Couchkritik im Oktober

von | 26. Oktober 2018

Neue und alte Serienhelden ziehen uns zur Halloweenzeit auf die Couch. Fotos: Netflix | Fox, Montage: Lena von Heydebreck

Die Blätter an den Bäumen werden immer weniger, doch nicht unsere Auswahl an Serien, die du dir als nächstes gemütlich von der Couch aus anschauen kannst. Vor allem für die bevorstehende Halloween-Zeit haben wir einige Serientipps für euch. Achtung, es könnte furchteinflößend gut werden!

The Walking Dead – Staffel 9 – seit 9. Oktober auf Sky/Fox

Das Warten hat für viele Fans der Serie endlich ein Ende. The Walking Dead startet in die neunte Staffel. Es erwarten euch wieder 16 Folgen voller Spannung und einer Menge Untoter. Auch die Erfolgsserie folgt dem aktuellen Trend und teilt ihre Staffel in zwei Teile. Bis zum zweiten Teil der Staffel müssen sich Fans also noch ein wenig gedulden – genauer gesagt bis Februar 2019. Schon der Trailer verspricht uns Spannung, denn Rick baut über 18 Monate hinweg ein stabiles Netzwerk aus kooperierenden Gemeinden auf. Doch gerade da sind Konflikte nicht auszuschließen. Ein Beweis, dass den Serienmachern langsam der Stoff ausgeht, wird voraussichtlich die krampfhaft inszenierte Rückkehr eines altbekannten Serienhelden. Neben den bekannten Abläufen verbirgt sich jedoch hinter der Staffel eine abwechslungsreich geschriebene Geschichte. Ob die neue Staffel die vorhersehbaren Zombie-Angriffe der bisherigen Staffeln so fortführt, bleibt abzuwarten. Nach so vielen Folgen wirkt das ganze Gemetzel leider etwas langweilig und stumpf. Dennoch löst der Trailer eine Gänsehaut und Vorfreude auf die neuen Folgen aus.

Élite – Staffel 1 – seit 5. Oktober auf Netflix

Nach Velvet (siehe Couchkritik August) hat es Netflix erneut mit einer spanischen Produktion unter unsere Lieblingsserien geschafft. Die Geschichte von Élite spielt sich, wie der Name schon vermuten lässt, auf einer Privatschule in Spanien ab. Nur Jugendliche der reichsten Familien bekommen einen Platz auf der gefragtesten Schule des Landes. Als durch ein Erdbeben eine staatliche Schule zerstört wird, betreten nun auch drei Jugendliche der Arbeiterklasse die heiligen Hallen und bringen direkt eine Veranschaulichung der verschiedenen sozialen Schichten ins Zentrum der Serie. Nun sind die Klassenunterschiede an der Art des Umgangs miteinander sowie am Verhalten eines jeden Schülers deutlich zu erkennen. Damit findet die Dramaturgie jedoch noch kein Ende. Gleich zu Beginn der Staffel ereignet sich ein grauenvoller Mord und die drei Neuen werden in die unangenehmen Angelegenheiten involviert. Egal ob schuldig oder nicht, das Leben dieser Schüler scheint auf dem Spiel zu stehen. Wenn wir denken es kann nicht noch schlimmer werden, verstricken sich die Verdächtigen in ihren eigenen Lügen. In Élite steht Mord und Totschlag auf dem Stundenplan. Alle sind verdächtig. Trotz der großen Diskrepanz zum Alltag vieler Zuschauer, schaffen es die Protagonisten mit ihrer Art zu fesseln und mitzureißen. Der Sprung zwischen Mordfall und dem normalen Schulleben ist sehr gut gelungen und gibt der Serie durch facettenreiche Charaktere und Wendungen eine gewisse Einzigartigkeit. Zudem gibt es in der Serie eine Art „Montague-Capulet“-Dynamik, wie es bei Romeo und Julia der Fall war. Verbotene Freund- und Liebschaften gefährden die sonst so etablierte Struktur des Internats und der Gesellschaft.

Riverdale – Staffel 3 – seit 11. Oktober auf Netflix

Die Geschichte Riverdales beginnt mit dem grausamen Mord an dem Schüler Jason Blossom. Seitdem häufen sich die Verbrechen in der Stadt und keinem kann mehr getraut werden. Morde, Drogendeals und Intrigen stehen auf der Tagesordnung und begleiten Archie, Betty, Jughead und Veronica auf ihrem Lebensweg.

Riverdale kehrt mit seiner dritten Staffel zurück. Zum Schluss der zweiten Staffel dachten viele Zuschauer, das Einzige, was folgt, ist ein Happy End, aber falsch gedacht. Nach dem Cliffhanger am Ende der zweiten Staffel war das Warten auf die Fortsetzung umso schwerer. Doch nun geht es endlich weiter – spannend wie bisher, aber mystischer als gewohnt. Ein neuer Bösewicht namens Edgar Evernever taucht auf und zieht mit seinem Kult viele Bewohner in einen Bann. Zudem kündigt der Trailer eine Epidemie an – Genaueres wird aber noch nicht verraten. Riverdale ist für viele Zuschauer nicht so vorhersehbar wie viele andere Serien auf dem Markt. Durch die spezielle Farbgebung jeder Folge mit vorzugsweise rötlichem und bläulichem Licht zieht uns jede Folge in den Bann und wir tauchen in eine andere Welt ein. Jedes High-School-Klischee wird bedient, jedoch mit einem dunklen Filter überlegt und genau das lässt uns einen Schauer über den Rücken laufen.

Chilling Adventures of Sabrina – Staffel 1 – seit 26. Oktober auf Netflix

Der Hauptcharakter dieser neuen Serie ist die Halbhexe Sabrina Spellman. Sie wohnt mit ihren beiden Tanten Hilda und Zelda, sowie ihrem sprechenden Kater Salem in einer Kleinstadt namens Greendale. Wer jetzt versehentlich Riverdale gelesen hat, liegt auch gar nicht so falsch. Denn das Örtchen Greendale liegt direkt neben Riverdale.  Riverdale und Chilling Adventures of Sabrina wurden vom selben Produzent, Roberto-Aguirre Sacasa, ins Leben gerufen. In Zukunft ist ein Crossover der beiden Serien also nicht auszuschließen. Ihr ganzes Leben lang fiebert Sabrina schon auf ihren 16. Geburtstag hin. Doch an diesem besonderen Tag muss sie sich zwischen ihrer Hexen-Familie und ihren menschlichen Freunden entscheiden. Sie wählt den steinigen Mittelweg und geht neben ihrer Hexenausbildung ganz normal zur Schule. Ob sie es schafft ihre Identität vor den anderen Schülern und ihren Freunden geheim zu halten, erfahren wir erst zum Start der Serie. Schon im Trailer kristallisiert sich heraus, der Erzählstil ist noch düsterer als der von Riverdale.  Außerdem finden sich hier eine große Anzahl an Horrorelementen, welche pünktlich kurz vor Halloween zu einem schaurigen Serienabend mit Freunden auf der Couch einladen.

Text: Laura Fischer, Fotos: Netflix | Fox, Montage: Lena von Heydebreck