Die letzten Wochen bis zum Roll-Out

Die Mitglieder von Technikum Mittweida Motorsport (TMM) haben in ihrer Werkstatt derzeit alle Hände voll zu tun. Ein neuer Fahrersitz und Teile der Rahmenkonstruktion für den neuen Rennwagen müssen noch fertiggestellt werden. “Die konkreten Details zu technischen Veränderungen, die Farbe und der neue Name des Jet!-Nachfolgers, werden aber erst zum Roll-Out preisgegeben”, sagt die kaufmännische Leiterin des Teams, Anna Kirchner. Die Präsentation des Boliden soll am 28. April im Wasserkraftwerk mit allen Sponsoren, Unterstützern und Teammitgliedern stattfinden.

Der Start in die neue Rennsaison

Mit den Formula-Student-Wettbewerben im ungarischen Györ und im englischen Silverstone nimmt das Team dieses Jahr erstmalig an zwei Rennen innerhalb einer Saison teil. “Dies wird eine große Herausforderung für unsere Fahrer und auch für die Technik, denn wir möchten aus dieser Saison mit nennenswerten Ergebnissen hervorgehen”, sagt Anna Kirchner.

In den Rennen der vergangenen Jahre platzierte sich das Team stets im hinteren Mittelfeld. “Der Grund dafür waren immer technisch bedingte Ausfälle, die während des Rennens nicht behoben werden dürfen”, sagt die Teamleiterin. “Im Idealfall sollte die Technik im Vorfeld während der Testfahrten genauestens geprüft werden. In der Vergangenheit waren die Testphasen allerdings zeitlich bedingt zu kurz, um die stark belasteten Teile ausreichend überprüfen zu können.” Schon bei der Konstruktion müsse sorgfältig bedacht werden, welche Teile in der Praxis besonders anfällig sein könnten. Auch hier bleibe keine Zeit für Experimente. Die Optimierung der bisher entwickelten Technik habe eine hohe Priorität gegenüber Neuerungen.

Noch kein Umstieg auf elektronischen Antrieb

Aufgrund dieser Priorität ist ein Umstieg von Verbrennungs- auf Elektromotor, wie ihn zwei andere Hochschulteams aus Sachsen schon vollzogen haben, in nächster Zeit nicht angedacht. So startet das Team der westsächsischen Hochschule Zwickau mit bereits in die zweite Saison, in der sie einen elektrisch angetriebenen Rennwagen einsetzen. “Wir streben vorerst Erfolge im Bereich der Verbrennungsmotoren an”, erklärt Anna Kirchner. Zudem gibt sie zu bedenken, dass ein Wechsel sehr kostenintensiv wäre. “Die Erfahrungen sollen erst einmal in diesem Gebiet erweitert werden”, so Anna Kirchner.

Die Vorbereitungen für die Rennsaison haben ihren Schwerpunkt in den Testphasen. So soll auch den Fahrern nach Fertigstellung des Rennwagens genügend Zeit zum Ausprobieren gegeben werden. Zu den kürzlich bei einem Test auserwählten Piloten gehört Stefanie Berndt, die vorerst als Ersatzfahrerin eingeteilt ist. Sie wird an den ersten offiziellen Testfahrten teilnehmen, welche am Wochenende vom 7. bis 8. Mai auf dem Flugplatz in Jahnsdorf bei Chemnitz durchgeführt werden. Erst danach entscheidet das Team, ob die ausgewählten Fahrer und Fahrerinnen für die Boliden überhaupt geeignet sind, denn ein Rennwagen sei nicht mit einem normalen Auto zu vergleichen.

Internet soll Autos intelligent machen

Hersteller wie Mercedes-Benz, Audi und BMW rüsten ihre Oberklasse-Fahrzeuge für das Internet auf. Mit integrierten Netzwerken wollen sie dem Kunden den Komfort vom schnellen Internet sowie ein reichhaltiges Online-Angebot bieten. “Der Fahrer bekommt Zugang zu seinen Daten, Programmen und Freunden und zwar jederzeit, egal wo er sich befindet”, sagt Michaela Wiese aus der ConnectedDrive-Abteilung von BMW. Außerdem könnten die Insassen künftig ihre Lieblingsmusik und hochauflösende Filme direkt aus dem Netz laden. Neben Unterhaltung könne auch die Echtzeitnavigation mit Google Earth und dank Street View eine 360°-Anzeige aus der Fußgängerperspektive integriert werden.

LTE-Infrastruktur benötigt

“Das Internet wird künftig im Auto eine immer größere Rolle spielen”, weiß Helmut Schmaler vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg. Um sich mit dem Internet zu verbinden, werden die Fahrzeuge den Long Term Evolution-Standard (LTE) nutzen. Dieser ermöglicht mobiles Internet mit Datenraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Schmaler: “Bis das Internet auch im Polo erhältlich ist, wird noch einige Zeit vergehen.”

Zunächst müsse die Infrastruktur der neuen Mobilfunkgeneration aufgebaut werden, bis die Technik wirklich in den Fahrzeugen verwendet werden könne, wie Michaela Wiese erläutert. Wichtig sei außerdem, dass entsprechende LTE-Flats bezahlbar sind. “In den nächsten drei bis vier Jahren werden wir dann aber voraussichtlich etwas im Fahrzeug sehen”, so Michaela Wiese. Laut Bundesnetzagentur sollen bis 2014 mindestens 25 Prozent der deutschen Bevölkerung mit dem schnelleren Verfahren versorgt werden.

Das Internet wird zur Schnittstelle zwischen Auto und Fahrer

Laut ConnectedDrive-Expertin Michaela Wiese “bleibt der Fahrer jederzeit in Kontakt mit seinem Fahrzeug, egal wo er sich befindet, also auch außerhalb des Fahrzeugs”. Auf dem mobilen Endgerät ließen sich verschiedenste Parameter des Automobils ablesen und steuern, darunter Kameras, Benzinstand, Batterie und Reichweite bis zum nächsten Tankstopp. Auch die Fahrzeuginnentemperatur kann dann über das Smartphone gesteuert werden.

Durch die ständige Vernetzung des Autos werden aber auch Verkehrsfluss und Fahrsicherheit verbessert. Die nötigen Vorgänge laufen dabei vor allem im Hintergrund ab. Wenn das eigene Auto feststellt, dass die Straße besonders rutschig ist, so kann es diese Information an andere Fahrzeuge weiterleiten. Diese können dann sicherer durch die zum Beispiel vereiste Passage navigieren. Auch vor zähem Verkehrsfluss sollen Internet-Autos ihre Fahrer frühzeitig warnen. Ähnlich wie bei manchen Navigationssystemen generiert das Fahrzeug dann eine Ausweichroute.

Pop und Oper für die Jugend VIDEO FEHLT

“Kultur ist kein alleiniges Interesse der Älteren”, sagt Wolfgang Bergmann, der aktuelle Leiter des ZDFtheaterkanals, im Gespräch mit medienMITTWEIDA. Eben dieser jüngeren Zielgruppe Kultur näher zu bringen, sei das Ziel des neuen digitalen Spartenkanals ZDFkultur. Dieser ersetzt ab 7. Mai den ZDFtheaterkanal. Im Mittelpunkt des rundum erneuerten Programmkonzepts steht dabei die Verjüngung der Inhalte und Präsentation. Außerdem sollen weniger Wiederholungen im Programm vorkommen.

Klassik bleibt wichtiger Bestandteil

Das bisherige Publikum werde durch den neuen Sender auch weiterhin angesprochen. “Oper, Theater und klassische Musik werden weiterhin ein Hauptbestandteil des Programms sein”, erläutert der studierte Publizist Bergmann das neue Sendekonzept. “Unter dem Namen ZDFkult werden wir an den Wochentagen ältere Sendungen und Serien mit Kultstatus senden. Dies wird einerseits Erinnerungen an früher wecken, sowie den jüngeren ein Lächeln ins Gesicht zaubern.”

Im Audio-Interview erläutert Wolfgang Bergmann den Entstehungsprozess des neuen Senders, dessen Zielgruppen sowie das neue musikalische Konzept der Sendeinhalte.

Studenten unterrichten Studenten

“Um Arabisch richtig zu erlernen, braucht es sehr viel Zeit”, sagt Odai Al-qaqa. Gemeinsam mit Muath Bani Amer leitet der gebürtige Jordanier den Kurs “Arabisch, Schriftzeichen und Kultur” für Anfänger. Der Anspruch an die Teilnehmer scheint zunächst nicht allzu groß. Al-qaqa: “Sie sollen zunächst die arabische Sprache kennenlernen. Dabei kommt es nicht darauf an, am Ende perfekt Arabisch zu sprechen. Aber Buchstaben und ein paar Worte schreiben zu können, sollte das Ziel für jeden Kursteilnehmer sein.” Die Idee für den Arabischkurs hatte Muath Bani Amer. Die beiden Kursleiter wollen sich damit für die Gastfreundschaft in Mittweida bedanken, die ihnen als Austauschstudenten entgegengebracht wird.

Freude am Lernen hat Priorität

In Form von Präsentationen erfahren die Studenten während des Unterrichts auch Interessantes über die arabischen Länder. Als Ergänzung zum Sprachkurs ist beispielsweise ein Besuch des Ägyptischen Museums in Berlin geplant. Der Kurs wird schon jetzt sehr gut angenommen. Die Studenten treffen sich seit Ende März jeden Dienstag oder Mittwoch, um gemeinsam Schriftzeichen und Aussprache zu üben. So sind Kommilitonen aus Rumänien, Deutschland, der Türkei, der Slowakei und Bulgarien vertreten. “Die Studenten erlernen diese Sprache freiwillig und haben dabei viel Spaß”, so der Jordanier. Einen Fortgeschrittenenkurs wird es jedoch nicht geben. Geplant ist der Sprachunterricht bis Ende des Sommersemesters. “Danach ist mein Auslandssemester hier in Mittweida beendet und ich fliege wieder zurück nach Jordanien”, erklärt Odai Al-qaqa.

Cosmopolitaner laden ein

Das nächste große Event wird die Arabische Nacht sein, die am 18. Mai von den Cosmopolitanern im Studentenclub veranstaltet wird. Neben orientalischer Musik bieten verschiedene Spiele und landestypische Spezialitäten die Möglichkeit, sich mit den Riten und Bräuchen der arabischen Kultur bekannt zu machen. Wer bis dahin noch ein wenig Arabisch lernen möchte, hat bis zum 6. April Gelegenheit, im Sprachunterricht vorbei zu schaun. Der Unterricht findet auf zwei Kurse verteilt immer dienstags und mittwochs von 17.30 bis 19.00 Uhr im Haus 1-122-B der Hochschule statt. Dieser steht allen interessierten Studenten offen und ist kostenlos. Jeder Teilnehmer erhält bei regelmäßiger Anwesenheit am Ende ein Zertifikat.

365 Tage der offenen Tür

“Der Rundgang bietet vor allem Studieninteressierten eine großartige Möglichkeit, unsere Fakultät kennenzulernen ohne auf einen Tag der offenen Tür warten oder eine vielleicht lange Anfahrt in Kauf nehmen zu müssen”, erläutert Mitarbeiterin Katrin Moraske. Insbesondere die ständigen Aktualisierungen dürften den Rundgang aber auch für derzeitige Studenten, Ehemalige oder potentielle Arbeitgeber interessant machen.

Über 1.000 Fotos für volle Rundumsicht

Der virtuelle Rundgang startet im so genannten Kommunikationszentrum, dem Mittelpunkt des Medienzentrums. Mittels Maus, Tastatur oder eingeblendeter Buttons kann der Nutzer den Blickwinkel um 360 Grad horizontal und 180 Grad vertikal drehen und somit den gesamten Raum betrachten. Auch ein Zoom ist möglich. “Über 1.000 Fotos sind jetzt in den Panoramen verarbeitet, gemacht haben wir wohl fast doppelt so viele. Die Schwierigkeit war es, so zu fotografieren, dass keine Bewegungen der Studenten in den Bildern zu sehen sind”, erklärt Medientechnikstudent Sebastian Kubatz.

Weitere Buttons zeigen Informationen zum jeweiligen Raum an oder blenden eine Linksammlung zu besonderes sehenswerten Panoramen ein. Orientierung im Rundgang verschaffen Lagekarten in der rechten oberen Ecke. Überall in den Panoramen verteilt befinden sich verschiedenartige Links: Pfeile auf dem Boden oder klick-sensitive Flächen auf Türen führen zu weiteren Panoramen; Grafiken verweisen auf Nachrichtenbeiträge, externe Projekt-Websites oder öffnen Informationsfelder; andere Links öffnen zum Beispiel den Livestream des studentisch betriebenen Lokalsenders 99drei Radio Mittweida oder die aktuelle PDF der studentisch produzierten Wochenzeitung DIE NOVUM.

Vorstellung aller Medienbereiche

“Mit Hilfe eines Buttons in der Fußzeile kann der User entscheiden, ob er die Panoramen selbst erkunden will oder sich die Links bequem anzeigen lassen möchte”, erklärt Projektleiter Jan Holubek, Medienmanagementstudent des Jahrgangs 2008. Etwas länger als ein Jahr hat er gemeinsam mit vier Kommilitonen an dem Rundgang gearbeitet, von der Ideenentwicklung über Recherchen und Tests bis hin zur Umsetzung. “Wir haben extra für dieses Projekt vier Videos produziert, die die vier Medienbereiche vorstellen, und diese eingebunden”, berichtet Karl Weber, Medientechnikstudent und Videotechniker.

Basis des Rundgangs und Voraussetzung für dessen Nutzung ist die Flash-Technologie. Diese bot dem Projektteam die umfangreichsten Möglichkeiten und gewährt eine hohe Erreichbarkeit, da das zugehörige Browser-Plugin weit verbreitet ist. Die Grafiken für die Kugelpanoramen werden in Fragmenten je nach Bedarf nachgeladen, das vereinfacht die Betrachtung auch mit langsamen Internetanbindungen. “Für besonders aufmerksame User haben wir übrigens ein verstecktes Panorama eingefügt, das einen Ort zeigt, den Studenten normalerweise so nicht zu Gesicht bekommen. Das Panorama ist weder über die Karten noch über die Highlight-Links, sondern nur über einen kleinen Link in einem anderen Panorama auffindbar”, kündigt Teammitglied Jana Weigel an.

Den virtuellen Fakultätsrundgang finden Sie hier.

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