Kein Pfusch beim Fernsehen

von | 19. Januar 2010

Sie wollen informieren, analysieren oder einfach unterhalten. Studenten machen Fernsehen. Manche als Teil ihres Studiums, andere als Freizeitaktivität. medien-mittweida.de stellt do1, den von Dortmunder Studenten produzierten Sender, vor.

do1 ist das Studentenfernsehen der Technischen Universität Dortmund. Das Institut für Journalistik bietet die Mitarbeit als Lehrredaktion für die Fernsehausbildung an. Über 40 Studenten arbeiten in der Redaktion zusammen. 14-tägig erscheint der „Ortstermin“. Die Inhalte des Formats sind vor allem regional geprägt und richten sich an die Einwohner der Region.

Chance, alles auszuprobieren

In den übrigen Wochen bietet do1 wechselnde Sendungen an. Mit Talkshows, Reportagen, Satire und einem Wissensmagazin versuchen die Studenten ihre Zuschauer zu erreichen. Prinzipiell soll jedes Redaktionsmitglied „alles ausprobieren. Deshalb ist auch nicht alles perfekt“, erklärt Katalin Vales, die Chefin vom Dienst, gegenüber medien-mittweida.de. Durch die Breite der Ausbildung könne sich jeder, der über ein Jahr erfolgreich in der Redaktion mitgearbeitet hat, problemlos hat als freier Autor betätigen.

Die Motivation der einzelnen Mitglieder der Lehrredaktion sei gut. Das Fernsehen habe von den vier Hochschulmedien „am meisten Arbeitsaufwand“, sagte Vales. Insgesamt leistet jedes Redaktionsmitglied mindestens 96 Arbeitstage pro Jahr für das Fernsehen. Trotz der starken finanziellen Förderung durch die Hochschule „sind wir völlig frei in unseren Entscheidungen“, so Vales. „Das Institut pfuscht ins tägliche Geschehen nicht rein.“

Probleme bei Verbreitung des Angebots

Das Problem der Dortmunder war die Verbreitung des Angebots. Mit dem Ende des Offenen Kanal im Dortmunder Kabelnetz am 1. Januar 2009 waren die Sendungen nur online abrufbar. Durch die Einführung des „TV-Lernsender.NRW“ ist das Problem mittlerweile Geschichte. Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen beauftragte 2008 die TU Dortmund mit dem Aufbau des Ausbildungs- und Erprobungskanals. Das Konzept erarbeitete der ZDF-Redakteur Michael Steinbrecher.

<h3>Alexander Maack</h3>

Alexander Maack