„Die Arbeit einzustellen, hielte ich für einen Fehler“

Günter Bartsch ist der Geschäftsführer von „Netzwerk Recherche“

„In der jetzigen Situation hatten wir keine andere Wahl“, erklärt Günter Bartsch beim Medienforum Mittweida 2011. Der Geschäftsführer des „Netzwerk Recherche“ äußert sich im Interview zum finanziellen Skandal über die zu Unrecht bezogenen Fördergelder von der Bundeszentrale für politische Bildung und zur Zukunft des Vereins.  Die Einstellung der Arbeit komme für ihn auf jeden Fall nicht in Frage.

Günter Bartsch ist seit 2009 als Geschäftsführer bei „Netzwerk Recherche“ tätig und arbeitet nebenbei als freier Journalist. Beim Medienforum Mittweida referierte er in der Diskussionsrunde „Wahrheit vs. Geheimhaltung“ darüber, was ein Journalist nach seiner Recherche preisgeben darf.

„Es gibt Momente, da ist Kritik an ‚Bild‘ gerechtfertigt“

Robert Kuhne ist der Redaktionsleiter von "Bild"-Ostdeutschland.

Eines der großen Themen beim Medienforum Mittweida 2011 war die Rolle der Medien als vierte Gewalt. Einer der Teilnehmer an der  Diskussion war Robert Kuhne, der seit 2009 Redaktionsleiter von „Bild“-Ostdeutschland ist und in dieser Position acht Lokalredaktionen betreut. Im Interview spricht er über die Macht der „Bild“ als auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland und über einen deutschlandweiten Modellversuch, durch den der Bürgerjournalismus gestärkt werden soll.

Robert Kuhne arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Journalist und war in dieser Zeit hauptsächlich für die „Bild“ tätig. Seine Ausbildung absolvierte Kuhne als einer der ersten ehemaligen DDR-Bürger in der Axel-Springer-Journalistenschule. Anschließend arbeitete er unter anderem bei „RTL“ sowie in verschiedenen Redaktionen der „Bild“-Zeitung.

Fakultät Medien richtet eigenes Panel aus

Die Fakultät Medien der Hochschule Mittweida wird beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland 2012 eigenverantwortlich ein Panel ausrichten.

Es war die Idee von Prof. Dr. Ludwig Hilmer und Uwe Grüning, dem Präsidenten des Medienrates der SLM, der Hochschule Mittweida beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland (MTM) ein Podium zu bieten. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft des Medientreffpunkts, Martin Deitenbeck, freut sich über das Engagement der Fakultät Medien, die ab 2012 eine Podiumsdiskussion organisieren wird. “Die Hochschule erhält so die Möglichkeit, ihre Kompetenzen im Mediensektor zu präsentieren”, so Deitenbeck. Dabei sind die Organisatoren aus Mittweida für die inhaltliche Gestaltung komplett selbst verantwortlich.

Forschung und Entwicklung

Schon jetzt zeichnet sich die inhaltliche Ausrichtung ab. “Es wird ein Innovationspanel, das sich mit Forschung und Entwicklung in der Medienbranche beschäftigt und diese reflektiert”, so Hilmer. Die Studenten werden einerseits die Forschungsprojekte der Hochschule, wie “Gamecast” oder auch “Local Manager 2.0″ betrachten, auf der anderen Seite werden zudem Entwicklungen außerhalb des Ausbildungsbereichs eine Rolle spielen. Zu den Themen werden neben den Studenten auch ausgewählte Experten sprechen. Durch die Kooperation erhält die Hochschule nun die Möglichkeit, eigene Themen in den Vordergrund zu stellen. Ein Anliegen, das beim Medienforum Mittweida im Hintergrund steht.

Hilmer könnte sich gut vorstellen, dass das Panel beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland eine Art Fortführung des Mittweidaer Medienforums wird. Spektakuläre Themen des Hochschulkongresses könnten in Leipzig wieder aufgegriffen und weiter vertieft werden. Das Interesse der Kongressbesucher für solche Themen sei laut Deitenbeck in jedem Fall sehr groß. Auch er selbst schaut dem Panel gespannt und erwartungsvoll entgegen: “Die Hochschule wird aufgrund ihrer Kontakte, ihrer Forschungstätigkeit und vor allem des hohen Engagements der Studierenden ein Panel organisieren, das die wichtigen Zukunftsthemen des Mediensektors fundiert und interessant beleuchtet.”

“Positiver Stress”

Martin Deitenbeck ist Geschätsführer der SLM und unterrichtet seit fast zehn Jahren Medienrecht an der Hochschule Mittweida.

Martin Deitenbeck führt ein abwechslungsreiches, aber auch stressiges Leben. Der 50-Jährige hat mehrere Jobs parallel und liebt jede seiner Aufgaben. Er bringt als Dozent an der Hochschule Mittweida genauso gerne den Studenten Medienrecht bei, wie er seine Aufgaben in der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) wahrnimmt. “Das Schöne an der Sache ist, dass sich beide Tätigkeiten ergänzen”, sagt er.

Die SLM als Arbeitgeber

Deitenbeck studierte zunächst Jura in Heidelberg und legte dort sein erstes Staatsexamen ab. Nach dem zweiten Staatsexamen bekam er die Chance, im sächsischen Landtag als parlamentarischer Berater für die CDU zu arbeiten. “Ich hatte dort viel Verantwortung, aber auch jede Menge Spaß bei der Arbeit”, erinnert er sich. Als er 1992 nach Dresden kam, mussten in dem neuen Bundesland Sachsen schließlich viele Gesetze geschrieben und ausgearbeitet werden.

Deitenbeck blieb weiterhin in der sächsischen Landeshauptstadt, wechselte 1999 allerdings seinen Arbeitgeber. Fortan war er bei der SLM im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Bereits nach einem Jahr stieg er dann zum Geschäftsführer auf. Bei der SLM ist Deitenbeck seit 2008 zusätzlich der Vorsitzende der technischen Konferenz. Dieses Gremium berät die Direktoren zu aktuellen technischen Entwicklungen.

Nebenjob: Hochschuldozent

2002 bot sich für Deitenbeck die Möglichkeit, an der Hochschule Mittweida zu lehren. Anfangs hielt er zudem noch Vorlesungen zum Thema Arbeitsrecht. Deitenbeck zieht aus seinem “Nebenjob” auch einen privaten Nutzen. “Durch meine Dozenten-Tätigkeit bin ich gezwungen, am Ball zu bleiben und mein Wissen zu strukturieren. Zwischen beiden Jobs besteht eine Brückenfunktion, denn als Geschäftsführer habe ich in der Regel nicht so viel Zeit zum Reflektieren”, erklärt er.

Dem Familienvater gefällt es aber auch, mindestens einmal in der Woche aus seinem Büro zu kommen. “Die Arbeit an der Hochschule ist ein positiver Stress”, so Deitenbeck. Für seine beiden Kinder hält er sich dann aber die Wochenenden frei und fängt früh an zu arbeiten, damit er eher zu Hause bei ihnen ist.

Leipziger Allerlei der etwas anderen Art

Nevamind sind eine der Bands des Campus-Festival Mittweida.

Die Band um Sänger Marcus hat in ihrer siebenjährigen Karriere schon viel erlebt. Durchgehalten haben sie trotz einiger Rückschläge dank dem Lebensmotto ihres Sängers, dass er im Interview erklärt. Doch es gab auch einige Highlights. Erwähnenswert war zum Beispiel ein Videodreh mit Collien Fernandes. Über ihre Chancen auf den Sieg beim “99drei Bandcontest ‚Sachsen rockt!‘ 2011″ waren sich die Teammitglieder aber noch nicht einig – vier Mitglieder, vier Meinungen zwischen Optimismus und Pessimismus.

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