Secondhand schont deinen Geldbeutel

von | 21. April 2019

Nahezu alles kann heute Secondhand gekauft werden. Foto: Susan Jahnke

Laptop kaputt, Handy zu alt oder einfach gar nichts brauchbares im Kleiderschrank? Das BAföG ist auch schon wieder ausgegeben und das Geld knapp? Dann kann Secondhand eine Lösung sein. Dafür gibt es weit mehr Möglichkeiten als Flohmärkte und „eBay-Kleinanzeigen“.

Attraktive Secondhand-Ware

Bei diversen Internetseiten oder Shops in vielen Städten können Studierende mit knapper Kasse gebrauchte Klamotten, Spiele und Bücher kaufen. Secondhand ist gebrauchte, noch gut erhaltene Ware, welche man online oder im Laden kaufen kann. Laut einer Statistik von Sempora Consulting sind die beliebtesten Käufe unter den Secondhand-Artikeln Bücher und Kleidung. Computer und Schmuck sind die am wenigsten gekauften Artikel.

Der Klassiker im Flohmarkt-Web

Wer im Internet nach Secondhand-Angeboten sucht, stolpert immer wieder über „eBay“. Besonders auf „eBay-Kleinanzeigen“ erscheinen nahezu unzählige Angebote. In Kategorien von Auto über Haus und Garten bis hin zu Mode und Beauty. Eine Statista-Umfrage bestätigt, dass die Nachfrage nach „eBay“ immer noch auf Platz eins liegt. Von über 1000 Befragten gaben 87 Prozent an, bereits gebrauchte Waren bei „eBay“ gekauft zu haben. Der Handel findet meist zwischen Privatpersonen statt, somit besteht kein Käuferschutz. Deshalb Achtung: In einigen Fällen sind Betrüger am Werk. Die Versandkosten variieren je nach Verkäufer sowie gebrauchtem Objekt und sind meist vom Käufer zu tragen. Einige Verkäufer bieten ihre Ware nur mit Selbstabholung an. Gerade bei Möbeln oder sperrigen Artikeln ist dies ein Vorteil. Der Käufer kommt persönlich vorbei und holt den gebrauchten Gegenstand ab.

Eine Alternative zu „eBay“ bietet hierzu die Flohmarkt-App „Shpock“. Dort ist die Verkaufsmethode ähnlich und die Suche wird auf deine Nähe angepasst. Diese einfach gehaltene App bietet einen Überblick zu dem Produkt und zusätzlich den Standort, wo es zu finden ist.

Finde dein neues IT-Piece für den Kleiderschrank

Spezialisiert auf günstige Klamotten ist das Portal „Kleiderkreisel“. Nur ein Foto vom Kleidungsstück machen, kurz beschreiben und hochladen  – schon wird der Artikel zum Verkauf angeboten. Durch den engen Kontakt zum Händler können zukünftige Käufer einen guten Preis aushandeln. Die Art der Bezahlung wird mit dem Verkäufer besprochen und der Artikel innerhalb von fünf Werktagen versandt. Ein Nachteil ist jedoch, dass von Privatpersonen verkauft wird und kein Zwischenhändler dahinter steht, der bei Schäden oder bei Verlust des Artikels haftet.

Alternativen für den Kauf von Kleidung aus zweiter Hand sind auch „Ubup“ oder „Rebelle“. Noch mehr zum Thema Kleidung und Fast Fashion findet ihr in dem Artikel „Wie entkomme ich dem Modewahnsinn„.

Technik muss nicht immer neu sein

Eine weitere Verkaufsstelle im Internet ist „reBuy“. Technisches Equipment wie Handys, MacBooks, Kameras und Videospiele, sind nur einige Kategorien, die zum Verkauf angeboten werden. Ein großes Plus gegenüber anderen Plattformen ist, dass dem Käufer hier drei Jahre Garantie auf alle gekauften Artikel gegeben wird. Die Versandkosten liegen bei 3,99 Euro. Wer USK-18-Artikel erwerben möchte, zahlt 5,98 Euro Versandkosten, da eine Identitätsprüfung erfolgen muss. Die Zustände der Artikel variieren von „wie neu“ bis zu „stark genutzt“. Durch die Auswahl des Zustandes verändert sich auch der Preis des Artikels.

Identitätsprüfung

„ReBuy“ gibt an, dass bei Bestellungen von USK-18-Artikeln nach dem Jugendschutzgesetz eine Identitätsprüfung erfolgen muss. Der Bote prüft dabei anhand des Ausweises, ob der Käufer für den Kauf berechtigt ist. Dabei müssen die Adresse und der Empfänger übereinstimmen.

Große Werke zum kleinen Preis

Ähnlich sieht es auf dem Portal „Medimops“ aus. Hier werden Bücher, DVDs und CDs sowie Spiele verkauft. Besonders Bücher sind preiswert. Schon ab einem Euro werden Bücher, Filme und andere Dinge angeboten, jedoch mit Gebrauchsspuren. Je nach Gebrauchszustand ändert sich die Preiskategorie. Das Unternehmen unterscheidet bei der Zustandsbeschreibung in „neu“, „wie neu“, „sehr gut“, „gut“ und „akzeptabel“. Für Studierende lohnt sich die Seite, um nach Literaturempfehlungen der Professoren zu schauen. Ab zehn Euro Warenwert ist der Versand kostenfrei, sonst kostet der Versand in Deutschland ein Euro.

Auch auf „booklooker“ findet der Kunde schon Bücher unter einem Euro mit Käuferschutz. Beispielsweise ist der erste Teil von Harry Potter gebraucht ab 0,89 Euro zu erwerben. Neu kostet dieser 8,99 Euro.

Von Klassikern bis Fantasy –  das Angebot von Secondhand-Büchern kennt keine Grenze. Foto: Susan Jahnke

Alternativen vor der Haustür

Auch außerhalb des Internets lassen sich tolle Schnäppchen finden. Auf Flohmärkten in deiner Stadt findest du Kleidung, Dekoartikel und vieles mehr. Eine weitere Form gebrauchte Hosen, T-Shirts oder Jacken zu finden, sind Tauschpartys: Jeder bringt seine aussortierten Klamotten mit und kann sich im Gegenzug das schnappen, was ihm besonders gefällt.

Gebrauchte Artikel sind meist sehr preiswert. Deshalb kann man beim Einkauf von Secondhand-Artikeln viel Geld sparen. Besonders wenn man als Studierender wenig Geld zur Verfügung hat. Ein weiterer großer Pluspunkt ist der Umweltschutz, denn Ressourcen werden durch die Wiederverwertung geschont.

Jedoch sollte immer darauf geachtet werden, in welchem Zustand der Artikel geliefert wird. Deshalb am besten vor jedem Kauf noch andere Angebote vergleichen, um den bestmöglichsten Deal zu ergattern.

Mein Tipp

Als extra Tipp für schnelles Geld: Entrümpelt den eigenen Kleiderschrank oder sortiert das Bücherregal aus. Denn Verkaufen ist auch ganz leicht durch das Internet möglich. Oft genügt es schon ein Foto hochzuladen, um den Artikel zum Verkauf anzubieten, wie bei „eBay“. Bei Zwischenhändlern muss oft nur der Barcode eingegeben und das Paket verschickt werden. Dann wird der angegebene Angebotspreis auf das Konto überwiesen. So kommt schnell neues Geld für den nächsten Secondhand-Kauf  zusammen. Wer günstig einkaufen oder seine eigene Kasse aufbessern möchte, findet garantiert etwas auf einer der oben genannten Plattformen. Doch denkt beim Shoppen immer daran: Safety First! 

Text: Jenny Braun, Titelbild und Foto: Susan Jahnke