„Die Finnen sind meistens ruhig, außer in der Sauna, da packen die aus.“

Das Hochschulprojekt Cosmo X präsentierte am Mittwoch (25.01.2017) im TV-Studio des ZMS die dritte International Night. Studierende erzählten auf der Bühne von ihren Erwartungen und Ängsten vor Antritt ihrer Reise, zerstreuten jedoch typische Bedenken und warteten mit großartigen Eindrücken und neuen kulturellen Erfahrungen auf.

Ein Beitrag von
Nona Brodersen
Fotos
Dung Thuy Nguyen

Julia De Haney studierte ein halbes Jahr in Manila, auf den Philippinen. Ihren Stundenplan organisierte sie so, dass viel Raum für’s Reisen blieb. Und reisen musste sie, denn gesetzliche Bestimmungen zwangen sie regelmäßig die Philippinen zu verlassen. So sah sie u.a. Hong Kong, Taiwan und Malaysia. Der Preis für einen Flug in ein Nachbarland lag in etwa auf dem Kosten-Niveau eines Stempels der Philippinischen Behörden zur Verlängerung des Aufenthalts ohne Ausreise aus dem Land.

Ein Semester auf den Philippinen ist nicht Teil des Erasmusprogramms. Julia De Haney finanzierte ihr Studium dort mit Ersparnissen und einem Stipendium des DAAD. Die Lebenshaltungskosten sind in Manila sehr moderat.

An der Uni in Manila entdeckte Julia so manche Ähnlichkeit zu unserem Hochschulleben: Die Studenten verbringen von Montag bis Samstag ihre Zeit mit lernen in und für die Universität. Von 8 bis 8.

So eifrig sind wir Studenten in Mittweida ja schon lange!

Philipp Klucznik war im schottischen Paisley. Erasmusprogramm.
Besondere Herausforderung in Schottland, das Schottland-Englisch.

„Ich musste sechs Dokumente einreichen. Eine DINA4-Seite Motivationsschreiben, einen Englischsprachnachweis, ein Empfehlungsscheiben vom Professor, einen Notenauszug, mein Abizeugnis und ein Immatrikulationsschreiben“. Überhaupt kein Problem und in etwa deckungsgleich mit einer Bewerbung an der Mittweida University of Applied Science.

Die Beraterin für Auslandsaufenthalte und für internationale Austauschstudierende der Hochschule Mittweida, Marion Dienerowitz berät jeden Interessierten individuell zum Thema Finanzierung oder auch zu Besonderheiten der Länder und der jeweiligen Hochschulen. Marion Dienerowitz: „Wir verfügen über einen Pool an 100 Partneruniversitäten weltweit“.

Und sonst so?

Den Blätterteig in Quadrate schneiden, einen Klecks Pflaumenmus in die Mitte und zusammenklappen. „Das Ganze heißt dann „Joululuru, glaube ich“. Während Michèle Tille ihr Auslandssemester in der finnischen Großstadt Tampere Revue passieren ließ, versuchte sie Moderator Marco Gilly von ihren erworbenen Backkünsten und der finnischen Artikulation zu überzeugen.

Die Rede ist von „Joulutortut“ (auf deutsch: Julkuchen) ein finnisches Blätterteiggebäck, das vor allem in der Weihnachtszeit gebacken wird. Leo Jaakkonen aus Finnland sprang ein. Er studierte ein Semester lang an unserer Hochschule und stand ebenfalls auf der Bühne, um über seine Erfahrungen hier in Deutschland zu erzählen.
Weihnachtsmärkte, Glühwein, Bratwurst. 🙂

Am Anfang ihrer Reise musste sich Michèle an das Leben in Finnland gewöhnen. Besonders an die klimatischen Bedingungen und dem Verhältnis von Tageslicht zu Dunkelheit. Durch letztere etwas betrübt, konnte sie jedoch zum Energie tanken jederzeit in der Sauna entspannen und sich mit den sonst eher schweigsamen Finnen angeregt unterhalten. „Die Finnen sind meistens ruhig, außer in der Sauna, da packen die aus“.

Diesen Anschein machte Leo Jaakkonen, Erasmusstudent aus Finnland nicht.
Der Skandinavier schwärmte über das vielseitige Medienmanagement-Semester und die Studenten, denen er in Mittweida begegnet ist. 

Das Cosmo X Team 2016/17: (1. Reihe von links) Theresa Zander, Julia de Haney, Moritz Helas, Maximilian Fürstenberg; (2. Reihe von links) Philipp Klucznik, Paul Knapp, Miriam Stoll, Laura Wirth, Olga Markhanos, Dung Thuy Nguyen, Patricia Peters; (Reihe hinten von links) Thomas Kratzer, Fabian Windrich, Christoph Merten, Christioh Schmidt,, Lukas Dorn, Michèle Tille, Anika Daske.