Via Google und Facebook Vermisste in Nepal finden +++ AGF misst Reichweiten von YouTube +++ Schlauchbootlippen bei der #KylieJennerChallenge

Nepal: Spurensuche mit den Datenriesen

Nach dem Erdbeben am Samstag in Nepal sind viele Menschen besorgt.

Sind Freunde von mir im betroffenen Gebiet und wie geht es ihnen? – diese Frage können zwei der bekanntesten Datenkraken im Internet jetzt beantworten.

Facebook nennt diesen Dienst „Safety Check. Dieser lokalisiert den User anhand von den GPS-Daten, welche bei seinem letzten Post an das soziale Netzwerk übertragen wurden. So wird überprüft, ob der Facebookfreund sich in der Nähe des Erdbeben-Gebietes befand. Stellt nun Facebook fest, dass man sich dort aufhält, bekommt der Gesuchte eine Benachrichtigung mit der Frage, ob man in Sicherheit ist.

Doch die Idee ist nicht neu: Schon 2011 hatte Facebook nach dem Erdbeben in Japan und der Fukushima-Katastrophe eine ähnliche Funktion eingeführt.

Mark Zuckerberg veröffentlichte kurz nach dem Erdbeben auf seinem Facebook-Profil einen Post, indem er mitteilte, dass die Freischaltung des Safety Check erfolgt sei:

„This morning we activated Safety Check for people affected by the earthquake in Nepal. It’s a simple way to let family and friends know you’re okay.”

 

“Wir haben heute Morgen für Betroffene des Erdbebens in Nepal den Safety Check aktiviert. So kannst du deiner Familie und deinen Freunden auf einfache Weise mitteilen, dass es dir gut geht.“

 

 

Google hat etwas weiter gedacht. Die Funktion „Person Finder“ funktioniert auch ohne Internetzugang – ein SMS-fähiges Handy reicht. Dazu muss man einfach nur das Wort „Suche“ mit dem Namen des Gesuchten verschicken.

Nutzt man den Person Finder über das Internet, so kann man auf der Startseite auswählen, ob man eine Person sucht oder Informationen über eine Person hat. So wird die Datenbank permanent aktualisiert.  Die Informationen sind dabei für jeden zugänglich. Inzwischen findet sich dort schon ein Datensatz mit mehreren Tausend Namen – datenschutzrechtlich sehr bedenklich.

Dennoch kann er zum Finden einer Person beitragen.

Daher ist er auch nicht permanent online, sondern wird nur bei einer Katastrophe von Google freigeschaltet.

Den „Person Finder“  gibt es übrigens schon seit 2010. Er wurde kurz nach dem Erdbeben in Haiti entwickelt.

AGF kooperiert mit YouTube

Laut dwdl.de plane die AGF schon seit längerem, Internetangebote wie die Mediatheken einiger Fernsehsender mit einzubeziehen. Eine Kooperation war aber bisher nicht zustande gekommen.

Nun hat sich der Streaming-Dienst YouTube zur Messung bereit erklärt. Ziel ist eine aktuelle und zeitgemäße Wiedergabe der Mediennutzung.

Gemessen werden soll mit einem „virtuelle[n] Mega-Panel“ – eine Kombination aus der altbewährten Erfassung der Fernsehnutzung sowie Daten von den Marktforschungsunternehmen Nielsen und GfK.

Gefährlicher Internettrend – Schlauchbootlippen wie Kylie Jenner

Einmal aussehen wie Model und It-Girl Kylie Jenner – diesen Traum versuchen sich derzeit viele ihrer Fans auf gefährliche Art und Weise zu erfüllen. Auf YouTube kursieren derzeit Videos, in denen sich junge Frauen Flaschen oder Gläser über ihre Lippen stülpen. Der Unterdruck lässt diese im Anschluss voller wirken.

Schmerzen, Verletzungen oder sogar permanente Entstellungen – Ärzte warnen vor dieser Challenge. Dennoch gibt es viele Nachahmerinnen.

Wo dieser Trend seinen Ursprung hat, ist jedoch unklar.

Kylie Jenner jedenfalls spricht sich auf Twitter klar gegen die Botschaft dieser Videos aus:

„Ich will die Leute nicht dazu ermuntern, so auszusehen wie ich, oder zu denken, sie sollten so aussehen.“

Text: Lisa Steinert. Bild: A Light for Nepal Ⓒmichael.reinold (all rights reserved).