Zu Besuch im Land aus Feuer und Eis

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Annett Bors nutzte ihre Chance ins Ausland zu gehen und studierte an der Hochschule Akureyris von Februar bis Mai 2010. Die beschauliche Stadt mit rund 17.000 Einwohnern liegt im Norden der skandinavischen Insel und trägt den Beinamen “Hauptstadt Nordislands”. Die Medienmanagement-Studentin konnte dort aus einer Vielzahl von interessanten Modulen wählen. Da sie sich bereits im Vorfeld für das Themengebiet Recht interessierte, belegte sie in Island Fächer wie “Human Rights Law” und “Introduction to Criminal Law and Property Law”. Aber auch das Interesse am Land selbst kam nicht zu kurz. So konnte sie im Fach “Icelandic Culture” einiges über Kultur und Landsleute lernen. “Als Austauschstudent ist man glücklicherweise an keine Fakultät gebunden und kann frei wählen”, erklärte Annett Bors ihre für Medienstudenten ungewöhnliche Fächerkombination.

Studieren auf Isländisch

An der “University of Akureyri” studieren derzeit etwa 1.500 isländische Studentinnen und Studenten. Zudem hat die Hochschule in jedem Jahr zwischen 50 bis 60 ausländische Studierende. “Die meisten der Austauschstudenten kommen aus Europa, aber hin und wieder kommen auch Leute aus den USA, China, Russland oder Kanada”, sagte Rúnar Gunnarsson, Mitarbeiter der Hochschule in Akureyri. Natürlich wird vor Ort auch für die Neuankömmlinge gesorgt. “Allerdings gab es im Gegensatz zu Mittweida, wo jeder ausländische Student einen inländischen Tutor zugeteilt bekommt, dort die Variante, dass eine Isländerin sich um alle gekümmert hat. Das hat sie auch wirklich gut gemacht, aber mit fast 25 Studenten waren es einfach zu viele”, gesteht Annett Bors.

Ähnlich wie in Mittweida gibt es auch an der nordisländischen Hochschule Studentenwohnheime mit kompletter Wohnausstattung. Der Unterricht verläuft dort allerdings etwas anders als an deutschen Universitäten, meint Annett: “Das ist ein viel kleinerer Kreis von Studierenden und daher auch sehr viel angenehmer. Kurse bestehen dort aus 20 bis 30 Personen”. Ein weiterer Unterschied besteht im Altersdurchschnitt der Studierenden. “Es ist dort nicht ungewöhnlich mit 30 bis 40 Jährigen im Kurs zu sitzen.”

Heiße Quellen als Faszinosum

Für ausländische Studierende ist es dennoch nicht leicht, Kontakte zu knüpfen, da für viele Studenten der Weg nur zum Lernen an die Hochschule führt. “Die Isländer selbst sind sehr nette und hilfsbereite Menschen, aber auch sehr schüchtern”, beschreibt Annett die skandinavische Mentalität. Um dennoch die Kultur und Menschen des Landes kennenzulernen, wurden Gruppenausflüge organisiert. So ging es zum Beispiel im Rahmen des Faches “Icelandic Culture” in die Landeshauptstadt Reykjavik auf Erkundungstour. Aber auch außerhalb des Unterrichts gab es genug Zeit, um Ausflüge zu planen. Besonders beliebt unter Island-Besuchern sind die durch vulkanische Aktivitäten entstandenen heißen Quellen, Geysire und Geothermalbäder. So können Gäste, auch wenn die Lufttemperatur bereits im Minusbereich liegt, bei angenehmen 38 Grad Wassertemperatur ein Bad im Freien genießen. Wer sich jedoch lieber in den Schnee begibt, hat die Möglichkeit sein Können im nahegelegenen Skigebiet Akureyris unter Beweis zu stellen.

Annetts Fazit zu ihrer Studienreise fällt positiv aus. Auch sie blieb nicht unbeeindruckt vom isländischen Charme: “Ich glaube, ich habe selten ein Land gesehen, was mich so fasziniert hat. Es ist diese Weite, in die man blickt, das tolle Zusammenspiel der Naturgewalten Feuer und Eis und eine unglaubliche Ruhe, die das Land ausstrahlt.”

Raus aus dem Schattendasein

Der 18-Jährige erfüllte sich direkt nach seinem Abitur den Traum eines eigenen Autos. Doch mit dem Abschließen des Kaufvertrages wurde aus dem Traum Realität. “Ich musste nur wenige Monate nach dem Kauf zur großen Durchsicht und da kamen hohe Kosten auf mich zu”, erklärt er. Um seinen Traum des eigenen Fahrzeugs weiter am Leben zu halten, machte sich Paul Winkler im Internet auf die Suche nach einem Vergleichsportal. “Ich wollte herausfinden welche Kosten in naher Zukunft auf mich zukommen, um mir das Auto weiterhin leisten zu können”, sagt der junge Mann.

Zwei Monate Arbeit

Trotz den grenzenlosen Möglichkeiten des World Wide Web fand Paul Winkler keine Webseite, die ihm Auskunft über anstehende Reparaturen bei seinem Auto sowie deren Kosten gab. Kurzerhand entschloss er sich, sein eigenes Portal zu programmieren. “Ich wollte ein Vergleichsportal erschaffen, welches zeitnah repräsentative Ergebnisse liefert”, sagt er. Nach mehr als zwei Monaten Arbeit ist die Website nun unter www.deine-autoreparatur.de online abrufbar.

Das System ist simpel: Jeder Autofahrer schickt unter Angabe der Marke, der technischen Merkmale und der Laufleistung seines PKWs seine Werkstattrechnungen über einen Menüpunkt auf der Website ab. Paul Winkler erstellt aus den Angaben Einträge, die er auf seinem Portal einbindet. “Natürlich wird die Werkstatt und der Absender nicht genannt, alles erfolgt vollkommen anonym”, erklärt der Programmierer. Durch eine hohe Anzahl an Datensätzen erhofft er sich zukünftig repräsentative Vergleichsdaten. “Es wäre gut, wenn ich meine Automarke suche und sehe, dass vier andere Nutzer bei 1.000 Kilometern mehr Laufleistung die Lichtmaschine wechseln mussten”, meint Winkler. Da aus den eingesendeten Werkstattrechnungen die Preise entnommen und gelistet werden, ist dem Portal auch die Höhe der Aufwendungen für die Reparatur zu entnehmen. “Autofahrer können detailliert feststellen, welche Kosten bei welcher Laufleistung entstehen”, sagt er. Dadurch lassen sich auch Rückschlüsse auf die Verlässlichkeit von Gebrauchtwagen ziehen.

Zum Mitmachen animieren

Doch soweit ist das im Januar gestartete Portal noch nicht. Laut eigenen Angaben sind derzeit erst rund einhundert Datensätze eingebunden, “doch es werden täglich mehr”, sagt Paul Winkler. Repräsentativ sind diese Angaben dadurch bisher nicht, doch der Entwickler ist sich sicher, dass er bis zum Jahresende mehrere tausend Daten präsentieren kann. “Mich stimmt optimistisch, dass ich steigende Besucherzahlen habe”, sagt er stolz. Zukünftig hofft er, viele Menschen für seine Idee des kostenlosen Reparaturvergleichsportals zu begeistern und damit viele Datensätze einstellen zu können. Erst dann macht die Webseite für den Nutzer wirklich Sinn. “Es zieht jeder Beteiligte einen Nutzen aus der Seite, deshalb will ich zum Mitmachen animieren”, sagt er. Anders als bei den anderen Vergleichsportalen fristet der Nutzer bei deine-autoreparatur.de kein Schattendasein, denn er wird direkt zum Mitmachen aufgefordert. Deswegen hofft Paul Winkler auf eine hohe User-Bindung zu seinem Projekt, sowie die damit verbundene “Mund zu Mund-Propaganda”. Sein ambitioniertes Projekt hat durchaus Potential, jetzt entscheidet jedoch allein der Nutzer über das Gelingen.

Studieren wie bei “Rosamunde Pilcher”

Eine Informationsveranstaltung und die euphorischen Erzählungen einer Freundin brachten Lena Belz zu dem Entschluss: “Ich möchte ein Semester lang im Ausland studieren.” Im Rahmen des Erasmus-Programmes, das auf Auslandsaufenthalte von Studenten spezialisiert ist, führte sie ihr Vorhaben nach Schottland an die “University of the West of Scotland”. Der Campus der Hochschule erstreckt sich über die Orte Paisley, Ayr, Hamilton und Dumfries. Lena selbst studierte in Ayr. Damit war sie eine der derzeit circa 18.000 Studierenden der Universität. Das Angebot dort ist vielschichtig: zwischen mehr als 100 Studiengängen an sieben Fakultäten können sich die Studierenden entscheiden. Untergebracht sind sie meist in den “Halls of Residence”. Lena definiert diese Räumlichkeiten so: “Sie sind vergleichbar mit den Studentenwohnheimen in Mittweida, jedoch mit neun weiteren Mittbewohnern des gleichen Geschlechtes.”

Die Medienstudentin konnte nicht nur ihre Fachkenntnisse durch den Aufenthalt in Schottland erweitern, sondern auch neue, persönliche Erfahrungen sammeln. Durch das Leben im Wohnheim war sie im ständigen Kontakt mit Studenten aus aller Welt. Neben der verbalen Kommunikation dienten spezielle Länderabende dazu, die Lebensweisen und kulinarischen Köstlichkeiten der anderen Mitbewohner kennenzulernen.

Landschaftliche Schönheit

“Schottland ist wie im Film”, schwärmt die 23-Jährige. Es besticht vor allem durch die romantischen Burgen und Schlösser der vielen Clans und Royals. “Beim Anblick der Landschaft möchte man gerne ein paar Zeilen schreiben oder die Gedanken einfach nur fliegen lassen”, verriet die junge Frau. Der Studienstandort Ayr selbst liegt direkt am Meer. Durch den Golfstrom ist es dort immer etwas wärmer als in Großbritannien eigentlich üblich. Neben den Spaziergängen am Strand empfiehlt Lena allen Schottland-Interessierten einen Besuch in den Highlands, denn damit verbindet sie unter anderem die schönsten Erinnerungen ihres Auslandssemesters.

Im Interview mit medienMITTWEIDA verriet Lena weitere wichtige Details über das Studium in Schottland, ihre Erfahrungen dort, die “idyllische Rosamunde-Pilcher-Landschaft” und ihre Hoffnung, die neu geknüpften Freundschaften aufrechterhalten zu können.

Eine junge Hochschule mit internationalem Charme

Die Budapester Hochschule für Business und Kommunikation (BKF) wurde 2001 gegründet und feiert bald ihr zehnjähriges Bestehen. Das BKF bietet ein breites Spektrum an Studienmöglichkeiten an. Studierende können zwischen Kommunikation, Business, Tourismus und Kunst wählen. Neben den ungarischsprachigen Angeboten gibt es auch englischsprachige Bachelor- und Masterabschlüsse. An der Hochschule lernen jedes Jahr zirka 7500 Studentinnen und Studenten. Anita Kőműves ist eine von ihnen. “Unsere Professoren fördern die Kreativität unter uns Studenten. Wichtig ist für uns auch der gute und enge Kontakt zu unseren Lehrern. Die Hochschule hat eine moderne Infrastruktur und es stehen einem jederzeit Computer zur Verfügung”, schwärmt sie begeistert. Alle Gebäude wirken hell und freundlich; die Räume sind klein und gemütlich, es herrscht stets eine angenehme Atmosphäre. Die Seminare bestehen vorzugsweise aus fünf bis 20 Studierenden. So lässt es sich gut interaktiv arbeiten, was vor allem den Professoren sehr wichtig ist. Seit 2003 gibt es einige Fächer, die auch in deutscher Sprache unterrichtet werden, wie Politische und Wirtschaftliche Kommunikation.

Ungarn trat 2004 der Europäischen Union bei, hat aber die eigene Währung, den Forint, behalten. Die Landessprache ist ungarisch und zählt zu den schwersten Sprachen der Welt. Trotzdem probieren jedes Jahr Auslandsstudenten mit Professor Pap Gábor die einfachsten Redewendungen des Ungarischen zu erlernen.

Individuelle Fähigkeiten fördern, Sprachbarrieren überwinden

Für die Hochschulleitung ist es besonders wichtig, dass immer mehr Studierende die Austauschmöglichkeiten des Erasmusprogrammes nutzen, denn Auslandserfahrung ist auf dem Arbeitsmarkt und im späteren Berufsleben von großer Bedeutung. Studierende aus aller Welt sind daher gern gesehene Gäste. Die Verständigung an der Hochschule erfolgt hauptsächlich über die Mittlersprache Englisch. Dabei ist es für die ungarischen Studierenden und ihre Kommilitonen  aus Italien, Spanien, den Niederlande, Deutschland oder Polen nicht von großer Bedeutung, ob sie die Sprache perfekt beherrschen. Wichtig ist, dass sie sich mutig trotz ihrer Sprachbarrieren über aktuelle Themen unterhalten und diese auch präsentieren. “Die Erfahrung zeigt, dass Studenten, die in anderen Mitgliedsländern der EU studieren, nicht nur ihre individuellen Fähigkeiten fördern, sondern nach ihrem Studienabschluss auch bessere Chancen am Arbeitsmarkt haben”, erklärt die Professorin des BKF, Erős Eszter.

Ein weiteres positives Ergebnis der internationalen Mobilität ist die Erweiterung des Kontaktnetzwerks und des englischsprachigen Bildungsangebotes innerhalb der Hochschule. Die Hochschulleitung ist der Meinung, dass die hier studierenden Auslandsstudenten eine sehr positive und internationale Atmosphäre schaffen. Das motiviert die ungarischen Kommilitonen etwa Fremdsprachen intensiv zu erlernen, andere Kulturen kennen zu lernen und ihr Kontaktnetzwerk zu erweitern. Die Studenten werden so motiviert, im Ausland zu studieren, was für  ihre professionelle Weiterentwicklung unabdingbar ist. Für die ungarische Hochschule ist es sehr wichtig, dass Kommunikationsfähigkeit und kreatives Denken der Studierenden gefördert werden. In einem einzigartigen und individuellen Trainingssystem werden dazu Kurse entwickelt, an denen die Studenten in jedem Semester an zwei Tagen teilnehmen. Die Dauer der Vorlesungen oder Seminare beträgt in Budapest nur 80 Minuten. Ein kleiner studentischer Radiosender des BKF ist in den Pause in der kleinen und überschaubaren Mensa zu hören.

Typisch ungarisch

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Für einen deutschen Studierenden ist es vielleicht nichts Ungewöhnliches in ein Theater zu gehen. Eine Studentenermäßigung ist ihm hier wie auch in Ungarn sicher. Der Unterschied ist nur, dass man für umgerechnet zwei Euro einen Stehplatz in der Loge erhält, was zum Anfang meist für Staunen und Verwunderung sorgt. In Ungarn gibt es gleich mehrere Nationalfeiertage, an denen es zahlreiche Veranstaltungen im Freien gibt. Seit dem Jahre 2000 gilt der 15. März als Nationalfeiertag. An jenem Tag im Jahr 1848 kam es zum Ausbruch der Revolution, die schließlich unter russischer Führung blutig niedergeschlagen wurde. Der Staatsfeiertag am 20. August ist als Gedenktag an König Stephan I., der 1089 heilig gesprochen wurde und seither als Nationalheiliger Ungarns gilt, gerichtet. In Erinnerung an den Beginn des Aufstands vom 23. Oktober 1956 wurde am 23. Oktober 1989 das Ende der Volksrepublik Ungarn verkündet und die Republik Ungarn ausgerufen. Seitdem gilt auch der 23. Oktober als Nationalfeiertag. Die Ungarn sind nicht nur stolz auf ihr Land, sonder auch sehr herzlich. So geben sich gute Freunde, Bekannte und Familienmitglieder auf jeden Fall einen Kuss auf die linke und rechte Wange zur Begrüßung und Verabschiedung.

Ein Studium im Land der Fjorde

Gegenüber Norwegen bestehen klassische Vorurteile: Die schroffe Landschaft mache die Menschen im hohen Norden zu wortkargen Eigenbrötlern, lange, kalte und vor allem dunkle Winter lassen das Land in dieser Jahreszeit in eine depressive Grundstimmung verfallen. Abseits der angenehmen, sommerlich-romantischen Vorstellung von großen Elchen, fischreichen Fjorden und kleinen Trollen fallen dem Deutschen hingegen schnell andere Dinge auf, wenn er sich in “Norge” bewegt: Teenager tragen liebend gern Jogginghosen, ständig laufen alle Ski und das Wort “Vorspiel” hat eine völlig andere Bedeutung als hierzulande. Die Möglichkeit, das alles und eine ganze Menge anderer landestypischer Gegebenheiten selbst herauszufinden, bietet die Partnerschaft der Hochschule Mittweida mit dem Lillehammer University College (LUC) für Studierende.

In Norwegen ist das LCU vor allem für seine Medienstudiengänge bekannt, wobei der Schwerpunkt auf den Bereichen Film und Fernsehen liegt. Tourismus, Sport und soziale Fächer stehen ebenfalls zur Auswahl, genauso wie einige Wirtschaftsstudiengänge. Zur Philosophie des Colleges zählt es, viele Projekte in Gruppenarbeit durchzuführen und die Nähe zu den Lehrkräften ständig zu gewährleisten. Derzeit bietet die Universität auch verschiedene Kurse in englischer Sprache an. Dazu gehört im laufenden Semester etwa der – für Mittweidaer Medienstudenten wahrscheinlich interessante – Studiengang “Video production”. Daneben bietet das College auch viele andere Module wie “nature based tourism and ecotourism”. Skurril erscheint zunächst sicherlich das angebotene “Snow business”. Dahinter verbergen sich unter anderem Management und Marketing in einem alpinen Skiressort.

Sport und Natur – ganz so ist es für Norwegen typisch. Das wird auch aufmerksamen Auslandsstudenten an der norwegischen Bevölkerung schnell auffallen, vermutlich jedoch weniger an den eigenen Freunden. Denn die im hohen Norden zu finden, gestaltet sich für die meisten relativ schwierig. Während die Norweger untereinander eine starke Bindung haben, ist es für Außenstehende schwer, sich zu integrieren. Diese Erfahrung machte auch die Lettin Evija Izaka. In ihrem Austauschsemester in Norwegen wurde sie “nach fünf Monaten zum ersten Mal gefragt”, wer sie “denn eigentlich sei”. Unter den derzeit in Lillehammer etwa 4.000 eingeschriebenen Vollzeitstudierenden lernten im Sommersemester 2010 34 Kommilitonen aus dem Ausland Sprache, Mentalität und Fachwissen am LUC.

Ein teures Semesters

Lillehammer gilt als eines der Zentren des norwegischen Wintersports. Im Jahr 1994 fanden in dem 27.000- Seelen-Ort die Olympischen Winterspiele statt. Auch heute ist das traumhafte, kleine Städtchen am größten See des Landes Leistungszentrum für norwegische Sporttalente. Dem schließt sich auch die Hochschule an. Allen Studierenden stehen zahlreiche Sportangebote zu Verfügung. Mit einer Theatergruppe, einem Chor oder beispielsweise einer AG zur Fotografie gibt es weitere Möglichkeiten, sich neben dem Studium zu beschäftigen. Die Verständigung stellt dabei in dem skandinavischen Land kein Problem dar, denn vom Schulkind bis zum Rentner sprechen die meisten Norweger fließend Englisch. Wer sich aber für ein Semester in Norwegen entscheidet, muss sich auf hohe Kosten einstellen, denn vor allem Lebensmittel und Unterkunft sind deutlich teurer als in Deutschland. Die Hauptstadt Oslo soll immerhin die teuerste Stadt der Welt sein. Die deutsche Austauschstudentin Nina Schneider findet etwa, dass “man ohne Nebenjob nicht in Norwegen studieren kann”. Dafür bekommen Austauschstudenten allerdings die Möglichkeit, ein Semester in einem der landschaftlich reizvollsten Länder Europas zu verbringen. Die Fjorde, Berge und Wälder sind immer für weit Gereiste offen.

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