„The Mind of a Machine“ – Ein Einblick in die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz

Früher kannte man künstliche Intelligenz nur aus Science-Fiction Filmen oder Zukunftsutopien mit teils düsterem Einschlag. Man stellte sich darunter meist autonom handelnde Computer vor, die sich in ihrem Denken von der Menschheit abheben, sich in manch einem Film gar gegen diese Stellen oder die Menschheit dominieren und sogar unterdrücken wie in der „Matrix-Reihe“ oder „Terminator“.

 

„Menschenähnliche Roboter auf Beinen“ haben allerdings nicht unbedingt etwas mit der künstlichen Intelligenz an sich zu tun, denn hierbei geht es viel mehr um Lern-und Denkprozesse.
So können Systeme künstlicher Intelligenz mit neuen Daten und gemachten Fehlern immer mehr verbessern bzw. dazulernen und sind hier dem menschlichen Gehirn mit neuronalen Verknüpfungen nachempfunden.

 

Schon längst hat künstliche Intelligenz Einzug in unseren Alltag gefunden und unterstützt uns teils unbemerkt im Alltag. Gesichtserkennungssoftware in der Handy-App oder immer beliebter werdende Sprachassistenten wie Siri oder Alexa sind da erst der Anfang. Das selbstfahrende Auto, intelligente Verkehrsleit- und Parksysteme oder Chatbots für Services im Netz…der Nutzen von KI ist längst erkannt und die Entwicklung in der Wirtschaft branchenunabhängig in vollem Gange.

 

Die ursprünglich dänische „A.I.gency“ Blackwood Seven ist seit einigen Jahren auf dem deutschen Markt ein stark wachsender Mediadienstleister. Bernd Vehlow konnte beim Medienforum Mittweida 2017 im zugehörigen Panel als Leiter des Bereichs Business Insights exklusive Einblicke in die Entwicklungen KI-basierter Mediaplanungs- und Marketingplattformen geben, welche durch kundenbezogene Big Data (komplexe Datenmengen) deutliche Kampagnenverbesserungen erzielen können.

 

 

 

Hier nochmal die Keynote für euch:

Wie diese Verbesserungen zu Stande kommen, was auf diesem Weg besonders wichtig ist und für tiefere Einblicke über den Vortrag hinaus haben wir Bernd Vehlow einmal selbst gefragt…

 

Blackwood Seven mit zugehörigen Unternehmensprozessen:

„Wichtig ist, dass Blackwood Seven Online wie auch Offline berücksichtigt. Auch für Offline-Medien wie Zeitungen, Radio und vor allem TV kann mit Reichweiten- und Werbespendings-Daten der Effekt in unserem datengetriebenen Ansatz berücksichtigt werden. Viele ROI-Dienstleister tun dies lediglich für direkt messbare Online-Maßnahmen, vergessen dabei aber, dass klassische Offline-Medien meist immer noch 60-80% des Werbebudgets bekommen. Und dies natürlich direkte Wirkungen zeigt, aber auch Wechselwirkungen mit Online-Kanälen. Darüber hinaus baut Blackwood Seven keine einmaligen Modelings, sondern entwickelt für jeden Kunden eine dynamische Platform, die im Live-Betrieb 24/7 genutzt werden kann und mit jeder neuen Datenlieferung aktualisiert wird. Damit ist das von uns gebaute Model immer auf dem neuesten Stand und aktualisiert sich dank KI selbst. Der Mensch kontrolliert und reguliert nur, die Aktualisierung entsteht aber durch Machine Learning/KI. Anders wäre das gar nicht zu schaffen.“

Welche Trends und Zukunftsaussichten schreiben Sie der Thematik zu?

„Ich glaube tatsächlich, dass KI im Marketing wie in vielen anderen Bereichen helfen kann, komplexe Daten leichter zu analysieren oder Datenquellen überhaupt erst zugänglich zu machen, die bisher gar nicht im Detail oder in Verbindung miteinander analysiert werden konnten. KI sehe ich dabei nicht als „Supermaschine“, die die Weltherrschaft anstrebt. Vielmehr wird es einzelne Bereiche geben, die von KI profitieren werden Verkehrssteuerung (inkl. autonomen Fahren), Logistik, etc.“

Und welche Trends allgemein dem Bereich KI in Marketing?

„Ich glaube, dass im Marketing sich KI in viele Bereiche „einschleichen“ wird, von der Zielgruppenbildung im Targeting über Erfolgsanalysen von Media Spendings (wie Blackwood Seven es macht) bis zur optimierten Kampagnenaussteuerung. Darüber hinaus natürlich auch in anderen, verwandten Bereichen wie dem Kundenservice, den ich persönlich als Teil des Marketings sehe. Hier kann durch KI ein „persönliches“ Erlebnis mit Chat-Bots, individualisierten Angeboten, etc. deutlich besser werden.“

Inwieweit gedenken Sie als Unternehmen zu wachsen, auch im Bezug auf Mitbewerber?

„Blackwood Seven wurde 2013 gegründet und ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Neue Kunden von unserem Ansatz der Media-Planung zu überzeugen, ist auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Tagesgeschäfts. Das Thema AI und datengetriebene Optimierung ist für viele Unternehmen und Werbungstreibende weiterhin ein sehr neues Feld. Aber das Interesse wächst weiter und die Grundlagen in Form von Bewusstsein für die eigenen Daten werden in vielen Bereichen aktuell geschaffen. Wir wissen, dass unser Ansatz den Mittbewerbern weit voraus ist, stellen uns gerne dem Wettbewerb.“

 

Was würden Sie sich im Sinne des Unternehmens oder auch persönlich inhaltlich wünschen?

„Ich sehe zu viel Angst vor KI und Kontrollverlust. Aus meiner Sicht überwiegen die Chancen, Datenmengen zu analysieren und Insights nutzbar zu machen. Aus Unternehmenssicht finde ich (wie gesagt) die Themen Offline- und Online sowie dynamische Updates besonders wichtig.“

 

 

 

Herzlichen Dank an Bernd Vehlow für das Interview sowie Blackwood Seven und dem Medienforum Mittweida 2017 für diese besonderen Brancheneinblicke.

Beitrag von Lars Rösler und Nona Brodersen
Fotos vom Medienforum 2017