Schottland, Bali und die Türkei… etliche Kilometer sind diese Länder von der Hochschulstadt Mittweida entfernt, doch gestern Abend waren sie greifbar nah. Acht Studenten der Hochschule Mittweida haben zur „International Night“ am 22. Oktober 2015 einen tollen Einblick in ihre Erlebnisse und Eindrücke aus ihrem Auslandssemester gegeben. Für viele Interessierte war die Veranstaltung auch dieses Jahr wieder eine Plattform für Anregungen und Fragen.

Wenn man sich für ein Auslandssemester entscheidet, ist in jedem Fall eine ausführliche Vorbereitung und Planung nötig. Zunächst müssen grundsätzliche Fragen geklärt werden, wie: „Wo soll es hingehen?“, „Wie finanziere ich den Auslandsaufenthalt?“ oder „Für wie lange möchte ich ins Ausland?“ Gestern haben einige Studenten, die von Mittweida ins Ausland – oder vom Ausland nach Mittweida – gekommen sind, von ihren Erkenntnissen und Empfehlungen berichtet. Angefangen von sprachlichen Hindernissen und Barrieren bis hin zu Erfahrungen, die sie nicht mehr missen möchten.

Am Donnerstagabend, dem 22. Oktober 2015, startete die diesjährige „International Night“ im Fernsehstudio des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit. Mit einem rauschenden Applaus wurden die beiden diesjährigen Moderatoren Anna Lena Kirnberger und Christian Hoffmann von dem Publikum begrüßt. Sie führten die Zuschauer auf Deutsch und Englisch durch den Abend. Unter dem Hashtag #IN15 konnten die Zuschauer ihre Fragen und Eindrücke live twittern.

Zum ersten Mal wurde die „International Night“ von dem Team des crossmedialen Auslandsblogs COSMO X organisiert. Das ist ein Crossmediaprojekt von Medienmanagern des fünften Semesters. Ziel ist es, die Internationalität der Hochschule zu fördern. Die Durchführung erfolgte in Kooperation mit dem Medienforum Mittweida.

Herzlich Willkommen in Mittweida!

Zunächst waren die sogenannten „Incomings“ zu Gast – Studenten, die ein Auslandssemester in Mittweida absolviert haben. Sie berichteten von spannenden Erlebnissen in Deutschland und der Region Mittweida. So erzählte zum Beispiel Polina (23) aus Weißrussland, dass sie bei ihrer Ankunft erst ein bisschen schockiert war: „Als ich an einem Samstag ankam in Mittweida, war alles dunkel, kalt und alle Geschäfte waren geschlossen.“ Doch nachdem sie sich hier eingewöhnt hatte, stellte sie fest: „Mittweida lohnt sich!“

Als der Moderator Christian nach dem „typical German stuff“ fragte, bekam er unter anderem von Saki aus Bangladesch zu hören: „Germans drink a lot of beer.“ Außerdem wurden noch typisch deutsche Spezialitäten wie Currywurst und Bratwurst sowie die Tradition des deutschen Weihnachtsmarktes genannt. Eine lustige Anekdote von Ines aus Bordeaux: Sie fragte auf einer Party einen Typen nach einem Kaugummi, allerdings fiel ihr nur noch das Wort „Gummi“ ein und somit bekam sie ein Kondom in die Hand gedrückt.

„Ich bin dann mal weg!“

Anschließend kamen die „Outgoings“ in die Gesprächsrunde – das sind die Mittweidaer Studenten, die sich für ein Semester ins Ausland getraut haben. Einige von ihnen befinden sich derzeit noch dort und haben für die „International Night“ kurze Videos aus ihrem Alltag gedreht. Annekatrin, Torsten, Yasemin und Jennifer hingegen berichteten live vor Ort von Shoppingmarathons, neuen Kulturen und unbegrenzten Möglichkeiten.
Yasemin und Jennifer fassten ihren Aufenthalt so zusammen:

„In Schottland haben wir nicht das Sparen, sondern das Leben gelernt. Besonders ungewöhnlich war der Linksverkehr.“

Und Annekatrin plauderte über die hinduistische Kultur Balis:

„Ich wollte raus aus Europa und rein in etwas Exotisches. Es war wahnsinnig bunt und vielseitig.“

Last but not least – die Q & A’s

Zum Abschluss des Abends kamen noch drei Experten zu Wort, die rund um das Thema Auslandsaufenthalte informiert haben. Die Moderatoren baten zunächst Marion Dienerowitz vom akademischen Auslandsamt auf das Podium. Sie ist die erste Ansprechpartnerin, wenn es um die Planung eines Auslandssemesters geht und war von der euphorischen Atmosphäre sichtlich zu Tränen gerührt. Des Weiteren waren die Leiterin des Leonardo-Büros Sachsen, Katharina Gabel-Stransky, als Referentin eingeladen sowie Matthias Wiesner vom Cosmopolitan Club. Für alle mit Fernweh war es ein sehr aufschlussreicher Abend, mit vielen lustigen Geschichten, coolen Fotos und tollen Eindrücken. Wer jetzt Mut bekommen hat, den Schritt in ein fremdes Land zu wagen, kann sich gerne an unser Auslandsamt wenden. Getreu dem Motto von COSMO X: „Starte deine Mission und sammle Erfahrungen für dein ganzes Leben!“

Text: Fabian Opitz & Anja Posselt. Bilder & Bearbeitung: Mandy Lewna.