Von Technik und Leidenschaft

TMM ist eines der Vorzeigeprojekte der HS Mittweida.

TMM ist eines der Vorzeigeprojekte der HS Mittweida.

Das Projekt Technikum Mittweida Motorsport (TMM) ist heute ein fester Bestandteil der Hochschule Mittweida. Mit den berühmten Absolventen des alten Technikums, wie August Horch, Friedrich Opel und Jörg Skafte Rasmussen reiht sich das Motorsportprojekt hinter namenhaften Automobilpionieren ein. Angefangen hat alles ganz klein: Sechs junge Ingenieure waren auf andere studentische Teams aufmerksam geworden, die nach festen Regeln einen Formel 1 ähnlichen Rennwagen konstruieren und bauen, um anschließend Rennen gegeneinander zu fahren. Mit dem Ziel, auch einmal an einem solchen Rennen teilzunehmen, wandten sie sich an die Hochschule.

Mit der Unterstützung des Dekans der Fakultät Maschinenbau, Professor Frank Weidermann, gründeten die Studenten das Rennteam TMM. “Es waren sechs Studenten, die mir mit funkelnden Augen von der Möglichkeit erzählten, einen Rennwagen zu bauen und damit an internationalen Rennen teilzunehmen”, erzählte Weidermann auf der diesjährigen Autoenthüllung. “Da habe ich beschlossen, dass sie die Möglichkeit bekommen sollten, es zu versuchen.” In einem langwierigen Prozess eigneten sie sich die Grundtechnik des Automobilbaus an. Nach und nach entstanden feste Gruppen, die sich um eine Baugruppe kümmerten, wie etwa die Gruppe Fahrdynamik, in der einzelne Studenten für die Konstruktion und Fertigung des Fahrwerks, der Bremse, der Lenkung, der Federung und der Pedalerie verantwortlich waren.

Von der Idee zu Formula Student

Während der intensiven Arbeitsphasen fuhr das TMM-Team zweimal zum Formula Student Rennen in Deutschland, bei dem sie mit dem ersten Auto auch starten wollten. Zusammen mit Prof. Weidermann sahen sie sich die Konkurrenz auf dem Hockenheimring an. Bei diesem Renn-Event geht es um verschiedene Leistungen im Bereich technische Entwicklung, Wirtschaftlichkeit und Verkaufsargumente, Marketingstrategie und Rennperformance. Alle angemeldeten Teams müssen ihren Wagen nach einem bestimmten Reglement ausarbeiten und zu Beginn mehrere technische Abnahmen bestehen, um überhaupt zugelassen zu werden.

Seinen Ursprung hat der Wettbewerb in den USA. In den 80er Jahren kam diese Projektentwicklung auch nach Europa. Aus diesem Grund ist der gesamte Wettbewerb in englischer Sprache. Heute zählen bereits rund 500 studentische Teams zur Formula Student, die mittlerweile jährlich in neun Ländern weltweit stattfindet. 2008 war es dann zum ersten Mal auch für TMM soweit. Nach rund zwei Jahren Entwicklung und Projektaufbau starteten die Maschinenbauer zum ersten Mal auf dem Hockenheim Ring. Doch während des Rennens musste das Team dann feststellen, dass ihr Wagen mit 65 PS und 365 kg zwar eine Höchstgeschwindigkeit von rund 175km/h erreichte, aber durch seine Länge von 3430mm und eine Breite von 1281mm auf den engen Parcours nicht konkurrenzfähig war.

Der lange Weg zum Erfolg

“Es war eine herbe Enttäuschung nur den 65. Platz erreicht zu haben”, erinnert sich der heutige Teamcaptain Stefan Lischke. “Wir hatten alle geglaubt, wir kommen dort an und fahren eine gute Platzierung ein.” So brachten die Studenten zwar keinen Pokal an die Hochschule Mittweida, dafür aber den Ehrgeiz, es noch einmal zu versuchen. Unter dem Slogan “Vortrieb made in Mittweida” wuchs die Anzahl der studentischen Teilnehmer in der zweiten Saison. Neben Maschinenbauern schlossen sich erstmals auch Medienstudenten und Elektrotechniker dem Team an. Doch auch das neue Team erlebte einen Tiefschlag: Auf einer der ersten Testfahrten mit dem zweiten Boliden TOURO kam Fahrer Markus Ringelhan in einer Kurve ins Schleudern und prallte mit der rechten Seite gegen einen Anhänger. Das Ergebnis war ein Totalschaden – nur zwölf Tage vor dem zweiten Rennen in Hockenheim.

Obwohl es dem Team gelang TOURO innerhalb von nur fünf Tagen wieder vollständig aufzubauen und den Schaden zu beheben, brachte auch er keine Erfolge für das Mittweidaer Team ein. Unbeirrt suchten die jungen Ingenieure nach Fehlern und Möglichkeiten, das Auto effizienter zu gestalten. So entstand schließlich JET!, der aktuelle Rennwagen von TMM. Hier hatte das Team auf mehr PS (75) und weniger Gewicht (248 Kilogramm) gesetzt. Mit ihrem neuen Auto startete das junge Team in dieser Saison im englischen Silverstone. Nach massiven Problemen bei der technischen Abnahme verpassten sie jedoch drei Rennen und erreichten so auch hier nur Platz 61.

Neue Ziele

“Ein technischer Defekt kann immer vorkommen”, erklärte der technische Leiter Andreas Petzold kurz nach dem Rennen in Silverstone. Bis heute hat das TMM Team noch keinen Pokal gewonnen. Einen kleinen Erfolg konnte das Team jedoch auch ohne Pokale feiern: Durch die Fakultät Medien und die Studierenden, die sich dem Team angeschlossen haben, ist vor rund zwei Jahren ein sehr starker kaufmännischer Bereich entstanden. “Wir sind heute bis nach Stuttgart bekannt als das Team mit dem besten Marketing”, erklärt Stefanie Berndt, Eventmanagerin bei TMM, stolz.

Jetzt, am Ende der dritten Saison, geht es in die Fehleranalyse und Planung für das neue Jahr. Obgleich auch die letzte Saison nicht nach Plan lief, sammeln die Studenten bereits neue Ideen für das nächste Auto. “Wir wollen uns dieses Mal wieder mehr auf eine grundsolide Basis stützen”, erklärt Lischke. “Unser Ziel ist es, die Konstruktion auf das Wesentliche zu konzentrieren – ohne Schnickschnack.” Aktuell bereitet sich das Team aber erst noch auf ein saisonabschließendes Testtraining mit mehreren anderen Formula Student Teams auf dem Erzgebirgsring vor. Dazu wird beinahe jeden Tag fleißig an JET! geschraubt.

Unruhe auf dem Campus

Die Hochschule Mittweida präsentierte sich beim Tag der offenen Tür.

Die Hochschule Mittweida präsentierte sich beim Tag der offenen Tür.

Mehr als 400 Besucher kamen am 25. Oktober 2010 zum Tag der offenen Hochschultür auf den Campus der Hochschule Mittweida. Sie interessierten sich für die Hochschule, ihr Studienangebot und den Studentenalltag. Erstmals fand die Veranstaltung an einem Sonntag statt. Das Experiment sei gelungen, erklärte der Prorektor für Marketing, Prof. Dr. Michael Hösel: “Allein von der Zahl der Besucher und der Stimmung auf dem Campus ist es ein voller Erfolg gewesen.” medienMITTWEIDA hat eine der vielleicht zukünftigen Studentinnen bei ihrem Besuch begleitet. Lisa Strangalis aus Sachsen-Anhalt informierte sich an der Fakultät Medien über ihren Wunschstudiengang Medienmanagement.

Pressefreiheit betrifft Deutsche

Reporter ohne Grenzen kritisiert jährlich die fehlende Pressefreiheit im Iran.

Reporter ohne Grenzen kritisiert jährlich die fehlende Pressefreiheit im Iran.

Ein Fotograf und ein Reporter aus Deutschland wurden am Montag, den 11. Oktober 2010 in Täbris im Nordwesten des Irans festgenommen. Sie haben mittlerweile gestanden, gegen das einheimische Gesetz verstoßen zu haben. Die beiden Deutschen seien laut iranischer Staatsanwaltschaft lediglich mit einem Touristen-Visum und ohne Akkreditierung eingereist, um vor Ort mit dem Sohn der wegen Ehebruchs zum Tode verurteilten Sakineh Mohammadi Aschtiani zu sprechen. Im Iran ist es Journalisten verboten, über diesen Fall zu berichten. Ausländischen Korrespondenten ist es nur mit einer Sondergenehmigung erlaubt, sich außerhalb der iranischen Hauptstadt Teheran aufzuhalten. Ob die Journalisten festgenommen werden, weil sie außerhalb von Teheran gereist sind oder weil sie zu dem Fall recherchiert haben, ist noch unklar.

Die deutsche Regierung setzt alle Hebel in Bewegung

Bei einem Staatsbesuch in Bukarest forderte Angela Merkel am Dienstag die sofortige Freilassung der deutschen Staatsbürger und erklärte, dass die Regierung alles Menschenmögliche unternehme, damit die beiden Männer schnellstmöglich frei kämen. Einige Mitglieder des Bundestages sind bereits im Iran und werden in den nächsten Tagen mit der iranischen Regierung und der iranischen Staatsanwaltschaft in Verhandlung treten. Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle habe schon mit seinem iranischen Kollegen gesprochen und ihn gebeten, diesen Fall mit “Wohlwollen und islamischer Güte” zu behandeln. Der Reporter-ohne-Grenzen-Sprecher Michael Rediske kritisierte auf der Internetseite die Verhaftung der beiden deutschen Journalisten und bezeichnet sie als einen “massiven Eingriff in die Pressefreiheit”. Für Rediske ist es nicht relevant, ob die beiden Deutschen einen Presseausweis hatten, da er die Akkreditierungspraxis im Iran als “willkürlich und restriktiv” sieht. Er forderte zudem die sofortige Freilassung der beiden Pressevertreter.

Folgen der Inhaftierung

Dass der aktuelle Vorfall keine riesige mediale Aufregung erregte, dürfte an der Regelmäßigkeit ähnlicher Vorfälle im Iran liegen. In der von “Reporter ohne Grenzen” am 20. Oktober veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit belegt das Land Platz 175 von 178. Im Iran kommt es auch häufiger vor, dass ausländische Touristen monatelang wegen angeblichen Straftaten festgehalten werden. Ein aktuelles Beispiel dafür sind drei US-amerikanische Bürger: Die beiden Männer und eine Frau seien versehentlich beim Wandern auf iranischem Gebiet gelandet. Die Frau wurde nach 15 Monaten Haft gegen eine Kaution von 390.000 Euro freigelassen. Gegen die beiden Männer wird nach wie vor wegen Spionagevorwürfen ermittelt. Bis zur endgültigen Aufklärung des Falles bleiben sie weiterhin in Haft.

Ehrwürdiger Austausch

Iryna Galiasovska ist seit zweieinhalb Monaten in Deutschland.

Iryna Galiasovska ist seit zweieinhalb Monaten in Deutschland.

Partneruniversitäten sind ein wichtiger Bestandteil im Zeitalter global vernetzter Bildung. Viele Studierenden wollen ein Semester oder Praktikum im Ausland absolvieren. Für sie ist es vorteilhaft, wenn die eigene Hochschule solche Partnerschaften bereits pflegt. Seit 2005 wird der Austausch mit der Universität in Dniprpetrovsk gelebt. Die Anerkennung dafür bekam der Rektor der Hochschule Mittweida, Professor Lothar Otto, bereits Anfang Juli diesen Jahres in der Ukraine verliehen. “Ich betrachte es nicht so sehr als Ehrung für mich selbst, sondern eher als Auszeichnung unser Hochschule, da es sich um eine lange Jahre bewährte Zusammenarbeit handelt”, erklärte Professor Otto bescheiden.

Ein bisschen Ukraine in Mittweida

Die ukrainische Austauschstudentin Iryna Galiasovska ist seit zweieinhalb Monaten in Deutschland. In ihrer Heimat studiert sie an der National University of Dnipropetrovsk. Seit ihrer Ankunft in Deutschland traf die 19-jährige immer wieder Menschen, die sie unterstützten, sich in Mittweida einzuleben. Sie selbst sagt, dass der Cosmopolitan Club, der internationale Studentenclub der Hochschule und ihre neu gewonnenen Freunde einen großen Beitrag dazu geleistet haben.

Für die junge Frau galt es zunächst den erlittenen Kulturschock zu überwinden: Irina kommt aus der drittgrößten und gleichzeitig jüngsten Stadt der Ukraine. Dnipropetrovsk hat über eine Million Einwohner. Im beschaulichen Mittweida fällt die Einwohnerzahl hingegen deutlich geringer aus, dennoch hat sie sich für Mittweida entschieden – auf Grund der über Jahre gewachsenen guten Kooperation zwischen den Hochschulen. Irina studiert in der mittelsächsischen Kleinstadt zwei Semester Betriebswirtschaftslehre und möchte hier in Deutschland ihr Doppeldiplom absolvieren. Die deutsche Sprache ist für sie nicht immer einfach zu verstehen – vor allem, wenn der sächsische Dialekt sich mit ins Sprachbild mischt.

Im Interview mit medienMITTWEIDA gesteht Irina ihre Vorurteile gegenüber Deutschland und spricht über die Hilfsbereitschaft, die sie in Mittweida bisher erlebt hat.

Apple kopiert sich selbst

Wie jedes Betriebssystem erhält auch die neue Version einen tierischen Beinnamen: Lion.

Wie jedes Betriebssystem erhält auch die neue Version einen tierischen Beinnamen: Lion.

Der Apple-Konzern stellte heute in Cupertino mehrere Neuheiten aus seiner Produktpalette vor. Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Ausblick auf das neue Betriebssystem Mac OS X 10.7, welches den Beinamen “Lion” trägt. Es soll eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers “Snow Leopard” darstellen und nimmt Entwicklungen für iPad und iPhone auf, um sie für den Mac zugänglich zu machen. Die Apps erobern also auch die Großgeräte der Firma Apple. Dieser Schritt scheint logisch. Für den Konzern eröffnet sich so eine zusätzliche lukrative Einnahmequelle. 30 Prozent des Umsatzes in den App-Stores behält der Konzern für sich. “Lion” wird wahrscheinlich im Sommer 2011 fertig gestellt. Der Store soll schon wesentlich früher freigeschaltet werden.

Produktaktualisierung beim MacBook Air

Ein anderer Schwerpunkt der als “Back to the Mac” angekündigten Keynote, war die Vorstellung des neuen Notebooks MacBook Air. Die Überarbeitung des alten Modells besitzt nun nur noch ein 11,6 Zoll großes Display und muss weiterhin auf ein DVD-Laufwerk verzichten. Dafür erhält das Notebook mehr Anschlüsse als früher: einen Mini DisplayPort für externe Monitore, zwei USB-Anschlüsse und einen SD-Kartenleser. Im Inneren des neuen MacBook Air wird sich ein für seine Größe leistungsstarker 2,13 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor befinden, welcher auch gegen eine 2,33 Ghz Variante ausgetauscht werden kann. Der Arbeitsspeicher soll zwei Gigabyte betragen. Das überarbeitete TrackPad gleicht jetzt in jedem Punkt dem des großen Bruders MacBook Pro, zudem befindet sich der Einschaltknopf nun am Rand der Tastatur – eine Änderung, die im Zusammenhang mit der Fähigkeit des Macbook Air steht, in kürzester Geschwindigkeit hochzufahren. Damit kopiert sich Apple quasi selbst. Die Eigenschaft soll das MacBook Air vom iPad übernehmen.

Neue Versionen altbekannter Software

Des Weiteren kündigte Apple zahlreiche neue Software an. Das Videobearbeitungsprogramm iMovie, das Bildbearbeitungsprogramm iPhoto und das einsteigerfreundliche Audioprogramm GarageBand erscheinen im kommenden Jahr in aktualisierter Version. Die Programme sind Teil des iLife Software-Pakets und sollen die älteren 09er Versionen ersetzen. iPhoto etwa erhält eine neue Facebook-Anwendung, Vollbildansichten für alle Bereiche, einfaches Mailen von Fotos – einfache Verbesserungen – aber nichts Beeindruckendes. iMovie erhält ebenso kleine Updates. So lassen sich nun zum Beispiel einfache Trailer aus Projekten erstellen. Die alten Versionen auf den neuesten Stand zu bringen, lässt sich Apple allerdings mit 49 Dollar entlöhnen.

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Medienmanagement mit Spezialisierungen ab Herbst

Zukünftig kann innerhalb des Medienmanagement-Studiengangs auch die Fachrichtung Media and Sports gewählt werden.

Neues Medienzentrum – neuer Studiengang. Ab dem Wintersemester dieses Jahres starten Studenten des Studiengangs Medienmanagement mit einem neuen Konzept. Durch das Fokussieren und Vertiefen verschiedener Fachrichtungen soll eine noch bessere und gezieltere Ausbildung zum Medienexperten gewährleistet werden. Doch was genau steckt hinter der Umstrukturierung?  Weiterlesen →

Prüfungszeit gleich Schummelzeit?

Viele Studenten helfen sich mit einem Spicker aus. Welche Gefahren stecken dahinter?

Bald ist es wieder soweit. Die Prüfungszeit beginnt und damit auch die stressigste Zeit des Semesters, in der die Studenten nächtelang noch einmal alle Vorlesungsunterlagen durchwälzen. Wer sich diesem Stress nicht aussetzen möchte, behilft sich gern mit einem Spicker. Welche Konsequenzen dies haben kann, zeigen wir in einem Video, außerdem die Top 5 der Schummelmethoden, die wahrscheinlich nicht so schnell erkannt werden. Weiterlesen →

Musikmix und Popcorn-Kino

Mit guter Stimmung sorgte vor allem Konrad Küchenmeister für einen gelungenen ersten Festivalabend.

Es war eine gute Mischung aus Musik, Unterhaltung und entspannter Atmosphäre. Der erste Tag des diesjährigen Campusfestivals ist schon wieder vorbei, dafür kann sich nun auf das Event am Freitagabend gefreut werden. Mit Claire, Heisskalt und Ronny Trettmann geht es dann so richtig ab. Weiterlesen →