Samstag, 30. Januar: Der Pianist

Roman Polanski gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten europäischen Regisseuren. Mit „Der Pianist“ gelang dem heute 76-Jährigen nicht nur eine herausragende Literaturverfilmung, sondern auch die Aufarbeitung seiner eigenen Jugend.

Wladyslaw Szpilman und seine Großfamilie leben in Warschau, als die Deutschen mit Beginn des Zweiten Weltkrieges in Polen einfallen. Die Juden werden in das Ghetto gesperrt, welches durch eine hohe Mauer vom Rest der Stadt abgeschnitten ist. Dort vegetieren sie unter widrigsten Bedingungen und sind den Grausamkeiten der SS ausgesetzt. Während Wladyslaw als Pianist versucht seine Familie finanziell zu unterstützen, werden immer mehr Juden ermordet, ausgebeutet und deportiert. Wladyslaw Szpilman entgeht dem Transport in ein Konzentrationslager, wird dabei jedoch von seiner Familie getrennt. Mit Hilfe zweier befreundeter Polen kommt er in einer leeren Wohnung außerhalb des Ghettos unter. Von nun an versteckt sich der Pianist vor den Nazis, leidet Hunger und flüchtet immer wieder in andere Verstecke. Kurz vor Kriegsende entdeckt ihn jedoch der deutsche Offizier Wilm Hosenfeld in einer Ruine – und lässt ihn am Leben.

Roman Polanskis „Der Pianist“ ist ein merkwürdig wirkender Film. Gezeigt wird die Hölle des Warschauer Ghettos mit all ihrem Leid, all den Grausamkeiten und der Unmenschlichkeit, zu der Menschen im Stande sind. Inmitten dessen: der gebrechliche, hochbegabte Pianist Wladyslaw Szpilman. Er versteht all die Geschehnisse nicht, versucht sie mit seinem Klavierspiel zu verarbeiten. Nach und nach merkt er, es geht ums bloße Überleben und realisiert, in welch zerstörten Welt er sich befindet. Es folgt die schicksalhafte Begegnung mit dem deutschen Offizier. Ein zutiefst erschütternder, von einem ergreifend aufspielenden Hauptdarsteller getragener Holocaust-Film. Unter anderem ausgezeichnet mit drei Oscars und der goldenen Palme von Cannes. 23.30 Uhr,NDR, Drama F/D/GB/P ’02, Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Frank Finlay; Regie: Roman Polanski

Montag, 1. Februar: Zodiac

San Francisco Ende der 1960er Jahre: Der selbsternannte „Zodiac“-Killer hält Polizei und Medien in Atem. Er hat nicht nur bereits fünf Menschen umgebracht, sondern drängt mit codierten Briefen, in denen er seine Opfer und Verfolger verhöhnt, in die Öffentlichkeit. Der Journalist Robert Graysmith ist fasziniert von dem Psychopathen und steigert sich immer mehr in den Fall hinein. „Zodiacs“ Morde haben mit der Zeit immer weitreichendere Auswirkungen und versetzen eine ganze Stadt in den Ausnahmezustand. Der Killer scheint nicht auffindbar zu sein.

85 Millionen Dollar ließ sich Meisterregisseur David Fincher den Thriller über den Puzzle-Mörder kosten. Seiner detaillierten Darstellung einiger Dekaden des 20. Jahrhunderts sieht man das Budget zu jedem Zeitpunkt an. Ebenfalls glänzt der Film durch eine wendungsreiche Geschichte, ausgefeilte Dialoge und einer überraschend guten deutschen Synchronisation. Bei über zweieinhalb Stunden Laufzeit, muss der Zuschauer jedoch etwas Geduld für die spannende Geschichte des „Zodiac-Killers“ aufbringen. 22.15 Uhr, ZDF, Thriller USA ’07, Jake Gyllenhaal, Robert Downey Jr., Mark Ruffalo; Regie: David Fincher

Dienstag, 2. Februar: Unser Star für Oslo

Einer, der auszog das deutsche Liedgut zu retten. Stefan Raab hat sich vorgenommen dem regelmäßigen Versagen deutscher Kandidaten beim Eurovision Songcontest ein Ende zu bereiten. In Kooperation mit der ARD sucht ProSieben nun also den deutschen Beitrag zum diesjährigen Wettbewerb in Oslo. Raab, der bereits ausführliche Grand-Prix-Vorkenntnisse hat, sucht dabei weder eine „Tussi“, noch einen „geklonte Popstar so wie im letzten Jahr“.

Auch wenn die Zusammenarbeit mit den öffentlich-Rechtlichen nur schwer in Gang kam, so verspricht das Format Erfolg: Raab war als Teilnehmer beziehungsweise Produzent von Max Mutzke für die erfolgreichsten deutschen Beiträge der letzten Jahre verantwortlich. Seine Kreativität kennt keine Grenzen und mit seinem Gespür für Talente sollte es gelingen, aus mehr als 5.000 Bewerbern den angestrebten Top-Ten-Kandidat zu ermitteln. Unterstützt wird Raab in der Jury von prominenten Musikern. Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich moderieren die Shows. ProSieben zeigt fünf Ausscheidungsshows, sowie das Halbfinale. Die ARD zeigt das Viertelfinale sowie die finale Entscheidung am 12. März. 20.15 Uhr, ProSieben, Castingshow D ’10, 6 Ausgaben jeweils Dienstag; produziert von Brainpool