Erstmals in der Geschichte des Medienforums Mittweida wird das Event in diesem Jahr von zwei Frauen geplant und organisiert. Die beiden Medienmanagement-Studentinnen Franziska Willgart und Christina Walther übernehmen die Führung. Die Politik fordert Frauen in Spitzenpositionen – in Mittweida gibt es sie. „Vielleicht gibt es da auch einige skeptische Leute, die gewisse Zweifel haben. Aber die werden wir vom Gegenteil überzeugen“, sagt Christina Walther, die das Medienforum leiten wird, während Franziska Willgart die Mediennacht organisisert.

Ein großes Experiment

Doch nicht nur die weiblichen Führungskräfte sind neu. Es wird in diesem Jahr einige wesentliche Veränderungen zu den Vorjahren geben. Das Event wird 2011 nur an zwei Tagen stattfinden. Der Projektverantwortliche, Prof Dr. Ludwig Hilmer, ist sich aber sicher, dass das Event „auch in zwei Tagen die Medienbranche erreichen und Akzente setzen kann“. Als Termin wurde nun der 14. und 15. November bekannt gegeben. Wie Hilmer sagte, wurde dieses Datum aus verschiedenen Gründen festgelegt. Zum Einen sei es „direkt vor dem Buß- und Bettag logistisch besser zu organisieren“ und zum Anderen sei „die Harmonie mit den anderen Hochschulevents besser“. Des Weiteren ist so auch ein größerer zeitlicher Abstand zu den Medientagen München geschaffen, die in den letzten Jahren zeitgleich stattfanden. „Ich hoffe, dass wir nach zehn Jahren des Suchens nun den idealen Termin gefunden haben, der sich in den kommenden Jahren etabliert“, so Hilmer.

Das Projekt Medienforum wird in diesem Jahr zu einem Experiment. So wird in diesem Jahr erstmals ein Masterstudent das Projekt begleiten, der die Producer unterstützen soll. Dadurch erhofft sich das Team, die Kommunikation zwischen den Jahrgängen zu verbessern, die laut Hilmer bislang ausbaufähig war.

Frauenpower fürs Medienforum

Für die beiden Producer wird dieses Experiment eine große Herausforderung, dessen sind sie sich bewusst. Aber genau das ist auch ihr Ansporn. „Natürlich kommen bei einer solchen gewaltigen Aufgabe auch einmal Ängste auf, vor allem die Verantwortung wirkt zunächst bedrückend“, wie Franziska Willgart gesteht. Doch Christina Walther macht ihr Mut und ist sich sicher, dass sie zusammen mit ihrer Kollegin alle auftretenden Probleme meistern wird.

Ihr erster Arbeitsschritt wird nun die Zusammenstellung der Teams sein, ohne deren Hilfe das Medienforum und die Mediennacht unmöglich durchführbar wären. Gemeinsam müssen die beiden Studentinnen bis zum Ende des Sommersemesters das Hauptprogramm größtenteils ausgearbeitet haben, damit die Veranstaltung im November wieder ein großer Erfolg wird. „Fakt ist: Die Veranstaltung im letzten Jahr war ein großer Erfolg. Wir werden daran festhalten, dass das in diesem Jahr nicht anders ist“, sagte Christina Walther.