re:publica +++ KIKA-Korruptionsskandal: Fall abgeschlossen +++ Apple vs. Spotify

Leinen los für die re:publica

Diese Woche war es wieder soweit – die diesjährige „re:publica“ ging vom 5. bis 7. Mai über die Bühne.
Drei Tage lang trafen sich Vertreter der Netzwelt zur mittlerweile neunten Internetkonferenz in Berlin.

Die re:publica ist eine der wichtigsten europäischen Veranstaltungen, wenn es um die digitale Gesellschaft geht. Sie beschreibt sich selbst als „Europe’s most inspiring conference on internet and society“, wie man auf der offiziellen Internetseite nachlesen kann.

„Finding Europe“ stellte dabei das diesjährige Leitmotto der Veranstaltung dar:

„Auf der re:publica 2015 möchten wir den digitalen Kulturraum Europa und seine netzpolitischen Besonderheiten beleuchten und sind uns sicher: Ein Update zur Betrachtung des ‚alten Kontinents’ lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Nicht trotz, sondern gerade wegen seiner Diversität.“

Angefangen als kleines Bloggertreffen im Jahr 2007, hat sich die Veranstaltung jedes Jahr weiterentwickelt. Inzwischen kommen jährlich mehrere Hundert Sprecher aus mehr als 45 Ländern zusammen. Die Themen sind breit gefächert: Zwar steht die Netzpolitik im Vordergrund, jedoch sind auch Veranstaltungen beispielsweise aus den Bereichen Musik oder Bildung zu finden.

Die Formate „Talk“, „Discussion“, „Workshop“ und „Action“ sorgten für Interaktion und Kommunikation zwischen Rednern und Besuchern.
Zu den Vortragenden zählen unter anderem Blogger, YouTube-Stars, Politiker und Fachleute aus der Digitalbranche. Auf der Internetseite heißt es dazu:

„Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr.“

 

Passend zum großen Thema der digitalen Gesellschaft, durfte die Republica auf den sozialen Netzwerken natürlich nicht fehlen.

Unter den Hashtags „#rp15“ und „#republica“ wurde eifrig getwittert:

 

Auch unsere Redakteure Louisa, Christine und Johannes haben die re:publica besucht:

Wer noch nicht die Gelegenheit hatte, die re:publica zu besuchen, kann sich mit dem Aftermovie vom vergangenen Jahr einen ersten Eindruck verschaffen.

 

Der KIKA-Skandal ist Geschichte

Nach vier Jahren kann der MDR endlich mit dem KIKA-Korruptionsfall abschließen – allerdings nicht ohne Einbußen:  Die Veruntreuung kostete den Sender knapp 10 Millionen Euro, wie dwdl.de berichtet.

Seinen Anfang genommen hat diese im Jahr 2002:
Laut focus.de hatte der damalige Herstellungsleiter Gelder des öffentlich-rechtlichen Senders unterschlagen, um damit seine Spielsucht zu finanzieren. Ermittlungen zufolge erfolgte dies jahrelang unbemerkt über Scheinrechnungen.

Inzwischen wurde gegen 20 Personen ermittelt, einige wurden bereits schuldig gesprochen und bestraft.

Zum Abschluss des Verfahrens sagte Gabriele Schade, MDR-Rundfunkratsvorsitzende:

“Der Kinderkanal ist mit seinen Angeboten für Kinder und junge Familien eine Erfolgsgeschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Vorgänge wie damals beim Kinderkanal dürfen sich nicht wiederholen. Die Grundlagen dafür sind geschaffen. Ihre Befolgung werden wir weiterhin regelmäßig überprüfen. Im Zusammenwirken zwischen ARD und externen Produzenten wurden im Übrigen Leitlinien vereinbart, in denen sich beide Seiten verpflichten, durch geeignete Maßnahmen Korruptionsgefahren vorzubeugen.”

Auch auf Twitter sorgte der Skandal für Gesprächsstoff:

 Apple geht gegen Spotify vor

Mehr als 60 Millionen aktive Nutzer, kostenfreier werbefinanzierter Musikgenuss – Spotify ist der derzeit beliebteste Streamingdienst für Musik. Der Konkurrenz ist er daher ein Dorn im Auge – unter anderem Apple.

Erst im vergangenen Jahr kaufte der Konzern die Firma „Beats Audio“ den Musikproduzenten Dr. Dre und Jimmy Lovine ab. Drei Milliarden US-Dollar sollen dafür gezahlt worden sein, wie „netzwelt“ berichtet.

Das Ziel: Der Relaunch des Streamingsdienstes „Beats Music“ soll Spotify toppen.
Um noch bessere Chancen auf dem hart umkämpften Markt zu haben, übt Apple nun Druck auf die Plattenfirmen aus. Auch soll der Konzern Geld geboten haben, damit diese ihre Songs aus „Spotify Free“ entfernen.

Damit steht Apple derzeit in massiver Kritik, was sich auch auf den sozialen Netzwerken zeigt:

Mittlerweile wurden Ermittlungen vom US-Justizministerium eingeleitet.

Text: Lisa Scharfenberger. Bilder: Ⓒ Louisa Bandura, Christine Wolf. Bearbeitung: Christine Wolf.