Eine Frau für die Lasertechnik

Isabel Berthold arbeitet für das Laserinstitut der Hochschule Mittweida.

Isabel Berthold arbeitet für das Laserinstitut der Hochschule Mittweida an Forschungsaufgaben des Projekts „Spintronik“

Ein hoher Praxisanteil im Studium ist für den beruflichen Werdegang heutzutage unabdingbar. Die Hochschule Mittweida bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv praktisch im Lehrangebot einzubringen. Studenten  wie Isabel Berthold können z.B. im Laserinstitut der Bildungseinrichtung Praxiserfahrungen sammeln.

Als idealer Partner dient das Laserinstitut der Hochschule, wenn Studenten verschiedenster Fachrichtungen Fachkenntnisse einbringen möchten. Die Forschung zum Einsatz der Lasertechnik in der Materialbearbeitung hat dabei eine fast 40-jährige Tradition. Der Schwerpunkt liegt auf anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung. Das hat zunächst aber nicht unbedingt einen wirtschaftlichen Vorteil, sondern viel mehr einen bildenden. Studenten der technischen Physik beispielsweise, können sich so praktisch ausprobieren.

Schon immer sollte es technisch werden

Für Isabel Berthold, Projekt-Ingenieurin am Laserinstitut, war schon lange klar, dass für sie nur eine technische Tätigkeit in Frage kommt: „Ich hatte mich nach dem Abitur auch vorrangig auf duale Studiengänge beworben.“ So ist sie auch auf das Laserinstitut in Mittweida aufmerksam geworden. Das „Rund-Um-Packet“ gefiel ihr, denn ein praxisbezogenes Arbeiten war ihr von Beginn an sehr wichtig.

Beeinflusst, so sagt sie selbst, wurde sie sicher von ihrer Mutter, denn auch sie übt als Frau einen technischen Beruf aus. Die Aufgaben im Laserinstitut beschreibt sie als sehr vielseitig: „Vom Prinzip ist es immer eine Forschungsaufgabe, in der ich Untersuchungen mache und diese dann auswerten muss, aber da gehört natürlich rundum noch viel mehr dazu, wie Anlagenaufbau und Problemlösungen zu finden.“ Derzeit ist sie als Projekt- Ingenieurin in Teilzeit angestellt.

Praktische Ausbildung wird gefördert

Bereits seit ihrem dritten Bachelorsemester ist sie im Institut tätig. Am Anfang arbeitete sie noch als studentische Hilfskraft, später schrieb sie ihre Bachelorarbeit über ein Thema der Einrichtung und auch jetzt, während ihres Masterstudiums, ist sie ein Teil des Teams.

Dabei geht es in der Arbeit der Angestellten, um die Prozessentwicklung von Laserbearbeitungsaufgaben. Isabel beschäftigt sich unterdessen mit Mikrobearbeitungsaufgaben. Ihr Spezialgebiet ist das Forschungsprojekt „Spintronik“.

Das besondere am Laserinstitut in Mittweida ist für sie, dass Arbeit und Studium sehr gut mit einander verkoppelt sind. „Es gibt sehr viele Praktika, die zum Beispiel für Lasertechnik oder Photonik angeboten werden. Dadurch ist natürlich die Ausbildung im Studium sehr gut. Auch für Bachelor und Masterarbeiten stehen immer Themen zur Verfügung, die durch Studenten bearbeitet werden können“, berichtet sie. Über das große Angebot verschiedenster Praktikastellen können sich Interessierte auf der Website des Laserinstituts informieren. Eine gute Hilfe sind außerdem die Angestellten des Dekanat der Fakultät Mathematik/ Naturwissenschaften/ Informatik (MNI)

Früher dachte sie über ein Medizinstudium nach. „Ich hatte früher mal einen ganz frommen Wunsch. Ich wollte Medizin studieren. Ich habe dann aber bei einem Praktikum im Krankenhaus sehr schnell festgestellt, dass das nichts für mich ist“, erzählt sie. Heute sieht sie sich eher als den Forschungstypen. Am Rechner zu sitzen und Ergebnisse auszuwerten und zu sehen, das ergibt alles einen Sinn, bringt für Isabel den meisten Spaß.

Text: Kevin Funk. Bild: Jonas Haase, Bearbeitung: Jonas Haase.