Die „LG LSM-100“ ist für professionelle Nutzer ungeeignet.

Die „LG LSM-100“ ist für professionelle Nutzer ungeeignet.

„LG“ brachte im November 2011 den Maus-Scanner „LSM 100“ auf den Markt. Vorteil: Bilder können unterwegs gescannt und abgespeichert werden. Darunter leidet allerdings die Qualität.

Seit Ende November 2011 bietet „LG“ mit der „LSM-100“ für 89 Euro eine Maus, die der Nutzer gleichzeitig als Scanner verwenden kann. „Der Maus-Scanner nimmt im Gegensatz zum Brettscanner kaum Platz weg. Wird die Scanfunktion gerade nicht benötigt, kann die ‚LSM-100‘ als normale Computer Maus genutzt werden“, erklärt Michael Wilmes, PR-Manager von „LG“. Die Technik wurde von der „Dacuda AG entwickelt“, bislang ist „LG“ der einzige Vermarkter.

Ruhige Hand ist Pflicht

Wie das Gerät funktioniert, lässt sich schnell erklären: „Im ‚LG‘ Maus-Scanner ‚LSM-100‘ sind eine Kamera, ein Spiegel und fünf LEDs verbaut, die das Innenleben bilden“, so Wilmes. „Durch die LEDs erhält die Kamera genügend Licht, um die im Spiegel erscheinenden Bilder aufzunehmen.“ Der Scanvorgang beginnt mit dem Ansetzen der Maus auf dem Dokument. Durch Drücken der Scan-Taste auf der Maus wird der Vorgang gestartet. Das Gerät sollte nun langsam und gleichmäßig über das Dokument geschoben werden. Beendet wird der Scanvorgang, indem die Scan-Taste nochmals gedrückt wird.

Eine ruhige Hand ist dabei immens wichtig. „Der Maus-Scanner sollte gleichmäßig über das Bild gezogen werden, sodass der Scanbereich immer grün umrandet ist“, betont Michaels Wilms von „LG“. „Vergessene Stellen können einfach noch einmal gescannt und ergänzt werden.“ Wird die Maus jedoch kurz angehoben, ist der Scanvorgang abgebrochen und muss nochmal neu gestartet werden. Daher sollte die Fläche, auf der gescannt wird, möglichst gegenstandsfrei sein. „Eine glatte und freie Unterlage sollte schon gegeben sein“, erklärt Jan Johannsen, Redakteur und Tester von „netzwelt.de“.

Keine Alternative für den professionellen Gebrauch

Für professionelle Nutzer ist die Maus von „LG“ keine Alternative. „Kostenmäßig kann der Maus-Scanner einfach nicht mit einem hochwertigen Scanner konkurrieren“, sagt Jan Johannsen. Entwickelt wurde der Maus-Scanner für Nutzer, die ihre Bilddateien möglichst rasch verwenden möchten. „Die Maus ist für jeden, der schnell mal was scannen will, egal ob unterwegs oder zu Hause“, meint  Wilmes.

Die Mobilität des Geräts wirkt sich allerdings negativ auf die Qualität der gescannten Bilder aus. Die Ergebnisse sind nicht mit denen eines normalen Flachbrettscanners zu vergleichen. „Die Auflösung der ‚LSM 100‘ ist niedriger, da das Endergebnis nur aus vielen Bildern zusammengesetzt wird“, erklärt Tester Johannsen. Eine höhere Auflösung würde den Preis des Geräts extrem steigern.

Text: Steve Martin, Bild: flickr.com, Fotograf: LGEPR, Bearbeitung: Florian Pfennig