iPad 2 schürt Kampf um den Tablet-Markt

Selbst die Euphorie eines Richard Gutjahr, einem der wohl größten iPad-Fans bisher, scheint langsam zu verblassen. Denn bahnbrechende Neuerungen müssen beim letzten Freitag erschienenen iPad 2 vergebens gesucht werden. Der Ansturm auf die neuen Geräte war trotzdem groß, vor den Apple-Stores bildeten sich lange Schlangen. Noch besitzt das Unternehmen aus Cupertino mit Abstand den größten Marktanteil im Tablet-Geschäft, laut IDC-Studie stammen 90 Prozent der verkauften Geräte im dritten Quartal 2010 von Apple. Der Tablet Markt wächst unterdessen rasant. Für 2011 sagt die Studie 44,6 Millionen verkaufte Produkte voraus. Im letzten Jahr wurden etwa 17 Millionen Einheiten abgesetzt. Neue Impulse sollen vor allem die Einführung des auf Android basierten Tablets Motorola Xoom und RIMs BlackBerry PlayBook setzen. Motorolas Tablet wird in Deutschland ab Ende April erhältlich sein.

Konkurrenz aus Deutschland

Bereits erhältliche Konkurrenten des iPads sind Samsungs Galaxy Tab und 4tiitoos WeTab. Letzteres hatte vor allem durch den Rückzug der Neofonie AG und einer unter falschem Namen abgegebenen Amazon-Bewertung des ehemaligen Neofonie-Chefs Helmut Hoffer von Ankershoffen von sich reden gemacht. Silke Oberle, Marketingmanagerin bei 4titoo, sprach mit medienMITTWEIDA über die Frage, ob es das WeTab durch die Veröffentlichung des neuen iPads nun noch schwerer hat. Sie sieht keinen Grund zur Sorge: “Der offene Ansatz ermöglicht es dem erfahrenen Nutzer, ähnlich einem PC sogar direkt auf das System zuzugreifen und eigene Anpassungen umzusetzen.” Das iPad setze dagegen weiterhin auf ein sehr geschlossenes Konzept ohne USB-Anschlüsse. Es benötigt weiterhin einen PC mit iTunes-Installation.

Für das WeTab wird es aber sicher auch nicht einfacher, Käufer zu überzeugen. Schließlich ist es das einzige Tablet, dass nicht von einem internationalen Konzern gestützt wird. Die Lage sei dennoch nicht aussichtslos, erklärt Oberle: “Durch den frühen Start ist WeTab bereits international bekannt und wir erhalten Anfragen aus der ganzen Welt. Wir sehen gerade im offenen Ansatz des WeTab Potenzial, auch ohne die Marketingmittel der großen Konzerne, sondern über die direkte Kommunikation im Internet unseren Markt weiter auszubauen.” Ab April sollen deshalb, um den Vertrieb auszuweiten, weitere Sprachen für das WeTab erhätlich sein.

Indianer werden Scheherazaden

Das Team der Karl-May-Weltrekordlesung lockte am Samstag mit einem Orientabend nicht nur Studenten ins Zentrum der Stadt. Der gesamte Vorplatz des Stadtarchivs verwandelte sich in einen Abschnitt eines fremden Landes. Mit bunten Teppichen und Tüchern sowie gemütlichen Sitzkissen wurde eine Lounge ganz im Stile des Morgenlandes eingerichtet.

Kälte ließ Veranstalter zweifeln

Vor Veranstaltungbeginn waren die Veranstalter noch skeptisch, weil das Wetter kalt und regnerisch war. Die Befürchtung war unbegründet. “Ich finde es sehr schön, zu sehen, dass die Bewohner der Stadt Mittweida an studentisch organisierten Projekten so viel Spaß haben können”, freute sich Stefanie Walter, Producerin des Kulturweldrekordversuches.

“Die Perlen des Orients”, eine Bauchtanzgruppe unter der Leitung von Franziska Franz, lockte als Hauptattraktion zahlreiche Passanten auf den Hof hinter dem aktuellen Rathaus von Mittweida. Den gesamten Nachmittag über boten die Tänzerinnen den Zuschauern eine abwechslungsreiche Show. Nach beeindruckenden Schleier- und Fächerdarbietungen endete der Abend mit einer “Black-Light-Show“, die das Highlight des Orienttages darstellte. Den Zuschauern bot sich ein buntes Lichterspektakel mit fliegenden Kugeln und wehenden Bändern, welches durch rhythmische Musik unterlegt wurde.

Nicht nur Studenten im Publikum

Neben Schminken und Dosenwerfen konnten die jüngeren Besucher an diesem Thementag auch orientalische Masken basteln. “Der Orienttag war sehr erfolgreich für das Projekt, da viele Besucher da waren und die Resonanz sehr positiv ausfiel”, sagte Madeleine Bergmann, die zu den Organisatoren des Tags zählte.

Auch der Zauberkünstler Pierre van Houdt begeisterte Groß und Klein mit seinen Kunststücken. Im Gegensatz zur letzten Woche, als das Karl-May-Team einen Westerntag ausrichtete, führte er am Samstag keine durchgängig geplante Show vor, sondern begab sich auf einen “magischen Rundgang”. So mancher Besucher wurde beim gemütlichen Verzehr von Bratwurst und Brötchen mit Zaubertricks zum Mitmachen überrascht.

Kulturprogramm nach Japan-Beben

Die Lesung des Theaterstücks im Abendprogramm des 23. März 2011 erwies sich für Radio Eins als gelungene Idee. “Bis auf eine Mail sind bislang alle Reaktionen durchweg positiv und zwar überschwänglich, sowohl von Hörern als auch aus dem Kollegenkreis”, sagte Ilona Marenbach, Wortchefin von Radio Eins.

Gemäß der landläufigen Meinung ist eine Lesung über zwei Stunden im Radio eigentlich unmöglich. Doch dieses ungeschriebene Gesetz verliert in manchen Sendern immer mehr an Geltung. “Wir haben eine langjährige Erfahrung mit Hörspielen, zum Beispiel mit Hörspielen, die wir in der Adventszeit ausstrahlen sowie mit dem Radio-Tatort und wissen, dass Radio-Eins-Hörer dies gut finden”, erklärte Marenbach. Zu den Stärken des Senders zählt sie, verlässlich zu überraschen und wenn es das Thema hergibt, auch das normale Format zu durchbrechen.

Prominente Leserbesetzung bei Radio Eins

Die Idee zu der Aktion am vergangenen Mittwoch hatten der deutsche Schriftsteller und Journalist Benjamin von Stuckrad-Barre und Christian Ulmen, Schauspieler und Moderator. Da die aktuelle Bedeutung der Ereignisse in Japan so immens ist, war die Redaktion sofort begeistert.

Ulmen und Stuckrad-Barre hatten dann ebenfalls die Idee zu der prominenten Besetzung. Sie übernahmen selbst den Part des Physikers Möbius und der Nebenrollen. Die beiden anderen Wissenschaftler Einstein und Newton wurden von Michi Beck, Mitglied der Band “Die Fantastischen Vier”, und dem Techno-DJ Westbam gelesen. Das Projekt unterstützten auch CDU-Politiker Jörg Schönbohm als Inspektor Voß und Hajo Schumacher, Journalist und Autor, als Erzähler.

Worum ging’s da noch gleich?

Ein kleiner Exkurs zur Erinnerung: “Die Physiker” spielt in einer Irrenanstalt. Dürenmatts Werk ist gezeichnet von dem damals herrschenden Kalten Krieg. Der Ost-West-Konflikt gipfelte dann 1962 in der Kubakrise, die beinahe in einem katastrophalen Atomkrieg endete. So hat in dem Stück der Wissenschaftler Möbius ebenfalls eine große Entdeckung gemacht, erkennt aber die Gefahr und lässt sich einweisen. Die Ärztin kann ihn überlisten und reißt mit seiner Erfindung die Weltherrschaft an sich. Die Moral: “Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.” Damit unterstreicht Möbius die unheimliche Gefahr, die von der Wissenschaft ausgeht – eine Erkenntnis damals so aktuell und beängstigend wie heute.

Radio Eins gehört zum Rundfunk Berlin-Brandenburg, ist nach Antenne Brandenburg das zweiterfolgreichste Hörfunkprogramm des RBB. Im letzten Jahr wurde die Radio-Eins-Sendung “Der Schöne Morgen” mit dem Deutschen Radiopreis als beste Morgensendung Deutschlands ausgezeichnet.

Als Wissen Gemeinschaftssache wurde

Vor genau 16 Jahren wurde das erste Mal ein Wiki über das Internet der Öffentlichkeit bereitgestellt. Es handelte sich dabei um das “WikiWikiWeb” von Ward Cunningham, in dem hauptsächlich objektorientierte Programmierung thematisiert wurde. Die für das Internet-Wiki nötige Software entwickelte der Programmierer bereits ein Jahr zuvor unter dem Namen “WardsWiki”. Seinen Namen erhielt es von einem Terminal-Transferbus auf dem Flughafen von Honolulu auf Hawaii. Den lernte Cunningham auf einer Reise unter dem Namen “Wiki Wiki Shuttle” kennen. Heute arbeitet er als technischer Leiter für AboutUs.org, welches ein wikibasiertes, aber kostenpflichtiges Verzeichnis von Webseiten enthält.

Zu jedem Thema ein Wiki

Unter einem Wiki versteht sich eine Internetplattform, auf der die Besucher Wissen zu einem bestimmten Thema lesen oder hinzufügen können. In den letzten 16 Jahren entstanden über 300 solcher Wikis mit jeweils mehr als 19.000 Artikeln. Viele davon sind auf sehr abgegrenzte Themengebiete spezialisiert. Die größten davon sind das LyricWiki mit fast zwei Millionen Songtexten und das Fan-History-Wiki. In diesem finden sich über eine Million Artikel zur Geschichte des Fan-Daseins und über große Fangemeinden. Inzwischen gibt es wohl für fast alles ein Wiki. Dabei reicht die Palette von nützlichem, wie Wikis zu Heilpflanzen, bis zu fragwürdigen Varianten, wie dem SpongeBob-Schwammkopf-Wiki. Für Letzteres hätte sicher auch der normale Eintrag bei Wikipedia gereicht.

Erfolgswiki hat mit Autorenschwund und Serverkosten zu kämpfen

Erfolgreichstes und bekanntestes Wiki ist aber die vor zehn Jahren gegründete wikipedia.org mit über 18 Millionen Artikeln. Diese sind in über 269 Sprachen verfasst und erreichten bislang 365 Millionen Leser, was immerhin fünf Prozent der gesamten Menschheit ausmacht. Allein in der englischen Ausgabe sind über 3,5 Millionen Artikel vorhanden. Im Vergleich dazu hatte die letzte Ausgabe des Brockhaus aus dem Jahr 2005 nur Informationen zu 300.000 Stichwörtern parat. Zur Zeit kämpft Wikipedia gegen eine stetig abnehmende Anzahl Autoren und gegen die enorm gewachsenen Serverkosten, die auf die hohe und wachsende Beliebtheit der Internetplattform zurückzuführen sind.

Eine Mittweidaer Innovation

Die Fakultät Elektro- und Informationstechnik (EIT) der Hochschule Mittweida entwickelte kürzlich in Zusammenarbeit mit der Firma Eule Orgelbau Bautzen und der Mittweidaer Firma IMM ein elektromechanisches System der besonderen Art. Die Ton- und Registertraktur der Ladegast-Jemlich-Orgel in der Stadtkirche wurde durch einen sogenannten elektronischen ByPass erneuert. “Dabei handelt es sich um eine neuartige Technik eines verteilten und vernetzten Systems, das auf die Orgel übertragen wird”, erklärt Prof. Christian Schulz, Dekan der Fakultät EIT. Dieses System findet unter anderem auch in der Automobilindustrie Anwendung. Die schon vorhandene Traktur bleibt dabei erhalten, wird aber durch eine zusätzliche Technik mit identischer Funktion ergänzt.

Die Anfänge des Projektes

Die ersten Ideen zu diesem Projekt entstanden bereits 2005, als die Hörer erste Verschleißerscheinungen an der 1866 erbauten und 1931 renovierten Orgel feststellten. Der damalige Rektor der Hochschule Mittweida, Professor Reinhard Schmidt, war selbst gelernter Orgelbauer und suchte renommierte Leute, die diese Idee mit ihm gemeinsam umsetzen konnten. So wandte er sich an Schulz. “Ziel der Entwicklung war es, die Elektronik so einfach wie nur möglich zu machen”, so der Dekan. Was anfangs als ein Hobby des bekennenden Orgelfans begann, entwickelte sich zu einem Geschäftszweig. Seitdem wurden unter anderem die Konzertsaalorgel der Mercatorhalle in Duisburg sowie die Propter-Homines-Orgel im Mozarteum Salzburg mit dieser neuartigen Technik ausgestattet. Weitere Orgeln, unter anderem auch in Russland, sollen folgen.

Um auch die Jüngsten künftig für Orgelmusik begeistern zu können, sollen demnächst Führungen für Kindergärten und Schulen in der hiesigen Stadtkirche angeboten werden. Damit weitere Sanierungsarbeiten an der Orgel vorgenommen werden können, ist der Orgelverein unter dem Vorsitz von Professor Schulz weiterhin auf Spenden angewiesen. Neben der imposanten Ladegast-Jehmlich-Orgel verfügt die Stadt zudem über ein weiteres Kleinod. “Was viele nicht wissen ist, dass wir in Ringethal eine Silbermannorgel haben. Sie ist ein kleiner Schatz”, findet Schulz.

Weltbekannter Organist zum Altstadtfest in Mittweida

Die Orgel der Mittweidaer Stadtkirche zählt zu einer der bedeutsamsten und klanggewaltigsten in ganz Sachsen. Der weltbekannte Organist Matthias Eisenberg, berühmt für seine Improvisationen, wird am 21. August 2011 zum Abschlusskonzert des Altstadtfestes in Mittweida spielen. Der gebürtige Dresdner wurde in verschiedenen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und ist bei zahlreichen Orgelneubauten und -renovierungen als Spezialist gefragt.

Seite 243 von 352« Erste...102030...241242243244245...250260270...Letzte »