Am gestrigen Abend fand im Herbert E. Graus Studio des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit erstmals eine Zaubershow für einen guten Zweck statt. Das Besondere dabei war, dass während des kostenlosen Events, Spenden für die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Mittweida gesammelt wurden. medienMITTWEIDA hat für euch die Hintergründe beleuchtet und die Show zusammengefasst.

Zu Beginn stellt sich die Frage: Wer genau ist „erfrischend anderes“? Das neue Zauberduo besteht einerseits aus Alexander Betz. Der 22-jährige Medienstudent der Hochschule Mittweida dürfte zumindest Mittweidaer Studenten bereits bekannt sein. Als Ben David erobert er seit einiger Zeit die Bühnen in der näheren, aber auch weiteren Umgebung. Nun kommt noch sein Freund Claudio Gnann (24, hauptberuflicher Zauberkünstler) hinzu. Gemeinsam wollen sie das Business der Zauberkunst aufrollen und „die Menschen mit der professionellen, modernen Magie unterhalten und knackig entertainen.“ Dabei sollen „die Zuschauer für eine kurze Zeit aus dem grauen Alltag gerissen und mit visuellen Tricks erfrischend unterhalten werden“, so die beiden.
Angefangen hat alles ganz klein. Seit einem Kartentrick, den Claudio auf YouTube gesehen hat, war er von der Zauberei fasziniert und sein Berufswunsch stand fest. Bei Alexander war es dagegen eine große Zaubershow, die ihn nicht mehr losgelassen hat.

 

Engagement für die Flüchtlingshilfe

Nach einiger Zeit der erfolgreichen Arbeit wollten die beiden Zauberkünstler nun einen Schritt weitergehen und auch etwas Gutes tun:

„Wir wollen mit der Zauberkunst viele Menschen erreichen und ihnen etwas zurückgeben. Außerdem möchten wir uns engagieren und in der aktuellen Flüchtlingssituation unseren Beitrag leisten und diese Menschen unterstützen.“

Ein nachvollziehbarer Hintergrund in der Zeit der Flüchtlingskrise in Europa. Zuletzt kam es vor über 20 Jahren während des Serbien-Bosnien-Konfliktes zu einem so dramatischen Anstieg der Asylsuchenden in den europäischen Ländern. Der starke Zustrom hat auch in Deutschland zu Problemen geführt. Rund 31% der Flüchtlinge wollten im ersten Halbjahr 2015 in die Bundesrepublik, im Vergleich zu den anderen Mitgliedsstaaten der OECD.

Seit dem 28. August diesen Jahres leistet die Hochschule Mittweida ihren Beitrag zur Flüchtlingshilfe. Dabei wurde die Lothar-Otto-Sporthalle an der Feldstraße in Mittweida mit einer Kapazität von 180 Menschen als Erstaufnahmeeinrichtung bereitgestellt und umfunktioniert. Unterstützt wird sie dabei vom Deutschen Roten Kreuz, dem Studentenrat und vielen freiwilligen Helfern. Laut dem Pressesprecher der Landesdirektion Sachsen, Dr. Holm Felber, sind aktuell 108 Asylsuchende in der Notunterkunft untergebracht (Stand 1. Dezember 2015). Diese Flüchtlinge benötigen weiterhin jede erdenkliche Hilfe.

 

Karitative Magie vor vollem Haus

Zahlreiche Gäste waren gestern gekommen, um sich die Veranstaltung der beiden Künstler anzuschauen. Dabei bekamen sie eine abwechslungsreiche Show geboten. Von einfachen und trotzdem nicht durchschaubaren Kartentricks bis hin zu komplett verblüffenden Zaubereien war alles dabei.

Doch nicht nur die Magier waren gefordert, sondern auch das Publikum. Diese wurden nicht nur rege mit eingebunden, sondern konnten besonders mit einer Spende einen Beitrag zur Flüchtlingshilfe leisten. Am Ende des Abends ist eine stattliche Summe von 600 € für die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Mittweida zusammengekommen.

Text: Tina Georgi, Beitragsbild und Bearbeitung: Markus Walter.