Nur Girls beim “Boys’ Day”

Der “Girls’ Day” bot in der letzten Woche über 60 Schülern von der fünften bis zur elften Klasse die Möglichkeit, die Hochschule Mittweida erstmals kennenzulernen. Zum ersten Mal sollte in diesem Jahr ein “Boys’ Day” stattfinden, bei dem Jungen mit dem Thema “Warum nicht was Soziales?” für die Studiengänge der Außenstelle in Rosswein begeistert werden sollten.

Trotz des Zuwachses an Besuchern im Vergleich zum letzten Jahr interessierten sich nicht genug männliche Schüler für das ihnen angedachte Thema. “Im nächsten Jahr ist daher eine Veränderung dieses Angebotes geplant”, sagte Jana Höhnisch, die die Veranstaltung organisiert hatte. Am grundlegenden Ablauf des Tages wird sich aber auch künfitg nichts ändern. Die Teilbereiche sollen sich weiterhin mit praxisbezogenen Angeboten präsentieren. “So erhalten die Schüler die optimale Gelegenheit, einen Bereich kennen zu lernen”, sagte Jana Hönisch.

Moderation und Regie wecken Interesse

medienMITTWEIDA verfolgte den Workshop “Medien erleben” im TV-Studio der Fakultät Medien. Hierbei konnten sich die 20 Teilnehmer in den Gruppen “Redaktion und Moderation”, “Ton und Licht”, sowie “Kamera und Regie” ausprobieren. Besonders interessiert waren die Schüler an den Hintergründen von TV-Produktionen und dem Einblick in die Hochschulpraxis. Begeistern konnten dabei vor allem die Bereiche Moderation und Regie.

In der ersten Gruppe verfassten die Schüler zu einem Kurzfilm eine Anmoderation, die danach aufgezeichnet wurde. Zwei Studiokameras wurden zur Aufzeichnung genutzt, wodurch die Teilnehmer die ersten Handgriffe erlernten und Gelegenheit hatten, mit den Einstellungen zu experimentieren. Auch die verschiedenen Aufgaben der Regie wurden vorgestellt. Die Schüler durften beispielsweise beim Angeben der Zeit und der Farbmischung helfen. Auch im Bereich “Ton und Licht” wurden sie eingewiesen. Dort lernten sie unter anderem, wie man den Hintergrund beleuchtet und den Ton im Studio regelt.

Vorerfahrungen sind entscheidend

Immer mehr Journalisten arbeiten für Onlinemedien. Die erforderlichen Kenntnisse sind jedoch nicht allen Berufseinsteigern klar. Die Basis der Arbeit als Online-Redakteur ist die Kenntnis verschiedenster Programme zum Bearbeiten von Texten, Bildern, Webseiten, zum Dateiupload und für die Kommunikation im Internet. Das Beherrschen technischer Routinen sei eine wichtige Voraussetzung für den Beruf, erklärte Ronny Strobel vom Online-Team der Freien Presse gegenüber medienMITTWEIDA. Dazu kämen neben der Aufgeschlossenheit für Technologie auch Teamfähigkeit und zeitliche Belastbarkeit. Flexibilität werde rund um die Uhr von den Mitarbeitern erwartet.

Ausbildungsmöglichkeiten sind vielfältig

Vor dem ersten Engagement gilt es für den künftigen Jorunalisten jedoch, sich für die richtige Ausbildung zu entscheiden. Die Journalistenschulen haben in den letzten Jahren immer mehr für Onlinemedien relevante Inhalte in ihre Ausbildung integriert. Die Plätze an diesen Einrichtungen sind jedoch sehr begehrt: Durchschnittlich gibt es 700 Bewerber auf 25 freie Plätze. Diese Zahlen variieren jedoch von Ausbildungsstätte zu Ausbildungsstätte. Die Bezahlung ist ebenfalls höchst unterschiedlich. Bei manchen Journalistenschulen erhalten die Volontäre eine Vergütung von bis zu 1.700 Euro im Monat. Andere wiederum kosten 6.000 Euro im Jahr.

Neben den Schulen vergeben viele Einzelmedien selbst Ausbildungsplätze. Für eine Volontariatsausbildung in einem Medienunternehmen bewerben sich pro Platz im Schnitt 50 angehende Journalisten. Eine Alternative bieten zum Beispiel verschiedene Medienstudiengänge an Universitäten oder ein studienbegleitendes Volontariat, wie es an derMitteldeutschen Journalistenschule in Mittweida angeboten wird.

Der Weg über den klassischen Journalismus

Schon vor dem Studium Erfahrungen zu sammeln ist eine Möglichkeit, um herauszufinden, was der Beruf des Journalisten bedeutet und ob dieser der richtige ist. Der Deutsche Journalisten-Verband geht auf Anfrage von medienMITTWEIDA davon aus, “dass der Einstieg in den Journalismus nicht speziell über den Online-Journalismus erfolgt”. Die Meinungen, ob Erfahrungen im traditionellen Journalismus für Online-Redakteure Voraussetzung sind, gehen aber auseinander. Ein Praktikum oder eine freie Mitarbeit in einer Lokalredaktion eignen sich aber gut, um erste journalistische Arbeitstechniken zu erlernen.

Spezialisten aus verschieden Fachgebieten sind gefragt

Die neuen Medien lassen die Chancen für Quereinsteiger steigen. Fachwissen ist hier besonders wichtig, um auch in anderen Branchen journalistisch tätig zu sein. Aktuell sind vor allem Stellenangebote für die Bereiche Wissenschaft und Forschung, Finanzen, IT, Immobilien, Recht und Medien zu finden.

In der folgenden Audio-Slideshow erklärt der Pressesprecher der Bundesagentur für Arbeit Hamburg, Knut Böhrnsen, worauf außerdem zu achten ist.

“Die Champions League ist Teil des Vollprogramms”

“Nicht die Champions League allein, sondern das Gesamtprogramm ist Grundversorgung”, betont ZDF-Pressesprecher Walter Kehr gegenüber medienMITTWEIDA und weist somit jegliche Kritik ab. Ein Vollprogramm beinhalte Information, Bildung und Unterhaltung. Teil der Unterhaltung sei der Spitzensport und damit auch die UEFA Champions League. Kehr räumte im Interview mit medienMITTWEIDA ein, dass Fußballübertragungen zwar nicht allein Grundversorgung seien, aber durchaus Teil des Vollprogramms. Somit erfülle das ZDF seinen Sendeauftrag und Bestandteil davon könne auch die Champions League sein.

Hohe Summen, attraktives Programm und keine Werbung

Bis zu einem Betrag von 54 Millionen Euro reichten die Spekulationen um den Preis, den das ZDF jährlich für das Rechtepaket aufbringen muss. Hinzu kommen hohe Produktionskosten. Dem widerspricht ZDF-Pressesprecher Kehr vehement. Diese Zahl sei definitiv zu hoch und entspreche nicht der Realität. “Es ging nicht allein um das Geld, sondern es ging um das Programmkonzept”, erläutert Kehr.

Die UEFA soll mit der Umsetzung der Champions League bei Sat.1 nicht mehr zufrieden gewesen sein, berichtete die Süddeutsche Zeitung berichtete. Immerhin verzichten die Repräsentanten der UEFA zugunsten des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders von 2013 an grundsätzlich auf Sponsoring nach 20 Uhr. Das ZDF ist an die Auflage des neuen Rundfunkänderungsstaatsvertrags gebunden. Das kommt den Zuschauern zu Gute, die in der so genannten Prime-Time zukünftig keine Sponsoringhinweise oder Werbung mehr sehen müssen.

Sat.1 will Klage erheben

Kontrovers wurde öffentlich diskutiert, ob für die Ersteigerung der Champions-League-Rechte hohe Summen öffentlich-rechtlicher Gebühren verwendet werden dürften. Besonders der abgelöste Champions-League-Sender Sat.1 empörte sich, dass es ein ungleiches Bieterverfahren gewesen sei, mit dem Verweis darauf, dass der Privatsender die Summe für die Fußballrechte über Werbeeinnahmen refinanzieren müsse. Währenddessen könne das Zweite mit den Rundfunkgebühren im Rücken aus dem Vollen schöpfen. Es handele sich um Wettbewerbsverzerrung, lautete wiederholt der Vorwurf der Privatsender an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Sat.1 prüft unterdessen die Erfolgschancen einer Klage gegen das ZDF. Andreas Bartl, TV-Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG und Sat.1-Geschäftsführer, sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Der Sender werde alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen. Zudem werde sich Sat.1 um andere Spitzenfußballrechte bemühen. “Die Klage ist des Kaufmanns Morgengruß”, entgegnet ZDF-Sprecher Kehr gegenüber medienMITTWEIDA gelassen und mit leichter Ironie. Gleichfalls erteilte er den Erfolgsaussichten des Privatsenders in einem möglichen Rechtstreit eine deutliche Absage.

Ganoven verlegen Premiere vor

Die Erstaufführung des Musicals “Ganoven mit Stil” findet schon am 11. Mai statt. Ursprünglich sollten im Juni Aufführungen folgen, die jedoch wegen des Campus-Festivals in den Monat Mai gelegt wurden. Die anschließenden Aufführungen finden daher am 13., 26. und 27. Mai im Studio A der Fakultät Medien statt.

Auswirkungen auf die Proben

Durch die Verlegung der Premiere und weitere Ausfälle hinsichtlich der Rollenbesetzung steigt der Druck auf das Team. Schon im März hatten sich kurzfristig zwei Darsteller aus dem Projekt zurückgezogen. “Zum Glück konnten wir die Rollen schnell wieder besetzen”, sagt Therese Galetzka. Auch sei es schwierig, eine Gemeinschaftsprobe zu organisieren. “Alle Beteiligten gleichzeitig vor Ort zu haben, ist im Moment eine logistische Herausforderung”, bedauert die Regisseurin. Zusätzliche Zeitprobleme entstanden, weil durch die Produktion der Sendung “Propeller TV” das Fernsehstudio nur alle zwei Wochen für die Proben zur Verfügung steht.

Damit der Termin der Premiere trotzdem eingehalten werden kann, proben die Schauspieler derzeit an den Wochenenden sowie montags und dienstags. Donnerstags finden zusätzlich die Gesangs- und Bandproben statt. So bleiben für die Initiatorinnen Clara Stammermann, Therese Galetzka und Maria Vogel nur wenige freie Tage. “So lange am Ende etwas Vernünftiges herauskommt, hat sich der Aufwand gelohnt”, sagt Therese Galetzka. “Zudem ist es schön zu sehen, wie sich alle Beteiligten engagieren. Wir verstehen das Ganze als ein Gemeinschaftsprojekt für das jeder sein Bestes gibt.” Im Original ist das Musical “Ganoven mit Stil” von Isabel Hartmann.

Tipps vom Profi

Produktionsleiterin Clara Stammermann konnte zur Unterstützung der Schauspieler Egmont Elschner, den Vorsitzenden des Kulturbeirates Chemnitz anwerben. Der erfahrene Dramaturg war am Montag erstmals bei einer Probe anwesend und gab sowohl den Schauspielern als auch den Initiatorinnen Tipps zur Umsetzung des Stückes. “Es war sehr hilfreich mal eine Meinung von außerhalb zu hören”, erklärt Therese Galetzka. “Man verliert sonst einfach irgendwann den objektiven Blick.”

Während auf das Team noch einige Aufgaben warten, stehen die Preise für den Eintritt mittlerweile fest. Ende April können Karten im Vorverkauf für 3,50 Euro für Studenten und 4,50 Euro für Nichtstudierende erworben werden. An der Abendkasse kosten die Karten dann jeweils 50 Cent mehr.

Fehlbesetzung in der Jury

In der neuen RTL2-Castingshow “My Name Is” werden Kandidaten gesucht, die erfolgreiche Sänger bestmöglich imitieren können. Dies ist zwar eine andere Art des immer noch allgegenwärtigen TV-Formats, aber letztendlich besteht kein gravierender Unterschied zu Popstars oder Deutschland sucht den Superstar. Die Qualität der Teilnehmer wird sogar noch schlechter ausfallen, zu erwarten ist, dass nicht das individuelle Talent der Kandidaten im Vordergrund steht. Die Zuschauer werden eher nach der Beliebtheit der nachgeahmten Idole entscheiden, wer weiter kommt.

Unpassende Jurybesetzung

Zudem sitzen nicht nur Juroren mit Musikerfahrung in der Jury. Neben Schlagersängerin Michelle und dem ehemaligen BMG-Europachef Maarten Steinkamp bewertet auch die Musik-unerfahrene Alessandra Pocher die Kandidaten. Früher war die Blondine als Freundin von Boris Becker unter dem Namen Sandy Meyer-Wölden bekannt. Ihre Erfahrungen als Model und Moderatorin mögen ausreichend sein, für die Beurteilung musikalischen Talents ist sie aber ungeeignet. Als Jurymitglied wäre Alessandra Pochers Aufgabe, eine fachlich begründete Meinung zu den Kandidaten zu äußern. Da sie jedoch nie in der Musikbranche tätig war, wird ihr dies schwer fallen. Die Probanden müssen sich somit auf eine unqualifizierte Einschätzungen einstellen, was sich negativ auf die Show auswirken wird.

Das Streben nach einer guten Einschaltquote verleitet die Produzenten offensichtlich dazu, eine angeblich Prominente in der falschen Position einzusetzen. Dabei wäre die Lösung einfach: Bei Castingshows müssen die Produzenten lediglich darauf achten, erfahrene Juroren für die jeweilige Show einzusetzen. Die Jury sollte kompetent wirken und auch eine fachlich sichere Kritik liefern können. Ein positives Beispiel ist Deutschland sucht den Superstar. Seit Jahren setzt sich die Jury aus Personen zusammen, die in der Branche arbeiten und zumindest einige Erfolge vorweisen können.

Quote statt Qualität

“My Name Is” ist übrigens die zweite Castingshow, die RTL2 innerhalb kurzer Zeit ankündigte. Schon im April startet “Sing – wenn du kannst”. Mit ausgefallenen Ideen will der Sender hier das Publikum ködern. Die Bewerber sollen dabei unter anderem in Eiswasser getaucht werden, während sie singen. Das gesangliche Talent der Probanden tritt also in diesem Fall vollkommen in den Hintergrund. Die Kandidaten sind eher Mittel zum Zweck. Dem Sender geht es nur darum überhaupt Zuschauer zum einschalten zu bringen.

Seite 243 von 359« Erste...102030...241242243244245...250260270...Letzte »