E-Books, Selbstverleger und neue Märkte – der Buchmarkt entwickelt sich in viele spannende Richtungen. Neueinsteigern bieten sich in der abwechslungsreichen Branche zahlreiche berufliche Möglichkeiten.

Der Trend geht zu E-Books und Independent-Verlagen. „Die Buchbranche bietet für Neueinsteiger sehr, sehr große Chancen, weil immer mehr im digitalen Bereich passiert, da werden Profis gesucht“, so Claudia Paul, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Der Anteil elektronischer Bücher am Buchmarkt ist zwar noch klein, konnte sich innerhalb eines Jahres jedoch verdoppeln.

Zwei Indie-Verleger, Jörg Sundermeier vom Verbrecher-Verlag und Sebastian Wolter vom Verlag Voland & Quist, kommen ebenfalls zu Wort und schätzen die Chancen der kleinen gegen die großen Verlage ein. „Wir Kleinen sind wendiger als die Elefanten, das kann ein Vorteil sein“, erklärt Sundermeier.

Echte Selfmade-Women beim Selbstverlegerpreis

Eine ganz besondere Möglichkeit Talente zu fördern und ihre Arbeit zu würdigen, bietet der autoren@leipzig Award, der auf der Leipziger Buchmesse Mitte März vergeben wurde. Der Preis prämiert Newcomer sowie bereits etablierte Schriftsteller, die ihre Werke in Eigenregie schreiben, veröffentlichen und vermarkten. Die Preisträgerinnen Marah Woolf und Heidi Schmitt erklären im Beitrag, wie sie es geschafft haben, ihre Bücher ganz ohne Verlage marktreif zu produzieren.

Neue Impulse aus dem Osten

Das Projekt „Tranzyt. Kilometer 2013“ stellte auf der Buchmesse 24 Autoren aus Polen, der Ukraine und Belarus vor. Dabei spielte vor allem das Thema der Zensur eine besondere Rolle, denn die schöpferische Freiheit der Autoren wird mit immer fantasievolleren Methoden angegriffen: Von veränderten Devisenrechten bis Finanzstrafverfahren ist die Vielfalt der Sanktionen groß. Dass gerade diese Autoren und Fotografen eine Bühne in der deutschen Bücherszene verdienen, erklärt der Kurator des Projekts und Träger des Leipziger Buchpreises Martin Pollack im neuen medienMITTWEIDA-Vodcast.

Text: Isabel Günther.