Das Standardwerkzeug vieler Journalisten

von | 6. September 2018

Standard im Portmonee vieler Journalisten: Der Presseausweis. Foto: Lisa Marie Pigulla

Er gehört zu den Standardwerkzeugen eines Journalisten: Der Presseausweis. Viele Berufseinsteiger stehen vor der Entscheidung, ob sich eine Anschaffung lohnt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist ein Presseausweis?

Der Presseausweis ist eine gängige Methode für Journalisten, sich als solche auszuweisen. Er gleicht einem Personalausweis und beinhaltet Informationen wie Namen, Anschrift und Geburtsdatum. Der Ausweis dient als Legitimation gegenüber den Behörden und der Polizei, Messegesellschaften und Unternehmen, da er den Inhaber als hauptberuflichen Journalisten ausweist. Dadurch soll Journalisten die Recherche erleichtert werden. So erlaubt er unter anderem den Zugang zu abgesperrten Bereichen, was zum Beispiel die Unfallberichterstattung erleichtert.

Wer kann einen Presseausweis bekommen?

Die Voraussetzungen für die Erstellung legen die jeweiligen Verbände und Organisationen selbst fest. So stellt der Deutsche Journalisten-Verband Verband (DJV) Presseausweise ausschließlich an Personen aus, die hauptberuflich oder regelmäßig und dauerhaft journalistisch tätig sind. Nebenberufliche Journalisten können über den Deutschen Verband der Pressejournalisten (DVPJ) den Ausweis beantragen. Studenten, die journalistisch aktiv sind oder einen journalistischen Studiengang belegen, können ebenfalls einen Presseausweis beantragen. Eine gesetzliche Regelung hierzu gibt es nicht, da dies die, im Grundgesetz garantierte, Pressefreiheit einschränken würde. Grundsätzlich gilt: Wer journalistisch aktiv ist, hat gute Chancen auf einen Presseausweis.

Wo kann man einen Presseausweis beantragen?

Seit dem 1. Januar 2018 wird der bundeseinheitliche Presseausweis vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV), der Gewerkschaft dju in ver.di, dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), dem Deutschen Verband der Pressejournalisten (DVPJ), dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) sowie dem Fotografenverband Freelens ausgestellt. Die jeweiligen Formulare für die Antragstellung findet man auf den Webseiten der Verbände.

Was kostet er?

Die Kosten sind von Verband zu Verband unterschiedlich. Bei den meisten Verbänden ist ein Presseausweis in der Mitgliedschaft enthalten und wird über den monatlichen Beitrag finanziert. Doch auch ohne Mitgliedschaft kann ein Presseausweis ausgestellt werden: ver.di verlangt hierfür beispielsweise 80 Euro pro Jahr.

Welche Vorteile hat ein Presseausweis?

Der Presseausweis ermöglicht eine schnelle Akkreditierung, da er den Inhaber als Journalisten ausweist. Damit wird die Recherche erleichtert. So sind zum Beispiel Besuche im Bundestag und in den Landtagen möglich. Der Zutritt zu abgesperrten Bereichen, beispielsweise bei Unglücken und politischen oder sportlichen Großveranstaltungen, wird ermöglicht. Auch bei Messen ist der Presseausweis hilfreich: Viele Messegesellschaften setzen ihn zur Akkreditierung voraus. Journalisten können außerdem unter Vorlage des Ausweises Rabatte auf viele Waren und Dienstleistungen erhalten, sogenannte Presserabatte. Kritiker sehen hier allerdings einen Versuch der Einflussname auf die Berichterstattung.

Ist es als Journalist wirklich nötig, einen Presseausweis zu besitzen?

In vielen Bereichen des Journalismus ist der Presseausweis tatsächlich sinnvoll. Grundsätzlich erleichtert er dem Journalisten die Akkreditierung. Oftmals genügt auch schon eine Bestätigung der Redaktion. „Ein Presseausweis ist besonders dann sinnvoll, wenn eine schnelle Legitimation notwendig ist, zum Beispiel an Einsatzorten.“, erklärt die stellvertretende Pressesprecherin vom DJV, Eva Werner, auf Nachfrage von Medien Mittweida. Journalisten, die ihre Redaktion kaum verlassen, kommen genauso gut ohne Presseausweis aus.

Text: Tobias Nico Boccarius, Foto: Lisa Marie Pigulla

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Tobias Nico Boccarius

Tobias Nico Boccarius

ist 19 Jahre alt und studiert Medienmanagement mit der Vertiefung auf Medien und Sport. Bei medienMITTWEIDA ist er als Ressortleiter Media tätig. Außerdem moderiert er die Abendsendung "Der Sportplatz" auf 99.3 Radio Mittweida und ist hier zudem als CFC Reporter zuständig. Erste journalistische Erfahrungen konnte er über diverse Praktika bei der Sächsischen Zeitung, der Jugendbeilage LEGENDÄR und als Kommentator zweier Fußballspiele auf eRtv sammeln.
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