Little Britain

Britischer Humor

von | 29. Juli 2018

Fancy a cuppa? – Ein Tässchen Tee darf bei den Briten natürlich nicht fehlen! Foto: Lena von Heydebreck

Little Britain erzählt in kleinen Sketchen über Stereotypen in Großbritannien. Sie treten in verschiedenen Situationen auf. Der Handlungsstrang endet jedoch in jeder Folge mit derselben Auflösung. Unter den Figuren befinden sich:

Andy Pipkin,

der seinen Kumpel Lou vorgaukelt im Rollstuhl zu sitzen, um sich von ihm versorgen zu lassen.

Duffyd Thomas,

der glaubt, der „einzige Schwule im Dorf“ zu sein, obwohl seine Annahme in jedem Sketch widerlegt wird. Er lässt sich jedoch nur ungern davon überzeugen.

Sebastian,

ein homosexueller Sekretär des Premierministers, der seit Anbeginn ein Auge auf seinen Vorgesetzten geworfen hat und es ihm mal mehr und mal weniger aufdringlich beizubringen versucht.

Emily Howard,

gebürtig Edward Howard, welcher gern öffentlich, aber unglaubwürdig seine Travestie auslebt, sodass er jeden seiner Mitmenschen daran erinnern muss, dass er eine Lady sei, die Ladysachen macht.

Vicky Pollard,

ein übergewichtiger Problem-Teenie, die stets Streit sucht und kein Blatt vor den Mund nimmt.

Anne,

eine Patientin in der Psychiatrie, die oft den Anschein hat, als hätte sie doch keine psychische Erkrankung.

Hinter diesen und weiteren chaotischen Figuren verbergen sich zwei Männer: Matt Lucas und David Walliams. Sie arbeiteten das Konzept zu Little Britain aus und verkörperten vor der Kamera ihr Talent in seriösen und weniger seriösen Charakteren. In der deutschen Synchronfassung leihen Comedian Oliver Welke (bekannt aus Die Heute-Show) und Oliver Kalkofe (Fernsehsatiriker) den britischen Figuren ihre Stimmen.

Doch Little Britain spielt nicht nur in Großbritannien: Lucas und Walliams bringen in Parallelformaten ihre alten und neuen Figuren über die Ländergrenzen hinaus (Little Britain Abroad) und machen sogar in den Vereinigten Staaten halt (Little Britain USA).

Stereotypen, stechende Dialoge, Running Gags sowie Gastauftritte von Weltstars wie Elton John, Sting oder George Michael machen aus der Serie einen Kultfaktor und stellen die Insel in einem anderen Licht dar – eben ein Format mit dem so typischen britischen Humor.

Text: Tino Hausner, Foto: Lena von Heydebreck