco", ein Fischgericht, von den Müttern der Gaststudenten gereicht.
Bescherung erst am 6. Januar
Auch wenn der 25. Dezember ein Feiertag ist, müssen die Kinder in Spanien noch etwas auf ihre Geschenke warten. "Viele Erwachsene gehen dann am Nachmittag in die Kirche. Bei uns Jugendlichen ist das nicht so üblich", so Borja. Vielmehr freuen sich die Spanier auf den 28. Dezember, den "Dia de los Inocentes" (Tag der unschuldigen Kinder). An diesem Tag spielen sich die Spanier gegenseitig kleine Streiche und erlauben sich Scherze. Das ist in etwa vergleichbar mit dem 1. April in Deutschland.
Erst am 6. Januar findet dann die eigentliche Bescherung statt. "Einige Familien beschenken sich manchmal schon am 24. Dezember. Das ist aber nur selten der Fall", sagt Rodrigo. Am Abend zuvor stellen die Kinder in Spanien einen Eimer Wasser auf die Straße. "Das Wasser ist für die Kamele, mit denen die drei Könige vorbeikommen. Die Fenster lassen wir in dieser Nacht immer offen, damit sie hereinkommen können. Auf dem Fensterbrett stehen ein Glas Milch und ein paar Kekse für sie bereit."
Seit dem Wintersemester 2009/2010 studiert Élodie Logistik an der Hochschule Mittweida. In ihrem Heimatland Frankreich beginnt das Weihnachtsfest - wie auch in Deutschland - am 24. Dezember. Nach einem ganz normalen Arbeitstag findet sich die ganze Familie zuhause ein. "Le réveillon", der Heiligabend, beginnt mit einem großen Festmahl. Anders als hierzulande nehmen sich die Franzosen sehr viel Zeit für dieses Abendessen, sie schlemmen in mehreren Gängen bis spät in die Nacht. "Als Spezialität kommt bei uns immer Gans mit Leberpastete und Austern auf den Tisch", berichtet Élodie.
Élodie Flores (Foto: Sebastian Kubatz)
Heiligabend mit Feuerwerk
Nach dem Abendessen gehen Élodie und ihre Familie, wie viele andere Franzosen auch, zur Mitternachtsmesse, der "Messe de Minuit". Im Anschluss an diese Messe veranstalten einzelne Städte ein großes Feuerwerk. Der Morgen des 25. Dezembers wird bei den Kleinen mit viel Spannung erwartet, denn dann gibt es die Geschenke. Pere Noel, wie der Weihnachtsmann in Frankreich genannt wird, kommt in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember durch den Kamin und legt die Geschenke in die Schuhe der Kinder, die dort bereitstehen, oder unter den Weihnachtsbaum. Für seine Arbeit bekommt der Weihnachtsmann in Frankreich ein Glas Milch und Kekse. Diese legen die Kinder am Vorabend auf den Kamin oder unter den Weihnachtsbaum.
Rodrigo, Marina und Borja aus Spanien
v.l.n.r.: Rodrigo de la Cal, Marina Vázquez de Prade und Borja Aldaz (Foto: Sebastian Kubatz)
Das Weihnachtsfest beginnt in Spanien am Abend des 24. Dezembers, der "Noche Buena" (heiligen Nacht), wenn sich die Familie daheim zu einem großen Abendessen zusammenfindet. Traditionell wird bei diesem Essen "Jamon Serrano", eine Art Schinken, "Turrón", eine Süßigkeit aus Mandeln, Honig und Zucker, sowie "Marisco", ein Fischgericht, von den Müttern der Gaststudenten gereicht.
Bescherung erst am 6. Januar
Auch wenn der 25. Dezember ein Feiertag ist, müssen die Kinder in Spanien noch etwas auf ihre Geschenke warten. "Viele Erwachsene gehen dann am Nachmittag in die Kirche. Bei uns Jugendlichen ist das nicht so üblich", so Borja. Vielmehr freuen sich die Spanier auf den 28. Dezember, den "Dia de los Inocentes" (Tag der unschuldigen Kinder). An diesem Tag spielen sich die Spanier gegenseitig kleine Streiche und erlauben sich Scherze. Das ist in etwa vergleichbar mit dem 1. April in Deutschland.
Erst am 6. Januar findet dann die eigentliche Bescherung statt. "Einige Familien beschenken sich manchmal schon am 24. Dezember. Das ist aber nur selten der Fall", sagt Rodrigo. Am Abend zuvor stellen die Kinder in Spanien einen Eimer Wasser auf die Straße. "Das Wasser ist für die Kamele, mit denen die drei Könige vorbeikommen. Die Fenster lassen wir in dieser Nacht immer offen, damit sie hereinkommen können. Auf dem Fensterbrett stehen ein Glas Milch und ein paar Kekse für sie bereit."
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