Pannenhelfer aus dem Internet

Das Portal „FiverDeal“ bietet verschiedenste Dienstleistungen schon ab 5 Euro an.

Das Portal „FiverDeal“ bietet verschiedenste Dienstleistungen schon ab 5 Euro an.

Wer sich die hohen Kosten für eine professionelle Reparatur sparen möchte, der findet möglicherweise eine gute Alternative auf „FiverDeal“. Hier kann jeder seine Fähigkeiten und Dienstleistungen anbieten. Dementsprechend ist die Auswahl auch sehr vielfältig.

Reparatur lohnt nicht. Aufgrund des Preisverfalls der Technik erübrigt es sich oft, mit defekten Geräten zum Händler zu gehen. Warum 50 Euro oder mehr in einen Kostenvoranschlag investieren, wenn die Instandsetzung des Gerätes den Wert ohnehin übersteigt? Gute Alternativen bietet „FiverDeal“.

Das deutsche Portal ging vor zwei Jahren online. Hier werden verschiedenste Dienstleistungen für wenig Geld zur Verfügung gestellt: Für fünf bis 100 Euro kann jeder seine Fähigkeiten anbieten. „Wir leben vom Erfindergeist der Nutzer“, beschreibt der Mitgründer des Portals Peter Baumann das Geschäftsmodell. Während die Jobbörse heute boomt, verlief der Anfang eher schleppend. „Es war nicht einfach, mit der neuen Idee auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen“, verrät er.

Portal offeriert auch unsinnige Angebote

Die Auswahl auf „FiverDeal“ ist überaus vielfältig. So finden sich durchaus nützliche Angebote für Fitnessberatungen oder Behebungen aller möglichen Probleme mit technischen Geräten. Es gibt allerdings auch überflüssige Anzeigen, die eher Spaß als Nutzen bringen: Die Zustellung einer Brise Landluft in einer Holzkiste, das Abschicken einer Flaschenpost in der Zschopau oder jemand, der sich für die nächste Party zum Affen macht – Alles ist möglich.

Grundvoraussetzung für einen Deal ist, dass sich Käufer und Verkäufer vorab registrieren. Wer beispielsweise ein Problem mit seinem Computer hat, sucht sich aus der Angebotsliste einen geeigneten Ansprechpartner heraus. In einer kurzen Mail wird dem Experten dann die Art des technischen Fehlers beschrieben.

Vor Täuschung und Betrug geschützt

Bevor die Arbeit beginnen kann, muss die Bezahlung des Deals an den Plattformbetreiber erfolgen. Über Ferndiagnose und genaue Anweisungen zur Reparatur versucht nun der Hobby-Tüftler, den Fehler zu beheben. Erst nachdem der Job erledigt wurde, zahlt der Betreiber schließlich den Lohn an den Helfer. „Wir schützen mit diesem Ablauf den Nutzer vor Täuschung und Betrug“, erläutert Peter Baumann. Gewinn für den Betreiber der Plattform sind 20 Prozent des jeweiligen Deals.

Neben der Beratung via Telefon und Internet bietet die Seite auch einen Lokalservice an, bei dem der Fachkundige nach Hause kommt. „Mit zunehmender Bekanntheit missbrauchen jedoch immer mehr User die Plattform“, klagt Baumann. Zum Beispiel erkaufen sich Nutzer positive Bewertungen für ihre Profile auf anderen Websites. Um solchen rechtswidrigen Geschäften entgegen zu wirken, arbeitet die Community mit einem Suchfilter. Dieser erkennt anhand von Schlagwörtern illegale Deals und meldet diese dem Betreiber. Die Überprüfung erfolgt vor Veröffentlichung der Angebote. So können Verstöße frühzeitig entdeckt, vom Administrator gelöscht und die User gesperrt werden.

Text: Richard Nagel. Bild: pixelio.de, Bearbeitung: Mingxi Li.

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