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Kategorie: Internationale Woche

„Die Technik verändert das Spiel“

Überall klagen Radiomacher über sinkende Hörerzahlen – auch in den USA. Um wieder mehr Hörer zu gewinnen, setzen die amerikanischen Radiomacher jetzt auf eine möglichst große Vielfalt und Spezialisierung der Radiosender. Die Programmverteilung über Satellit soll die nötige Reichweite bringen. Philip Westcott ist im Stress. Er ist Programmdirektor des Campusradios der Binghamton University – „WHRW“ – und als solcher muss er das Tagesgeschäft betreuen, DJs daran erinnern, dass sie gleich „On Air“ sind, Ersatz für kranke DJs finden und viel Papier abheften. Lohnt sich dieser Aufwand denn überhaupt noch, wenn praktisch niemand mehr zuhört und was kann gemacht werden, damit wieder mehr Radio gehört wird? UKW-Sender müssen auf Satellit umsteigen Insgesamt verlieren die amerikanischen Radiostationen jedoch immer mehr Hörer und damit Werbeeinnahmen. „UKW-Stationen, die schnell und effektiv den Einstieg in das Satellitenradio meistern, werden erfolgreich sein. Die anderen werden Pleite gehen“, analysiert Westcott. Der Erfolg des Satellitenradios liegt an der hohen Reichweite und der Menge an gebotenen Programmen. Praktisch für jeden Musik-Geschmack gibt es einen eigenen Sender. Westcott hat mit seinem Radiosender eine Nische gefunden. „WHRW“ bietet live und rund um die Uhr Jockeys, die auf die Hörerwünsche eingehen. Seiner Meinung nach wird es Radio immer geben, nur nicht mehr als UKW, sondern als Satellitenradio oder Internetangebot. „Die Technik verändert das Spiel, aber so ist das Leben“, erklärt er. Nischenmarkt bietet Chancen Wie auch in Deutschland gibt es private und öffentlich-rechtliche Sender. Die privaten...

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Deutsche sind Social Media-Skeptiker

Nach ihrem Medienmanagementstudium in Mittweida sammelte Nadja Bauer ihre ersten Berufserfahrungen in den USA. Heute arbeitet die Social Media-Strategin wieder in Deutschland bei der Berliner Agentur „TLGG“. Mit medienMITTWEIDA hat Nadja über ihren beruflichen Einstieg in Atlanta und über die deutschen Social Media-Gewohnheiten gesprochen. Der Berufsalltag von Nadja Bauer ist voller Tweets, Posts und Blogs. Als Strategin bei der Social Media-Agentur „Torben, Lucie und die gelbe Gefahr“ lässt sie seit Ende 2010 Marken im Internet erfolgreich mit ihren Zielgruppen sprechen. Gelernt hat das die ehemalige Medienstudentin an der Hochschule Mittweida – und bei der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in den Vereinigten Staaten. Bevor Berlin und „TLGG“ zu deinem zu Hause wurden, hast du ein Jahr lang in die amerikanische Berufswelt schnuppern können. Was hat dich nach deinem Studium damals in die USA verschlagen? Reine Neugier! Ich wollte unbedingt noch mal etwas anderes sehen, eine andere Kultur kennenlernen, in einer anderen Kultur leben und arbeiten. Was das Land anging, hatte ich zwar keinen expliziten Wunsch, aber es sollte schon das englischsprachige Ausland sein. Außerdem hatte ich nicht vor, ein Erasmus-Programm zu machen, weil ich mit einem Job richtig in die Arbeitswelt eintauchen wollte. Dann habe ich ein Teilstipendium für die USA erhalten und mich nach Jobs umgeschaut. Und zwar vor allem im Bereich Kommunikation, PR und Kultur. Es ist nämlich immer ein bisschen schwierig in amerikanische Unternehmen hereinzukommen, gerade wenn man noch studiert...

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